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The Vision Bleak im Interview (Oktober 2010)

„Ich denke, dass unsere Musik rauer und atmosphärischer als der normale Gothic Metal ist.“

Und nochmals ein fettes Danke Schön an Ulf Theodor Schwadorf

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The-Pit.de: Wenn die erste Scheibe ungestümer war und ihr ab der zweiten Platte euren Stil definiert habt – inwieweit haben sich dann Entstehungsprozesse zur neuen Scheibe geändert?

Ulf Theodor Schwadorf: Ich denke, dass man einfach genug Selbstwertgefühl haben sollte, das zu machen, was man will. Wir machen jetzt einfach hundertprozentig das, was wir wollen. Zum Beispiel die neue Platte gleich mit dem Intro „A Curse Of The Grandest Kind“ anzufangen, viereinhalb Minuten nur Orchester, ist kommerziell gesehen nicht sehr weise. Das ist, wenn einer in den Laden geht und sich fragt: "Das ist Metal?" Aber das ist uns egal, weil wir wollten, dass dieser Song gleich am Anfang steht. Das sind Sachen, wo man beim vierten Album genug Selbstbewusstsein hat und sich sagt: Okay, dass sind wir, dann machen wir das jetzt auch.

 

The-Pit.de: Wir sprachen schon zu Anfang über den Musikstil. Ihr werdet ja immer in die Gothic-Schublade gesteckt, doch ich höre da ständig auch Doom oder gar Power Metal heraus. Was hältst du von diesem Schubladendenken überhaupt, ?

Ulf Theodor Schwadorf: Eigentlich ist das dumm. Generell Schubladendenken ist ja etwas, was total einschränkt. Egal, ob das im privaten Leben ist, wenn ich sage, dass ich keine Zwiebeln mehr esse, dann vergraule ich mir eine ganze Menge gutes Essen. Und genauso ist es in der Musik. Popmusik zum Beispiel – wenn sie gut gemacht ist, dann gut. Gute Musik ist gute Musik, und schlechte halt schlechte Musik. Für mich gibt es da keine Schubladen.

 

The-Pit.de: Bei der aktuellen Scheibe „Set Sail To Mystery“ habt ihr ja auch Gastauftritte der Sopranistin Sophia Brommer, dem Tenor Thomas Helm sowie Shinings Stimme Niklas. Wie ist da die Zusammenarbeit zustande gekommen?

Ulf Theodor Schwadorf: Eigentlich gezielt war das nicht, aber es hat sich sehr gut ergeben. Thomas hat damals schon in meiner alten Band Empyrium gesungen, wir sind totale Freunde, wir sind beide professionell und machen das beide hauptberuflich, und Sophie ist Sopranistin am Theater, und wir haben halt gefragt, und beide machen das super gerne für uns. Niklas hat uns vor einem Konzert gefragt, ob er einen Song bei uns auf der Bühne mitsingen kann, weil er großer The Vision Bleak-Fan ist, was uns natürlich sehr geehrt hat und wir auch große Shining-Fans sind, und so hat es sich ergeben, dass wir ihn gefragt haben, ob er einen Song mit einsingt, weil dieser Song auch super passt. Wenn man die Bonus-CD hört, dann wird man das hören – ich mag beide Versionen so sehr, dass ich mittlerweile nicht mehr sagen könnte, welche Version mir besser gefallen würde.

 

The-Pit.de: Dabei hat der Shining-Sänger nicht gerade den besten Ruf!

Ulf Theodor Schwadorf: Er ist ein absoluter Profi, und ich kann mich nicht beklagen.

 

The-Pit.de: Live fallen die Stimmen aber weg, oder spielt ihr sie vom Band ein?

Ulf Theodor Schwadorf: Den Tenor übernimmt der Tobias, und Sopran können wir nicht machen, das ist vom Aufwand nicht möglich, die Sophie wegen drei Parts die ganze Tour mitzunehmen. Da würde der Kosten-Nutzen Faktor sich nicht rechnen.

 

The-Pit.de: Dann kann man also zum Anschluß sagen, dass die ganzen Entwicklungsschritte euch zu diesem Album geführt haben.

Ulf Theodor Schwadorf: Ja, das kann man so sagen. Die erste Platte war ziemlich rockig, und zweite Platte war dann recht symphonisch, ein bisschen im Stile von Opeth, und die „Wolves…“ war ein recht thrashiges Album.

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