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The Vision Bleak im Interview (Oktober 2010)

„Ich denke, dass unsere Musik rauer und atmosphärischer als der normale Gothic Metal ist.“

Natürlich dürfen auch beim Horror Metal die Pommesgabeln nicht fehlen

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The-Pit.de: Wenn man schon mit dem Gothic-Stempel stigmatisiert wird, dann kommt gerade diese Abwechslung natürlich gut, denn dann kann man sich die Scheiben auch anhören, obwohl man eigentlich auf andere Musik steht.

Ulf Theodor Schwadorf: Das höre ich ziemlich oft – und das finde ich auch sehr gut. Die Leute sagen häufig, dass sie normalerweise mit der Art von Musik nichts anfangen können, weil sie uns vorher fälschlicherweise in eine Richtung eingruppiert haben, wo wir gar nicht hingehören. Die hören uns dann und sagen: Hey, das hier klingt ja wie bei Entombed – das ist einfach schön, dass zu hören. Wir wollen halt einfach nicht klingen wie jede andere Band.

 

The-Pit.de: Für eure Texte greift ihr häufig auf Literaturvorlagen zurück. Was könnt ihr als weitere Inspirationsquellen angeben?

Ulf Theodor Schwadorf: Literatur ist sicherlich die Hauptinspiration bei uns. Wir haben uns auch viel mit Filmen beschäftigt. Mit „Elizabeth Dane“ auf unserer ersten Platte hatten wir quasi eine direkte Vorlage aus dem Horrorfilm „The Fog“ – aber die alte „The Fog“-Version und nicht das schäbige Remake. Wir haben uns natürlich auch schon viel von Horrorfilmen beeinflussen lassen, gerade auch in der Optik.

 

The-Pit.de: Welche Musik hört ihr denn privat?

Ulf Theodor Schwadorf: Alles. Alles mögliche. Wenn ich meine Lieblingsbands aller Zeiten benennen müsste, dann wären das Dead Can Dance und Metallica, und beide Bands sind komplett unterschiedlich. Im Moment höre ich sogar sehr gerne die neue Alice In Chains. Masters Of Reality höre ich auch sehr gerne.

 

The-Pit.de: Das hört sich einfach danach an, dass ihr für alle Seiten offen seit, was sich aber auch in eurem kreativen Schaffen widerspiegelt, die ihr dann auch auslebt.

Ulf Theodor Schwadorf: Genau. Wir sind keine Thrashband, die irgendwie zwanghaft Thrash machen muss, die immer aggressiv sein muss. Wir können uns Themen aussuchen, und wenn wir einen aggressiven Song haben wollen, dann machen wir das, oder wie mit „I Dined With The Swans“ eine Ballade. Und trotz der ganzen Diversität, die wir in den Songs haben, bekommen wir immer wieder ein Albumgefühl hin, so dass es halt nicht klingt wie nach einer Compilation.

 

The-Pit.de: Wenn man sich die Texte ansieht, drängt sich die Frage auf, ob ihr auch an höhere Mächte, an nicht visuelle Instanzen glaubt, die unser Leben beeinflussen. Wie steht es damit?

Ulf Theodor Schwadorf: Ich kann die Frage eigentlich gar nicht beantworten – aber das Thema ist unglaublich faszinierend. „The Foul Within“ dreht sich um das klassische Thema dämonische Besessenheit, und niemand weiß, was da wirklich vorgeht. Es gibt dafür psychologische Erklärungen, die aber auch nicht wieder alles erklären. Genau dieser Zwiespalt, genau das, was wir mit unserer Musik machen, diese Frage offen lassen, steht in Wirklichkeit dahinter.

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