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The Devil's Blood im Interview (September 2009)

"Wir sind eine Band, die satanische Musik performt, mit der Absicht, Chaos zu verbreiten."

Live im Hamburger Ballroom

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Die aus dem niederländischen Eindhoven stammende Band The Devil's Blood, die eine Mischung aus Sechziger-Jahre-Psychedelic Rock, Siebziger-Jahre-Hard Rock mit NWOBHM-Einflüssen spielt, hat bereits mit der EP „Come, Reap“ mächtig Staub aufgewirbelt und nun mit „The Time Of No Time Evermore“ endlich ihr sehnsüchtig erwartetes, erstes Full-Length-Album veröffentlicht, das die Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern eher noch überboten hat.

Für uns ein Grund, mal etwas tiefer hinter die Kulissen dieser phantastischen Formation zu schauen und etwas mehr darüber in Erfahrung zu bringen, welche Philosophie hinter den Okkultrockern steckt. Über einige der Antworten mag der ein oder andere lächeln und sie als Spinnerei abtun, aber es sei gesagt, dass sich dahinter kein lediglich der Provokation dienender, plakativer Satanismus steckt (denn damit würde man heutzutage nicht mal mehr die schreckhafteste Oma schockieren), sondern dass die Aussagen von Bandkopf SL absolut ernst gemeint sind. 

Obwohl die meisten inzwischen wissen dürften, wer sich hinter The Devil’s Blood verbirgt, wurden wir gebeten, Namen wegzulassen und nur die Initialien zu verwenden, da die Musik im Vordergrund stehen solle und nicht die Bandmitglieder. Diesen Wunsch respektieren wir selbstverständlich.

The-Pit.de: Hi, hier ist David von The-Pit.de. Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, ein paar Fragen zu beantworten. Erst mal: Wie geht’s denn so?

SL: Mir geht es sehr gut.

 

The-Pit.de: Herzlichen Glückwunsch zu eurem ersten vollständigen Album „The Time Of No Time Evermore“. Ich halte es für ein Meisterwerk. Wegen der Lobeshymnen, die eure EP „Come, Reap“ erhalten hat, hatte ich erst schon Angst, ihr könntet dem Druck nicht standhalten. Habt ihr euch eigentlich irgendeinem Druck ausgesetzt gefühlt und war für euch von Anfang an klar, dass es ein großartiges Album wird?

SL: Ich habe nie irgendeinen Druck verspürt, höchstens von mir selbst ausgehend, da ich dieses Album so dringend machen wollte, dass es jeden Tag wehgetan hat, bis es endlich vollendet war (lacht). Aber nun, da es endlich fertig ist, ich es hören und das Resultat meiner Arbeit spüren kann, bin ich einfach nur stolz. Wenn es den Leuten nicht gefällt, ist das auch okay für mich. Ich selbst jedoch bin sehr zufrieden und das ist genug.

 

The-Pit.de: Man hört schon eine Entwicklung im Gegensatz zu „Come, Reap“ – auch wenn man natürlich immer noch merkt, dass es sich um dieselbe Band handelt. Könntest du beschreiben, was ihr verändert habt, was anders ist?

SL: Nichts. Die Melodien sind natürlich anders und die Gesamtästhetik unterscheidet sich irgendwie von „Come, Reap“, aber das war nicht wirklich beabsichtigt; ich arbeite immer noch genau wie vorher.

 

The-Pit.de: Insbesondere die Gitarren sind mal wieder exzellent. Schreibst du alle Arrangements alleine oder arbeitet ihr die gemeinsam aus? Darf jeder seine Ideen einbringen oder schreibst du alle Songs?

SL: Nachdem ich die Musik empfangen habe, gibt es fast keine Veränderungen mehr daran. Die Songs werden erst auf Akustikgitarre geschrieben und dann als zu Hause aufgenommene Demos festgehalten. Diese bekommt dann der Rest der Gruppe und die anderen können ihre Parts lernen. Sie verändern vielleicht hier und da mal ein klein wenig, im Rahmen von menschlicher Interpretation, aber diese Veränderungen sind für gewöhnlich sehr gering und nicht so bedeutend. Ich bin der einzige, der für The Devil’s Blood schreibt. Es ist quasi eine Geschichte, die ich erzähle.

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