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Tankard im Interview (Januar 2011)

Neues Album, noch immer Thrash, und dann auch noch „Sturm der Liebe“

Tankard bringen Ideen zum Cover selbst ein

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The-Pit.de: Bei euch ist es ja noch ein klein wenig hin, aber es war doch schon überraschend, wie viele Bands dieses Jahr langjährige Jubiläen gefeiert haben.

Gerre: Erstaunlich, und auch sehr interessant, dass sich viele der alten Bands über so einen langen Zeitraum gehalten haben. Das spricht für Qualität, aber insbesondere, wenn man nicht so den urtypischen traditionellen Heavy Metal spielt, sondern schon etwas in die derbere Kante schlägt und dann solange durchhält; das kann schon ein bisschen mit Stolz erfüllen, um es mal so zu formulieren.

The-Pit.de: Gerade der Thrash Metal hat ja lange brach gelegen, und in den letzten Jahren ist wieder mehr Zuspruch zu verzeichnen, und Tankard dürften davon dann auch profitieren. Kommt der Aufschwung auch bei euch an?

Gerre: Ganz klar hat man das gemerkt – Mitte bis Ende der neunziger Jahre war Thrash Metal wahrlich nicht sonderlich angesagt. Das merkst du schon alleine daran, wie viel Shows du im Jahr spielst, und vor wie vielen Leuten du spielst. Im Jahr 1998 haben wir glaube ich nur ganze drei Shows im Jahr gespielt. Da würden viele andere Bands auf den Trichter kommen und sagen: „Komm, lass uns den Scheißladen dicht machen, das bringt ja alles nichts.“ Aber bei Tankard hat eigentlich immer der Spaß im Vordergrund gestanden, insbesondere der Spaß an der Musik, und wir müssen natürlich nicht davon leben, weil wir alle unsere regulären Jobs haben, das heißt, dass wir vollkommen unabhängig sind. Wir sind weder auf irgendwelche Verkaufszahlen angewiesen, noch dass wir 200 Shows im Jahr spielen und auf jede Tour mit aufspringen müssen. Ich denke, das hat manchmal auch seine Vorteile, insbesondere bei uns. Nichtsdestotrotz ist das alles ein extrem zeitaufwendiges Ding, jede freie Minute, jeder freie Tag Urlaub wir da rein investiert, wir kommen trotzdem auf unsere 30 bis 35 Shows im Jahr, und wir versuchen, so oft wie es halt geht, unterwegs zu sein.

The-Pit.de: Die aktuelle Scheibe wird das fünfte Album über AFM sein, was sich nach einer erfolgreichen Zusammenarbeit anhört. Wie würdest du das beurteilen?

Gerre: Ist das schon die Fünfte?

The-Pit.de: Die „B-Day“, dann die „Beast Of Bourbon“, danach die „The Beauty And The Beer“, vorletztes Jahr die „Thirst“, und nun die „Vol(l)ume 14“.

Gerre: Dann waren da noch zwei DVDs und eine EP sowie eine Best Of.

The-Pit.de: Ich habe jetzt nur die Studioalben aufgezählt.

Gerre: Wir sind nach wie vor zufrieden. Ich meine, hier und da hakt es natürlich immer mal, aber das ist ja ganz normal irgendwie. Ich sehe da im Moment keinerlei große Kritikpunkte. Zum Beispiel haben wir jetzt wieder zum Promobudget gesagt, lieber den Großteil des Geldes in Videoclips zu investieren und dafür würden wir gerne auf größere Anzeigen verzichten. Da gab es dann keinen Widerstand, und dann wird das so gemacht, und das ist eigentlich immer ganz gut. Ich denk aber auch, dass Tankard eine Band ist, wo halt auch sehr viel Input kommt. Wir bringen die Idee für ein Cover an, oder auch andere Ideen, dann wird kommuniziert, dann wird das abgesegnet, und das klappt im Großen und Ganzen ganz gut.

The-Pit.de: Da hast du der nächsten Frage schon gut in die Karten gespielt. Das Coverartwork ist ja einmal mehr ein wahres Klischee-Highlight. Entsteht solch eine Idee aus der Bierlaune heraus?

Gerre: Das war die Idee von unserem Manager. Ich sag einmal so: Wir haben seit unserem zweiten Demo, welches wir „Alcoholic Metal“ nannten, nun mal dieses Image, haben das früher bis zu einem gewissen Grad auch ausgelebt, haben dann irgendwann in den Neunzigern mit „Two-Faced“ und „The Tankard“ versucht, ein bisschen von dem Image wegzukommen. Da sind wir kläglich mit gescheitert. Teilweise ist das eine Persiflage auf unser Image und auf uns selbst. Man muss das schon immer mit ein bisschen Augenzwinkern sehen. Die Idee an sich find ich total geil. Es ist unser 14. reines Studioalbum, abgezogen natürlich die ganzen Singles, Live-Platten, Best Of und was es da noch alles gibt, und dann siehst du eine Kiste Bier, hast normalerweise 20 Flaschen, und du siehst nur 14 volle, sprich: Wir werden mindestens noch sechs Studioalben machen, auf jeden Fall. Das ist unsere Botschaft (und kichert sich in den Bart), solange bis die Scheißkiste wieder voll ist.

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