Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Tankard im Interview (August 2012)

„Jetzt fangen einfach die nächsten dreißig Jahre an“

Gitarrist Andy

Zum Thema

The-Pit.de: Kannst du dir vorstellen, mit 65 auf der Bühne zu stehen und Thrash Metal zu spielen?

Gerre: Ich sag mal so: Im Moment kann ich mir ein Leben ohne Tankard überhaupt gar nicht vorstellen, von daher schauen wir mal, was die Zukunft noch so bringt, aber wenn man dann körperlich noch halbwegs beisammen ist... why not? Udo Dirkschneider steht ja auch noch auf der Bühne.

The-Pit.de: Anfang des Jahres habt ihr von AFM nach Nuclear Blast gewechselt, die ja gerade in den letzten Monaten bei den Old-School-Bands zugeschlagen haben. War das mehr ein „Endlich sind wir da“ oder habt ihr euch auch Gedanken gemacht, bei den vielen anderen Bands auch untergehen zu können?

Gerre: Gut, die haben natürlich schon viele Bands unter Vertrag, aber im Moment können wir uns nicht beschweren, der Flori macht super Promo, die geben schon mächtig Gas. Es ist schon sehr beeindruckend, was die alles auf die Kette kriegen. Natürlich sind wir da nicht Nummer eins, das ist mir schon klar, aber wie gesagt, die geben mächtig Gas und wir sind im Moment sehr zufrieden.

The-Pit.de: Hattet ihr bei den ganzen Vorbereitungen zum Jubiläum eigentlich genug Vorbereitungszeit für neue Ideen gehabt oder musstet ihr auch auf altes Material zurückgreifen?

Gerre: Das Album ist komplett neu, so sieben, acht Monate haben wir dran gesessen, um die Songs zu komponieren. Bei Tankard ist das nicht so, dass wir uns zusammensetzen, nach dem Motto: Wie muss jetzt die nächste Platte klingen? - Die Songs kommen einfach aus dem Bauch heraus und dann guckt man letztendlich, was dann als Resultat rauskommt.

The-Pit.de: Lass uns gleich über den Titelsong „A Girl Called Cerveza“ reden, ein Track, der mit kritischen Untertönen auch schön die Klischees auf den Arm nimmt.

Gerre: Der Albumtitel ist dem kranken Hirn unseres Bassisten Frank entsprungen, irgendwann, als wir das erste Mal in Südamerika waren. Unser Manager Buffo hatte das noch irgendwie im Kopf, wir saßen dann zusammen wegen der nächste Platte, da hat er den Titel in den Ring geworfen. Wir fanden das alle lustig, es passt wie die Faust aufs Auge. Der Song ist eher eine witzige Geschichte, dass du dich halt in das gut aussehende Girl, welches auf dem Cover abgebildet ist, verliebst. Du wachst am nächsten Morgen auf und alles ist gestohlen worden, in dein Bier wurden ein paar kleine Zusätze von der netten Dame rein getan. Einen tieferen Sinn hat das Ganze eigentlich nicht, obwohl wir auf der Platte auch versucht haben, neben witzigen Geschichten natürlich auch wieder ernste Themen anzusprechen. Das machen wir ja auch schon ewig so. Die Mischung ist uns auch dieses Mal wieder ganz gut gelungen.

The-Pit.de: Vom Titeltrack habt ihr auch ein Video gedreht. Wen konntet ihr zum Tanze vor die Kamera zerren?

Gerre: Das ist die Freundin vom Zwini von Nuclear Blast, die haben wir irgendwann mal kennen gelernt und da wurde sie gleich verhaftet. Wir haben gestern den Song auch live gespielt und sie ist dann auch kurz auf die Bühne gehüpft und hat ein bisschen mit uns gedanct, das war ganz witzig.

The-Pit.de: Zu den kritischen Songs gehört sicher „Masters Of Farces“, sozusagen vergleichbar mit „Black Plague“ vom Vorgänger?

Gerre: “Masters Of Farces” ist ein Song über die Tea Partys und die ganzen konservativen Spinner in den USA, halt auch ein etwas kritischer Song, auch „Rapid Fire“ ist auch gerade sehr aktuell, wenn du siehst, was gerade in Syrien abgeht. Es dreht sich halt um Diktatoren, ein Song aus deren Sicht. Dem gegenüber haben wir dann „The Metal Lady Boy“, auch ein eher witziger Song, wo ich auch froh bin, dass es mit Doro geklappt hat und ich denke, dass es auch ganz gut passt. Für mich einer meiner Lieblingstracks auf der Platte, auf jeden Fall.

Seite
comments powered by Disqus