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Stratovarius im Interview (Februar 2011)

Von Pelikanen, Raumschiffen, Todsünden und... ach ja, Musik

Zwei absolute Institutionen des melodischen Power Metal – Helloween und Stratovarius – haben beide jeweils ein neues, starkes Album herausgebracht und gehen zusammen auf Tour – eine wirklich großartige Kombination. The-Pit.de hatte im Rahmen dieser Tour die Möglichkeit, mit Matias Kupiainen, dem neuen Gitarristen von Stratovarius, ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht zu führen. Wir entlockten ihm einige Infos über das neue Album, wie er zur Band stieß, ob er glaubt, dass die Band sich vom übermächtigen Schatten Timo Tolkkis lösen konnte, und stellten außerdem einmal mehr fest, dass die finnische Lieblingsbeschäftigung offenbar immer noch das Trinken ist.

The-Pit.de: Hey Matias, endlich geht’s weiter mit der Tour, nachdem ja nun einige Konzerte abgesagt werden mussten. Wie ist die Stimmung jetzt und wie liefen die Konzerte bisher?

Matias: Als wir im November mit der Tour gestartet sind, war alles gut. Aber die letzte Zeit war schon hart, Timo konnte nicht singen, irgendwie ging eine Krankheit um und der Virus hing im Tourbus, es war, als ob ein Fluch auf dieser Tour liegen würde... Und dann wurde auch noch Andi Deris (Sänger von Helloween – Anm. d. Verf.) krank und die Gigs mussten gecancelt werden, sodass wir erst mal nach Hause fliegen mussten und gar nichts tun konnten. Jetzt jedoch hoffe ich das Beste – keine weiteren Absagen bitte!

The-Pit.de: Wie läuft's denn mit Helloween, kommt ihr gut miteinander klar? Die sind ja so was wie alte Helden von euch.

Matias: Das sind sie in der Tat und auch total nette Typen. Es macht wirklich Spaß mit ihnen, fast alle Konzerte sind ausverkauft. Es tut uns gut, wir promoten unser neues Album. Aber wie schon gesagt, ist es echt scheiße, dass Timo nicht mit voller Kraft singen kann und wir die neuen Stücke nicht spielen können; da fragt man sich manchmal schon: „Fuck, was machen wir hier, nur alte Songs spielen?“ – aber egal...

The-Pit.de: Letztes Jahr habt ihr in Wacken gespielt – das ist ja hier das größte Metalfestival. Wie fandet ihr die Stimmung, würdet ihr auch als Zuhörer zu so einem Festival gehen?

Matias: Also, für mich war’s das erste Mal in Wacken, ich glaube, die anderen waren da schon ein paar Mal. Ich hing während des gesamten Festivals dort ab... also, auch vor und nach dem Gig sind wir zum Zelt und haben gefeiert und ordentlich getrunken. Zudem kamen eine Menge meiner Freunde aus Ungarn und Helsinki auch dorthin, das ist schon ’ne schöne Sache – wie eine große Familie.

The-Pit.de: Nun eine Frage zum neuen Album „Elysium“. Kannst du etwas zum Coverbild erzählen, da habt ihr ja wieder dieses sternenartige Raumschiffding abgebildet, was auch schon auf dem „Polaris“-Cover zu sehen war. Steckt da was dahinter?

Matias: Wir nennen es den „Stratovarius-Stern“, so eine Art fucking Raumschiff-artiges Ding... also, die Idee kam von Gyula Havancsák (ungarischer Künstler, der bereits für Bands wie Annihilator, Destruction, Grave Digger, Tankard und viele weitere Artworks designte – Anm. d. Verf.), auch Jörg (Michael – Drums – Anm. d. Verf.) war daran beteiligt. Wenn man das Artwork der Single „Darkest Hour“ betrachtet, dann ist da ja auch dieser Pelikan, der sich in einer echt üblen Atmosphäre befindet und gerade stirbt. Und dann haben wir das Albumcover, wo als Kontrast dieses Paradies zu sehen ist, mit diesem Stern, der darüber schwebt. Die Idee dahinter ist quasi, dass der Vögel stirbt und dann kommt das fucking Raumschiff an und rettet den fucking Pelikan – irgendwie etwas albern, aber...

The-Pit.de: ...so lange eine Idee dahintersteckt...

Matias: Ja, ich meine, natürlich sind das irgendwo schöne Bilder und gute Artworks, aber als ich zum ersten Mal davon hörte, fragte ich schon: „Seid ihr euch sicher damit? Irgendwie klingt das ja schon etwas gay, oder?“ – Aber letzten Endes sagten wir dann alle, dass es eigentlich eine ganz nette Idee ist und wir das so lassen.

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Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann