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Steven Wilson im Interview (November 2013)

Das zweite Kapitel

"The Raven That Refused To Sing" kam erst im März heraus, doch Wilson hat schon wieder neues Material am Start

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The-Pit.de: Und wie sieht es mit deinen anderen Projekten aus? Werden wir eines Tages ein neues Bass Communion- oder No-Man-Album hören?

Steven: Ich denke, mit all diesen Projekten verhält es sich so, dass ich sie inzwischen als so etwas wie das erste Kapitel in meiner Karriere ansehe. Es fühlt sich an, als hätte ich einen Strich darunter gezogen und nun beginnt das zweite Kapitel, mit Storm Corrosion, meinen Solosachen und den Remixen, die ich mache. Von daher weiß ich nicht, ob ich zu den frühen Projekten noch einmal zurückkehre. Ich will nicht sagen, dass es ausgeschlossen ist, aber ich habe keine Eile, diese Projekte wieder anzukurbeln, sagen wir mal so. Bei No-Man, Bass Communion, Blackfield und Porcupine Tree könnte man sagen: Okay, ich hab das jetzt gemacht, aber nun startet eine neue Phase in meinem Leben. Und diese beinhaltet eben Storm Corrosion und die Sologeschichte – ich finde es aufregend, neue Sachen auszuprobieren und mit neuen Leuten zusammenzuarbeiten.

The-Pit.de: Wo wir davon sprechen: Hast du schon Material für ein viertes Soloalbum?

Steven: Ja, wir werden heute Abend neues Material vorstellen, es wird etwa zwanzig Minuten an neuer Musik geben.

The-Pit.de: Cool. 2010 hast du die Orphaned Land-Platte „OrWarriOr“ produziert, inzwischen haben die Jungs ein neues Album draußen.

Steven: Das hab ich noch gar nicht gehört – ist es gut?

The-Pit.de: Ja, finde ich schon. Etwas weniger komplex als der Vorgänger, der ja noch dazu sehr lang war, aber auf jeden Fall sehr stark. Gestern hat außerdem Arjen Lucassen ein neues Ayreon-Album veröffentlicht. Da er ja vor allem aus der Prog-Szene jede Menge Leute für seine Alben eingeladen hat, du aber bisher noch nicht aufgetaucht bist, würde ich gerne wissen, ob er dich schon mal angerufen hat.

Steven: Ja, das hat er. Aber mir gefällt das nicht so gut, weswegen ich abgelehnt habe. Um eins klarzustellen: Das, was er tut, ist natürlich fantastisch und ich habe enormen Respekt vor ihm, aber es ist halt einfach nicht mein Ding. Diese Neo-Prog oder Symphonic-Prog-Sachen mag ich nicht so.

The-Pit.de: Das ist immerhin ehrlich. Verfolgst du, was deine Kumpels bei Porcupine Tree treiben, hast du ihre Solosachen gehört oder was sie sonst so machen?

Steven: Natürlich, Anfang des Jahres beispielsweise habe ich Richards (Barbieri; Keyboards – Anm.d.Verf.) Album mit Steve Hogarth (Sänger von Marillion – Anm.d.Verf.) gehört – ein wunderschönes Album, das letztes Jahr herauskam und das ich nur weiterempfehlen kann, wenn du es noch nicht gehört hast. Aber wir tauschen uns selbstverständlich alle untereinander aus.

The-Pit.de: Es gibt ja genügend Leute, die auf Tour nicht lesen können. Wie ist das bei dir, liest du auf Tour?

Steven: Doch, ich lese auf Tour. Manchmal sehe ich mir auch Filme an oder schreibe Texte. Es gibt auf Tour ja genügend Zeit, die man totschlagen muss (lacht), wobei ich sagen muss, dass es mir persönlich schwer fällt, auf Tour Musik zu komponieren. Das klappt bei mir nicht so gut, dafür brauche ich mein Studio mit Klavier und Gitarren. Texte schreiben und ein paar Ideen festhalten geht aber, und Lesen ebenfalls. Viele meiner Texte sind durchaus von in Büchern Gelesenem inspiriert.

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