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Steven Wilson im Interview (November 2013)

Das zweite Kapitel

Kürzlich erschien das vierte Blackfield-Album; bei diesem Projekt ist Steven nur noch sporadisch aktiv

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The-Pit.de: Manchmal änderst du live auch Textzeilen ein klein wenig um. Gerade bei „Even Less“ heißt es in der Studioversion „you’re a martyr“, während du live meistens „I’m a martyr“ singst. Du nimmst also quasi verschiedene Perspektiven ein.

Steven: Ja. (Mit selbstironischem Unterton:) Ich bin ja so tiefgründig, oder? (allgemeines Gelächter) Obwohl nein, in Wirklichkeit vergesse ich, die richtigen Lyrics zu singen (lacht).

The-Pit.de: Was mich außerdem schon lange interessiert: Auf der Blackfield-DVD „Live In New York“ spielt ihr den Song „Once“ zweimal. Warum das?

Steven: Oh Gott, daran kann ich mich gar nicht erinnern. Ich weiß nicht mal, ob ich die DVD überhaupt je gesehen habe (erneut allgemeines Gelächter). Obwohl doch, einmal muss ich sie wohl gesehen haben, um das Ganze abzunicken. War das zweite Mal eine Zugabe?

The-Pit.de: Ja.

Steven: Hm, dann hatten wir möglicherweise nicht genügend Material. Ich weiß es echt nicht mehr.

The-Pit.de: Vielleicht weil der Song „Once“ („Einmal“) heißt, habt ihr euch entschlossen, ihn zweimal zu spielen.

Steven: Haha, der war gut, die Antwort gefällt mir. Die bringe ich, wenn mir das nächste Mal jemand diese Frage stellt (wieder allgemeines Gelächter).

The-Pit.de: Ihr hättet damals natürlich auch „This Killer“ spielen können; ein wunderbarer Song, der aber leider nicht in der Setlist dabei ist.

Steven: Das hatten wir damals versucht, aber irgendwie funktionierte der live nicht. Das gibt es bei manchen Liedern ja manchmal, dass die live einfach nicht funktionieren wollen wie im Studio. „This Killer“ hatten wir ein paarmal live ausprobiert, aber es hörte sich irgendwie etwas flach an. Wohingegen „Once“ ein sehr dynamisches Stück ist, das live sehr viel Spaß zu spielen macht, wahrscheinlich haben wir es als Zugabe deshalb einfach noch mal gespielt.

The-Pit.de: Du hast dich entschlossen, mit Blackfield nicht mehr auf Tour zu gehen, weil dir dafür die Zeit fehlt. Hast du schon eine Ahnung, wer dich dort künftig live „ersetzen“ wird?

Steven: Ich weiß gar nicht, ob mich überhaupt jemand ersetzen wird. Ich weiß, dass Aviv (Geffen; Anm.d.Verf.) ein paar Shows machen will… Falls es allerdings wirklich nur ein paar Shows sein sollten, würde ich da vielleicht auch noch mitmachen, aber ich kann nicht für zwei oder drei Monate mit Blackfield auf Tour gehen. Oder auch mit irgendetwas anderem, das würde momentan auch auf Porcupine Tree zutreffen: Ich widme mich meiner Solokarriere und darauf wende ich meine Zeit an. Jedenfalls weiß ich gar nicht, ob er touren wird und wenn ich keine Zeit habe, jemand anderen mitnimmt. Ich weiß nur, dass er gerne touren will.

The-Pit.de: Auf dem neuen Blackfield-Album gibt es Kollaborationen mit verschiedenen Sängern anderer Bands, wie Vincent Cavanagh von Anathema und Brett Anderson von den Brit Poppern Suede. Wie findest du Brit Pop im Allgemeinen so?

Steven: Ich habe die ersten drei Suede-Alben gekauft, ich mochte Suede sehr gerne. Allerdings ist es schwierig, die Frage wie mir Brit Pop gefällt, zu beantworten, denn das wäre so ähnlich, als würde man mich fragen, wie gefällt dir Musik. Ich mag halt einiges davon, nicht alles. Nun, neben Suede mochte ich das erste Album von Supergrass, ich mochte Mansun – wobei die etwas obskurer und progressiver waren, trotzdem wurden sie dem Brit Pop zugeordnet. Die hatten ein Meisterwerk, das hieß „Six“, ein 70-minütiges Konzeptalbum. Wie auch immer: Ich mag einige Bands aus dieser Szene, andere nicht so sehr. Blur zum Beispiel mochte ich nie wirklich, von Oasis gibt es einige Songs, die ich ganz okay finde, aber es ist nicht so, dass die oder auch zum Beispiel The Verve mich je mit aller Leidenschaft gepackt hätten.

The-Pit.de: Bei Oasis kann ich ja einfach schon mal die Typen nicht ab.

Steven: Es ist schwierig, sich menschlich für sie zu erwärmen, das steht fest (lächelt).

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