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Steven Wilson im Interview (November 2013)

Das zweite Kapitel

Erst im März, als er im Rahmen seiner Tour zum aktuellen Album „The Raven That Refused To Sing“ auch in Hamburg vorbeischaute, führte The-Pit.de ein Interview mit Steven Wilson – nun ist der Brite ein gutes halbes Jahr später schon wieder in Deutschland unterwegs. Obwohl das letzte Gespräch also erst ein paar Monate her ist, nahmen wir die Gelegenheit wahr, mit dem stets höflichen und freundlichen Musiker diesmal in Bremen erneut einen kleinen Plausch zu halten. Nachdem im März logischerweise die dritte Soloplatte Wilsons im Fokus stand und die Fakten darüber bereits damals geklärt wurden, sprachen wir diesmal über alle möglichen anderen Dinge. Schließlich hat Steven viele musikalische Projekte am Laufen, zu denen sich immer die eine oder andere Information herauskitzeln lässt – auch wenn wir von Glück reden können, dass das Interview überhaupt stattfindet, nachdem irgendetwas mit der Kommunikation nicht richtig gelaufen sein kann. Der Tourmanager rechnete jedenfalls mit lediglich einem Interview, letztlich sind aber drei Fraktionen vor Ort, die mit dem Meister sprechen wollen. Unser ursprünglich für 15:30 Uhr angesetztes Gespräch findet schließlich erst um 18:45 Uhr (!) statt, doch besser spät als nie.

The-Pit.de: Hi Steven, schön, dich wieder zu treffen, wir hatten ja erst vor ein paar Monaten in Hamburg das Vergnügen. Heute Mittag hast du eine Autogrammstunde gegeben – wie war das? Ich könnte mir vorstellen, dass so was eigentlich nicht so dein Ding ist, weil man da ja nur unterschreibt und gar keinen richtigen Kontakt mit den Fans haben kann.

Steven: Doch, das war schon nett. Ich meine, da ich so etwas wie VIP-Tickets oder „Frühstücke mit der Band“-Geschichten ablehne, sind solche Gelegenheiten die wenigen, wo ich tatsächlich mal Fans treffen kann. Klar, Autogramme schreiben ist etwas ermüdend, aber es waren um die hundert Leute da und das war toll. Alle waren sehr nett.

The-Pit.de: Ich habe bereits gesehen, dass die Halle wieder bestuhlt wurde. Ich nehme also an, dir hat diese Erfahrung beim letzten Mal gefallen.

Steven: Nun, es ist eine andere Erfahrung. Ich denke, wenn du in einem bestuhlten Saal spielst, gewinnst du etwas, aber du verlierst auch etwas. Was du gewinnst, ist mehr Aufmerksamkeit und dass die Leute sich mehr auf die Show konzentrieren, gleichzeitig jedoch geht die Interaktion zwischen den Performern und den Zuschauern ein bisschen verloren, weil eben alle fokussierter auf die Show sind. Daher ist es – zumindest empfinde ich das so – etwas schwieriger, vor einem sitzenden Publikum zu spielen. Aber ich denke, alles in allem ist die Qualität dieser Erfahrung etwas besser.

The-Pit.de: Gerade gestern ist deine neue DVD/Blu-ray herausgekommen, „Drive Home“.

Steven: Richtig. Ich betrachte sie eher als Single, aber Videomaterial ist ebenfalls darauf vorhanden.

The-Pit.de: Du hast ja auch vor nicht allzu langer Zeit erst „Get What You Deserve“ veröffentlicht, wo ein komplettes Konzert drauf war – in dieser Hinsicht sind daher diesmal nur Ausschnitte zu sehen.

Steven: Genau. Als Bonus sind ein paar Highlights von einem Konzert in Deutschland zu sehen, aber hauptsächlich ging es darum, eine Möglichkeit zu haben, die beiden Videos zu „The Raven That Refused To Sing“ und „Drive Home“ in sehr hochauflösender Qualität zu veröffentlichen.

The-Pit.de: Da wir im März schon ausführlich über dein aktuelles Album gesprochen haben, würde ich gerne auch ein bisschen über die Vergangenheit reden. Was ich schon länger fragen wollte: Es gibt vom Porcupine Tree-Song „Even Less“ eine lange Version, die u.a. auf der Special Edition von „Stupid Dream“ enthalten ist. Da heißt es am Ende „fuck you and your book, too“. Wer ist damit gemeint und welches Buch?

Steven: Das Buch ist die Bibel. Die Aussage richtet sich gegen religiöse Fanatiker, gegen Leute, die dir vorschreiben wollen, was du zu denken und wie du dein Leben zu leben hast. Daher „fuck you and your book, too“, denn ich glaube nicht daran. Ursprünglich ging es im Refrain von „Even Less“ auch um Gott. Ich habe die genauen Worte vergessen, aber gab es eine frühe Version, die deutlicher auf Religion bezogen war. Letztlich ging es doch ein klein wenig in eine andere Richtung, aber diese Textzeile ist so eine Art Überbleibsel davon.

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