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Steven Wilson im Interview (November 2011)

Ertrinken in Information

The-Pit.de: Du bist jemand, der unheimlich viel Musik hört und sich sehr gut in allen möglichen Bereichen auskennt. Ich erinnere mich noch an dieses lustige Prog-Quiz mit Mikael Åkerfeldt…

Steven: (grinst): Oh ja, ich hab ihm ordentlich in den Arsch getreten.

The-Pit.de: Haha, ja. Aber jedenfalls drängt sich da unweigerlich die Frage auf, ob du überhaupt noch irgendwelche anderen Hobbys neben der Musik hast.

Steven: Doch, die habe ich schon. Ich höre viel Musik, klar, aber ich habe auch sonst viel Spaß. Ich mag es zu feiern, ich liebe es, ins Kino zu gehen – ich bin nicht nur Musik-, sondern auch ein großer Filmfan, aber ich habe keine Familie. Ich habe keine Kinder und keine Ehefrau und wenn man die hat, hat man natürlich weniger Zeit. Das ist halt auch der Unterschied zwischen beispielsweise mir und Mikael – er hat eine Frau und zwei Kinder und dadurch weniger Zeit für anderes. Ich hingegen habe alle Zeit der Welt, zu sehen, zu hören, zu feiern – ich liebe mein Leben!

The-Pit.de: Du hast ja das neue Opeth-Album „Heritage“ gemixt. Was hältst du denn von der Scheibe? Sie ist schließlich doch ziemlich anders geworden als das, was sie vorher gemacht haben.

Steven: Ich denke, es ist eine wundervolle Platte geworden. Mikael ist ein wahrer Künstler, denn er hat keine Angst, die Erwartungen seiner Fans herauszufordern. Das ist es nämlich, was ein Künstler tut, ein Künstler will nicht gefällig sein – das machen nur Entertainer. Mikael und ich sind keine Entertainer, die gefallen wollen. Mikael ist kein 21-jähriger Junge mehr und hat sich als Künstler enorm weiterentwickelt. Er muss den Leuten nicht eine Neuauflage von meinetwegen „Your Arms, Your Hearse“ geben, das er vor 15 Jahren gemacht hat. Er weiß, er wird mit der neuen Platte einige seiner Fans verschrecken, aber er weiß auch als Künstler, dass es etwas ist, was er tun muss. Ich finde das Album wunderschön und natürlich spaltet es das Fanlager in zwei Hälften: Diejenigen, die bereit sind, diesen Weg mitzugehen, und diejenigen, die es nicht sind. – Aber das ist nun mal Teil des Pakts, den man mit dem Teufel eingeht (lacht).

The-Pit.de: Mir gefällt das Album ebenfalls sehr gut. Und die Sache ist ja auch die, wenn man nicht das tut, was die Leute erwarten, ist es viel aufregender, eine Platte zu entdecken.

Steven: Richtig. Das Schlechteste, was Mikael hätte tun können, wäre für mich gewesen, ein weiteres Death-Metal- oder Metalalbum zu machen, weil es solch ein Schritt zurück gewesen wäre. Ich denke, er kann immer noch irgendwann zurückgehen und ein weiteres Metalalbum machen, aber das hier war ein wichtiger Schritt in seiner künstlerischen Entwicklung.

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