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Steven Wilson im Interview (November 2011)

Ertrinken in Information

The-Pit.de: Und wo wir bei DVD und Bluray sind; ich habe gehört, dass auch mal eine DVD geplant war, auf der eine „The Incident“-Show drauf ist – das Album habt ihr auf der letzten Porcupine-Tree-Tour ja komplett gespielt, wie zuvor „Fear Of A Blank Planet“.

Steven: Ich würde nicht sagen, dass wir das geplant hatten, wir hatten lediglich gesagt, dass wir ein paar Shows filmen werden, was wir auch getan haben. Aber wir hatten keine Pläne, da in der nächsten Zeit etwas herauszubringen. Auf jeden Fall jedoch wollten wir die Tour dokumentieren, da es eine sehr einzigartige Tour war, mit einer DVD allerdings vielleicht noch warten, bis wir ein weiteres Album veröffentlicht und eine weitere Tour absolviert haben, und anschließend möglicherweise etwas zusammenschneiden von beiden Tourneen. Im Moment nur „The Incident“ auf DVD zu veröffentlichen, erscheint mir nicht interessant genug. Aber wenn es Teil von etwas anderem wäre, einer anderen Tour, einem anderen Album, einer anderen Herangehensweise und man das kombiniert - wie gesagt, wir haben die „Incident“-Tour gefilmt und es gibt da zum Beispiel wirklich gutes Material einer Show in Chicago.

The-Pit.de: Wieso gehst du eigentlich immer barfuß auf die Bühne?

Steven: Ich fühle mich einfach wohler. Das ist jetzt kein großes intellektuelles Statement oder so – ich fühle mich einfach wohler. Schon als Kind mochte ich es, barfuß herumzulaufen. Irgendwie finde ich es nicht so bequem, Schuhe zu tragen, schon gar nicht auf der Bühne – also tue ich es nicht.

The-Pit.de: Ich erinnere mich zum Beispiel beim Konzert in Bremen 2009, da fand ich, es sah schon lustig aus, wie der eine Typ da erst mal die Bühne mit einem Staubsauger abgesaugt hat.

Steven: Ja, das muss halt sein, weil das Problem, wenn man barfuß auf die Bühne geht – heutzutage nicht mehr so sehr, weil wir meist in echt netten Venues auftreten, aber vor allem in unseren frühen Tagen – ist, dass der Bühnenboden manchmal echt dreckig ist, es liegen Nägel herum, Leute haben dort hingespuckt usw. Ich weiß noch, vor ein paar Jahren sind wir hier in Deutschland beim Hurricane und beim Southside Festival aufgetreten und waren nach Isis dran, und der eine Typ von Isis hatte permanent auf die Bühne gespuckt und ich dachte nur: Scheiße, und ich muss jetzt gleich auf die Bühne! – Das habe ich natürlich dann auch getan, aber solche Dinge sind selbstverständlich nicht gerade angenehm.

The-Pit.de: Ihr habt oder du hast auch sehr restriktive Anweisungen, was das Fotografieren und Filmen angeht, denn man darf gar nichts, nicht einmal mit einem Handy fotografieren. In gewisser Weise finde ich das zwar verständlich, für manche mag das aber auch ein bisschen übertrieben wirken. Machst du das vor allem, weil du willst, dass sich die Leute auf das Konzert konzentrieren sollen, anstatt die ganze Zeit eine Kamera hochzuhalten?

Steven: Die Sache ist die; um ehrlich zu sein, ich finde es gar nicht sooo schlimm. Mein Manager hat mit dem Fotografieren ein größeres Problem als ich. Allerdings denke ich, es ist in dieser Zeit schon ein bisschen zu viel des Guten, was das angeht – besonders mit Handys. Und man kann wirklich in Situationen geraten, wo man die Bühne betritt und alles, was man sieht, ist das (hält die Hände hoch, als wolle er knipsen). Erstens: Sie verfolgen die Show nicht richtig. Zweitens: Sie nerven die Leute, die hinter ihnen stehen. Drittens: Es nervt auch mich auf der Bühne, denn ich will sehen, wie die Leute von der Musik gepackt werden. Und viertens: Du kannst heutzutage einen Tag nach jeder Show online gehen und wirst Fotos finden. Du musst nicht deine eigenen Fotos machen, denn sie werden doch sowieso scheiße. Wenn man Fotos vom Publikum aus aufnimmt, werden sie scheiße. Ich verstehe ja, dass die Leute so etwas wie ihren eigenen Moment einer Show festhalten wollen, aber ich denke, das sollte trotzdem auf einem Minimallevel gehalten sein, denn es kann doch für alle Beteiligten ziemlich nervig sein.

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