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Steel Engraved, Vicious Rumors im Interview (Februar 2012)

There's a storm coming...

Geoff Thorpe von Vicious Rumors hat die Platte produziert

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Im Zuge der Aufnahmen zum neuen Album von Steel Engraved wurde The-Pit.de für kurze Einblicke ins Studiogeschehen eingeladen. Die Aufnahmen laufen zu diesem Zeitpunkt auf Hochtouren und als man den Aufenthaltsraum des Studios betritt, trifft man die gesamte Band sehr relaxt an, außer Marco, der gerade noch kurzfristig am Songwriting bastelt. Hausherr Steve und Konsorten geben auch gleich eine kleine Führung durch die heiligen Aufnahmehallen. Im Großen und Ganzen ist die Stimmung sehr ausgeglichen. Das mag auch daran liegen, dass sie niemand Geringeren als Vicious Rumors-Gitarristen Geoff Thrope als Produzent für sich gewinnen konnten. Wie es den Parteien während des Recordings ergeht und wie es zu der Zusammenarbeit kam, wird genau auf den Zahn gefühlt. 

The-Pit.de: Vielen Dank für die Einladung zu euren Studioaufnahmen. Könnt ihr uns schon etwas über das neue Album sagen? 

Andy: Was ich bis jetzt über das Album sagen kann, ist, dass es auf jeden Fall viel abwechslungsreicher als das Letzte wird. Es werden sowohl harte als auch sehr melodiöse Songs, als auch langsame und schnelle darauf zu finden sein. Es kommt die komplette Bandbreite zum Einsatz. Wir haben zum ersten Mal für manche Teile der Songs ein Keyboard eingesetzt und das hat sich als sehr gut erwiesen. Die Band wird aber vorerst in der Normalbesetzung bestehen bleiben und die Keyboardparts nur teilweise eingebaut werden. 

The-Pit.de: Also live wird sich die Formation nicht verändern?

Andy: Nein, momentan nicht. Es hat sich zwar das Line-Up etwas verändert, da unser Bassist aus zeitlichen und persönlichen Gründen die Band verlassen hat, aber mit Leo haben wir einen sehr guten Ersatz für ihn gefunden. 

Marco: Er passt natürlich auch optisch sehr gut zu unserer Band. Das ist ja das Wichtigste (lacht). Nein, wir kennen Leo schon seit längerer Zeit und das Essentielle war für uns, dass ein Freund zu uns stößt. 

The-Pit.de: Ist es dann eventuell geplant oder spielt ihr mit dem Gedanken, fest einen Keyboarder einzustellen?

Andy: Wir können uns momentan noch nicht festlegen. Wenn, dann wollen wir den Keyboarder in der Band haben, mit dem wir gerade zusammenarbeiten und sonst keinen. Da sind wir uns alle einig. Allerdings ist das Hauptproblem bei ihm noch ein zeitliches. Aber nichtsdestotrotz haben wir schon ein paar neue Stücke mit Keyboard arrangiert. 

The-Pit.de: Also ist davon auszugehen, dass das weiter so geführt wird. 

Andy: Richtig! Aber wie der Kern jetzt bestehen bleibt, müssen wir selber erst sehen. Wobei nach derzeitigem Stand die Tendenz eher so ist, dass die Formation so bleibt, wie sie ist. 

The-Pit.de: Ihr arbeitet gerade am zweiten Album. Ihr habt euch dafür eine Größe als Produzent herausgepickt. Jetzt wollt ihr es wissen, oder?

Andy: Also das größte Problem, das wir bei uns in der Band haben, ist, wie wir mit „State Of Siege“ umgehen sollen. Wir haben deswegen auch ein Gespräch mit unserem jetzigen Producer geführt, wie denn das kommende Album nun zu betrachten ist. Letztendlich sind wir an dem Punkt angelangt, das neue Werk als unser erstes richtiges Album zu bezeichnen, wobei das andere auch nicht schlecht ist. Es ist allerdings unter ganz anderen Voraussetzungen aufgenommen worden. Mit Geoff als Produzenten haben wir jetzt einen gewissen Schritt gewagt, der natürlich mehr in die Profiliga geht. Mit „State Of Siege“ existieren Steel Engraved bereits schon seit zwei Jahren, aber es ist nun eine Stufe erreicht, die die Band in ein anderes Licht rückt. Auch wenn sich keine grundlegenden Sachen geändert haben, differieren die Songs schon ein wenig. Das Spektrum ist auf dem neuen Album etwas erweitert worden. 

The-Pit.de: Handelt es sich bei dem neuen Album um ein Konzeptalbum?

Andy: Nein, es ist kein Konzeptalbum. An den Lyrics hat eigentlich sogar die gesamte Band gearbeitet, auch wenn die Ideen dazu hauptsächlich von einer einzelnen Person kamen. Was die Texte angeht, muss man sagen, dass auch sehr viel hier im Studio entstanden ist. 

The-Pit.de: Also ihr arbeitet noch im Studio an den Songs. 

Andy: Den Feinschliff ja. Das Grobe stand aber schon fest. 

Chris: Man kann sagen, dass 80 % schon fertig waren. 

The-Pit.de: Habt ihr schon einen Titel für die Scheibe? 

Andy: Nein. Die Diskussion läuft rege - eigentlich seit Tagen! Wir wollen eigentlich nur noch die Ergebnisse von den Aufnahmen abwarten und sehen, wie die Songs wirken, wenn sie mit Texten unterlegt sind und dann dementsprechend eine Gewichtung vorliegt. Wenn das dann so weit ist, wird die Entscheidungsfindung wahrscheinlich von allein gehen. Aber den Punkt haben wir noch nicht erreicht. 

The-Pit.de: Wie findet ihr den Sound bis jetzt?

Andy: Sagen wir mal, wir sind bis jetzt sehr überwältigt. Man muss aber auch feststellen, dass Geoff und Steve, dem das Studio gehört, auch sehr gut miteinander harmonieren. Es funktioniert wirklich perfekt. 

Marco: Also ich muss sagen, wenn das Album nicht von mir wäre, würde ich es sogar selbst kaufen - und das wahrscheinlich in dreifacher Ausführung. 

The-Pit.de: Was auch noch für uns interessant ist. Wie läuft bei euch das Songwriting ab? Wir haben zwar schon erfahren, dass sogar hier vor Ort noch geschrieben wird, aber ganz mit leeren Händen werdet ihr mit Sicherheit nicht hergefahren sein. 

Andy: Nein natürlich nicht. Wie der Chris schon richtig gesagt hat, fährt man ins Studio mit ungefähr 80 %. So ist das zumindest bei uns. Was das Songwriting an sich angeht, gibt es bei uns eigentlich keine feste Regel. Meistens hat einer von uns eine Idee, die er dann weiter mit der Band verfolgt und ab einen gewissen Zeitpunkt arbeiten alle an diesem Gedanken und so entstehen bei uns hauptsächlich die Songs. In der Regel sind die Riffs bereits schon fertig oder von einem von uns zumindest vorbereitet. Dieser hat bereits eine gewisse Vorstellung von dem Song und wie der Ablauf ist. Man spielt immer ein cooles Riff im Proberaum und Marco hat gleich einen Song im Kopf. Daniel hat schon gleich eine Idee, wie die Drums klingen müssen. Das läuft immer spontan ab und klingt immer genial. Deshalb belassen wir es meistens auch so. Das ist ein großer Trumpf bei uns. Die spontane Idee funktioniert bei uns eigentlich am besten. Das muss man mal so feststellen. 

The-Pit.de: Wie kam die Zusammenarbeit mit Geoff zustande? 

Andy: Vor drei Jahren waren wir das erste Mal zusammen auf Tour. Da begann der Kontakt. 2010 sind wir erneut mit Vicious Rumors getourt. Da der Klang und die Produktion von deren damals aktuellen Album wirklich sagenhaft ist, kam uns die Idee, einfach mal anzufragen. Von Geoff aus war sofort Interesse da. Das war auf der letzten Tour, bereits zu einem Zeitpunkt, als schon eine sehr dicke Freundschaft zwischen den beiden Bands bestand. 

Marco: Also es ist kein unpersönliches Verhältnis. Es ist mehr Freundschaft als eine geschäftliche Bindung da. 

The-Pit.de: Demnach habt ihr euch jemanden ausgesucht, von dem ihr wisst, dass ihr mit ihm klar kommt. 

Andy: Richtig! Und es hat sich auch mehr als bewährt. Wir haben auch einen Haufen Spaß. Es ist einfach unglaublich. Es läuft hier alles sehr kreativ ab. Geoff ist dementsprechend auch ein Produzent, der auch die Ruhe wieder hereinbringt, wenn es mal heiß her geht und das kam die Tage schon öfters vor. Er ist sozusagen der Ruhepol, aber auch jemand, der einen richtig aufpushen kann, wenn er gerade seinen Part einzuspielen hat oder Marco einsingen muss. Geoff trimmt einen dazu, dass derjenige sein Bestes gibt, und er ist auch ein Mensch, der wirklich das Letzte aus einem herausholen kann. Das ist das Unglaubliche an der Zusammenarbeit. 

Marco: Er trimmt dich auf Sachen, bei denen du eigentlich selbst gar nicht weißt, dass du sie kannst. 

Andy: Richtig! Der Band war sich teilweise gar nicht bewusst, was sie überhaupt drauf hat. 

Geoff: Eigentlich habe ich nur meinen Flug verpasst und muss nun etwas Geld verdienen, um wieder nach Hause zu kommen. 

The-Pit.de: Geoff, du warst mit den Jungs von Steel Engraved auf Tour. Wie waren sie so privat?

Geoff: Das sind ziemlich ungehobelte Jungs. Es ist schon ziemlich hart, mit ihnen klarzukommen (lacht). Wir haben mit vielen Bands in Europa gespielt und auch eine Menge großartige Leute kennengelernt, aber nur bei einigen Bands - keine Ahnung warum, vielleicht weil die Chemie stimmt - kann man sagen, dass man mit ihnen verbunden ist und sie zu Freunden und Kollegen werden - Steel Engraved ist eine der Gruppen. Wir hatten mit allen von ihnen vom ersten Tag an eine großartige Zeit. Es sind aber nur gewisse Leute, zu denen man aufsieht und die im Endeffekt zu Brüder werden. Das ist der Weg, wie so etwas beginnt. Nach der ersten Tour haben wir eine andere zusammengestellt mit Steel Engraved und Circle II Circle. In dieser Zeit kam das neue Album ins Gespräch unter anderem die Produktion von diesem und andere Dinge, über die wir nur so geredet haben. Eigentlich fragten sie Brian zuerst. Brian war vollends begeistert, aber er meinte „Fragt doch Geoff, ob er das machen will“. Deshalb bin ich auch Brian dankbar, dass er mich damit ins Spiel brachte. Es war großartig. Das ist die Geschichte, wie das alles zustande kam.

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