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Split Heaven im Interview (Oktober 2017)

"Jason ist unser Bruce Dickinson"

The-Pit.de: Ich würde auch ganz gerne die neue Platte ansprechen. Welches lyrische Konzept steckt hinter „Awaken The Tyrant“?

Tomás: Das ist gar nicht so einfach. Wir haben da schon selbst reichlich im Tourbus drüber diskutiert. „Death Rider“ entstand aus der Idee zu zeigen, dass wir nicht tot sind, dass wir einen neuen Sänger haben. Ich hab vorher schon einmal zu jemanden gesagt, dass Jason unser Bruce Dickinson ist. Dafür bin ich auch von Jason ausgelacht worden. Es ist sehr schwer, einen ausgewogenen Sänger zu finden. Wir hatten ja auch in der Vergangenheit ganz tolle Sänger, aber, und das sag ich nur ungern, sie waren alle nicht professionell genug aufgestellt. Dann haben wir Jason gefunden, einen wirklichen Metalhead durch und durch, wir chatteten via Facebook, wir haben uns sofort gut verstanden. Wir haben verabredet, das einfach zu machen, wir sind ja auch keine zwanzig mehr, wir sind schon groß, wir wollten das einfach machen und „Death Rider“ ist sozusagen der Start für etwas Größeres. Das genau denke ich.

Jason: Der Song „Awaken The Tyrant“ selbst ist ein Song über Heuchelei und Demokratie. Es macht überhaupt keinen Unterschied, ob du Trump oder Clinton wählst oder wen auch immer, du bekommst am Ende immer nur Mittelmäßigkeit. Am Ende bleibt immer noch der gleiche Bullshit übrig: Reiche werden immer reicher, Arme werden immer ärmer. Leute leben auf der Straße wie Abschaum. Davon handelt der Song.

The-Pit.de: Und was wollt ihr mit „Descarga Letal“, ich hoffe, ich habe das auch richtig ausgesprochen, ausdrücken?

Jason: Das ist eine True-Metal-Hymne über Sich-selbst-sein, für und zu dem Rock'n'Roll zu stehen, mehr eigentlich nicht.

Tomás: Das ist ein Song über Rock'n'Roll, einfach nur ein tödliche Ladung Heavy Metal.

Jason: Das ist, was dabei herauskommt, wir mögen halt Dinge wie per Tour das Feuer entfachen, Musik fürs Leben und nicht als Modeerscheinung.

The-Pit.de: Wie sehen denn eure weiteren Pläne aus und was geht ihr als nächstes an?

Tomás: Wir haben schon jetzt eine weitere Einladung für 2018 auf einem Festival in Deutschland, wir planen auch eine erste Tour durch die USA, wir schreiben auch schon neue Songs, da wollen wir uns aber noch Zeit lassen. Wir wollen da nicht hetzen und uns unter Druck setzen lassen. Zuerst mussten wir aber die Tour noch ein wenig hinter uns lassen und uns wieder an ein „normales“ Leben gewöhnen, wieder unser Gleichgewicht finden. Wir müssen auch noch darüber sprechen, wenn wir wieder nach Deutschland kommen, dass wir wenigstens auf fünf Festivals aufspringen können oder ob wir lieber durch die Staaten touren. Ein Fünftel haben wir vielleicht bisher schon fest, mehr noch nicht.

Jason: Ich selbst werde mich an die Arbeit zum nächsten Skelator-Album machen, du siehst, wir werden schon noch genug zu tun haben.

The-Pit.de: Skelator bestehen ja auch bald schon 20 Jahre und haben mehrere Alben herausgebracht. Besteht da eine Chance, euch auch mal live hier in Europa zu sehen?

Jason: Möglicherweise, vielleicht nach dem nächsten Album. Ich habe da aber noch nichts geplant, wir brauchen ja auch dann erst noch Zeit, um das neue Split Heaven-Album aufzunehmen, die Artworks müssen gemacht werden usw. Da ist also auch noch richtig viel zu tun. Es ist ja nicht vergleichbar mit der Zeit, als wir jünger waren und das Album sofort haben mussten. Das können wir auch gar nicht so schnell umsetzen, wir bauen da eher auf Qualität denn Geschwindigkeit.

The-Pit.de: Du willst mir damit also sagen, dass wenn man zu schnell arbeitet, die Kreativität auf der Strecke bleibt...

Jason: ...ja, schon. Es braucht vielleicht nicht viel Zeit, gute Songs zu schreiben, aber der Aufnahmeprozess zieht sich halt hin. Entweder braucht man wenig Zeit bei den Aufnahmen, dann aber mehr dafür zum Mischen oder umgekehrt. Das ist halt eine eigenartige Balance.

The-Pit.de: Wollt ihr zum Schluss noch ein paar Worte an unsere LeserInnen richten?

Tomás: Zuerst einmal Danke an euch, denn The-Pit.de war immer dabei und hat uns immer unterstützt. Wir wollen uns aber auch bei allen bedanken, wir sind immer wieder herzlich empfangen worden und hatten immer eine gute Zeit in Europa. Wir wollen wiederkommen und ich bin mir sicher, dass euch auch unser nächstes Album sehr gut gefallen wir. Erwartet das beste Album, welches wir jemals gemacht haben werden.

Jason: Gib mir Metal oder lass mich sterben.

Wir wollen alle mehr von Split Heaven? Verständlich, doch darauf müssen wir in Europa dann doch eben noch warten. Ansonsten bleibt es ja jedem überlassen, einfach nach Mexiko zu düsen und dort die Band vor Ort zu supporten. Danke an Tomás und Jason, dass sie sich die Zeit genommen haben – Brothers of Metal trifft es da ganz gut.

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