Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Sonic Syndicate im Interview (September 2008)

Wer weiß, wie die Sonic-Fliegenrobot-Mutation heißt?
Zum Thema

Bald veröffentlichen die Gewinner des Nuclear Blast-Newcomer-Wettbewerbs 2006 ihr schon drittes Album - Zeit für eine Generaluntersuchung!

 

The-Pit.de: Hey Karin, willkommen zu diesem Interview - schön dass du dir die Zeit nimmst einige Fragen zu beantworten. Ich bin sicher dass viele eurer Fans euch bereits nach der Bedeutung von „Sonic Syndicate“ gefragt haben - ursprünglich war dieser Name doch Richards spontane Idee, ohne eine große Hintergrundstory. Als ihr dann damals entschieden habt, die Band „Sonic Syndicate“ zu taufen, hättet ihr da gedacht, dass dieser Name irgendwann einmal so viele Fans interessieren würde? 

 

Karin: Hey! Also ich denke dass ist etwas, was die Leute immer fragen, egal welche Band man nun nimmt. Die Leute sind nun mal neugierig woher der Name stammt, wie er gefunden wurde und warum. Mir persönlich geht es da nicht anders und als ehemalige Journalistin habe ich diese Frage natürlich auch einigen Bands gestellt. Aber ich hätte mir niemals selbst vorstellen können, dass es so interessant ist oder dass es so schwer ist, es zu erklären, haha..Sonic Syndicate bedeutet einfach sehr viel für uns, nicht nur die Worte selbst.

 

The-Pit.de: Im September werdet ihr euer drittes Album „Love And Other Disasters“ veröffentlichen – der Titel klingt ziemlich persönlich, werden es die Lyrics auch sein? 

 

Karin: Die Songtexte sind immer sehr persönlich, dass ist auch für mich ein sehr wichtiger Aspekt. Richard schreibt die ganzen Texte, sie sind alle über ihn, die Menschen um ihn herum und natürlich seine Gedanken über die Welt. Er will nicht unbedingt die Geschichten hinter den Texten veröffentlichen, er will viel mehr, dass die Fans sich selber damit identifizieren können. Aber wenn du ihn natürlich einigermaßen gut kennst, kannst du schon einige der Geschichten zuordnen.. Ein Beispiel für einen Songd er eher zum „Aufwachen“ gedacht ist, ist „Powershift“, der die Welt in ihrem Sterben behandelt. Denn die Welt stirbt tatsächlich und wir haben es dazu kommen lassen. Jeder beschwert sich über die Klima-Veränderungen – es ist endlich an der Zeit auch mal zu handeln.

 

The-Pit.de: Die Cover-Artworks von „Love And Other Disasters“ und „Only Inhuman” zeigen beide eine Mutation au seiner Fliege und einem Roboter – was hat es mit der Fliege auf sich? Gibt es eine bestimmte Bedeutung dieser Kreatur? 

 

Karin: Es war nicht von Anfang an geplant die Fliege weiter zu erhalten, aber wir haben sie dann auch für viele andere Sachen verwendet, etwa für Shirts und Bilder. Sie wurde eine Art Maskottchen von uns und daher entscheiden wir dann, sie in etwas zu entwickeln, dass mehr als eine Fliege darstellte, also wurde sie über „Inhuman“ noch zu etwas mehr. Ich schätze dass wir in der Zukunft dann sehen werden was aus ihr wird. Hmm..und wir könnten ihr eigentlich mal einen Namen geben..Irgendwelche Vorschläge?

 

The-Pit.de: Hehe, nee, so spontan eher nicht. Wie würdest du denn dass neue Album beschreiben? 

 

Karin: Eine natürliche Weiterentwicklung von „Only Inhuman“. Dieses Mal haben wir alle zusammen die Songs geschrieben, was zuvor so nicht passiert ist. Auf dem letzten Album hatte Roger all die Songs geschrieben, aber dieses Mal wollten wir alle in den Entstehungsprozess involviert sein. Also haben sechs verschiedene Leutchen ihre Ideen zusammengeschmissen und herausgekommen sind eben „Love And Other Disasters“. Dieses Album ist abwechslungsreicher als „Only Inhuman“ geworden denke ich, es sollte eigentlich auch für jeden etwas dabei sein. Wir haben auch auf beiden Seiten mehr Extreme, so haben wir zum Beispiel zwei softe Songs aber auch den härtesten Metal-Song, den wir je gemacht haben.

 

The-Pit.de: Was habt ihr vor, wenn das Album veröffentlicht ist? Habt ihr Pläne bezüglich einer Live-DVD oder etwas in der Art? 

 

Karin: Klar! Also es wird auch wieder eine DVD auf einer speziellen Edition des Albums geben, mit einem Studio-Report und noch einigem mehr, aber später werden wir dann auch eine richtige Live-DVD veröffentlichen. Wir haben eine Shows aufgenommen und ich denke dass die DVD irgendwann nächstes Jahr veröffentlicht werden wird. Bis dahin hoffe ich, dass ihr die DVD auf dem Album genießen werdet :)

 

The-Pit.de: Ende September startet eure Europa-Tour – es ist nicht eure erste Tour, aber bist du dennoch nervös? Was findest du am Touren besonders schön? 

 

Karin: Nervös bin ich nicht wirklich, zumindest nicht wegen der Tour an sich. Ich bin eher nervös wegen einigen speziellen Shows, wir spielen zum Beispiel zwei sehr große hier in Gothenburg. Ich bin immer sehr nervös wenn wir zu Hause spielen. Im Moment bin ich aber auch gespannt auf die Tour, ich liebe es im Tourbus zu leben, ein eigenes kleines Bettchen zu haben und jeden Morgen in einem anderen Land aufzuwachen. Es ist wie eine Sucht, wenn du einmal auf Tour gewesen bist, wirst du zu Hause beinahe verrückt.

 

The-Pit.de: Ihr seid noch alle sehr jung – könntet ihr euch vorstellen in Zukunft neben Sonic Syndicate noch in anderen Bands zu spielen? 

 

Karin: Zu diesem Zeitpunkt würde ich klar nein sagen. Sonic Syndicate ist es was ich grade mache und ich möchte all meine Zeit und Können darein investieren. Eine weitere Band würde nur alles verkomplizieren und ich finde wir sollten uns nun alle auf Sonic konzentrieren. Aber natürlich hat man auch immer kleine Nebenprojekte aus Spaß an der Freude, sofern man die Zeit übrig hat. Vielleicht wird in der Zukunft jemand von uns in anderen Bands spielen, dass kann man natürlich nie wissen, aber wir alle lieben es (live) Musik zu spielen und im Moment in Sonic Syndicate die Nummer Eins.

 

The-Pit.de: Wie hat sich der Style eurer Songs im Laufe der Jahre verändert? 

 

Karin: Ich finde, dass wir von Album zu Album einen großen Schritt nach vorne gemacht haben. „Eden Fire“ war wie eine Compilation älterer Songs, die zum Teil sogar geschrieben wurden, bevor ich in der Band war, daher fühle ich mich zu diesen auch nicht wirklich verbunden. „Only Inhuman“ ist für mich das erste „richtige“ Sonic Syndicate-Album, dass uns in einer akzeptablen Art und Weise repräsentiert. Der größte Unterschied zwischen „Only Inhuman“ und „Love And Other Disasters“ ist, dass, wie schon erwähnt, wir alle in den Entstehungsprozess eingebunden waren, viel gejammt haben und solange an den Songs gearbeitet haben, bis wir alle wirklich zufrieden waren.

 

The-Pit.de: Die meisten von euch hören auch Pop, Rock, Emo etc – wie kommt es, dass ihr entschieden habt Metal zu machen und nicht Rock oder ähnliches? 

 

Karin: Joah, wir hören irgendwie alles. Ich selbst höre schon seit ich 12 oder 13 Jahre alt bin Metal und unter meinen Lieblingsbands finden sich Marilyn Manson, Dimmu Borgir, Dark Funeral, Cradle Of Filth, Senteced und Nightwish – aber daneben höre ich auch Pink, Anouk, Sara Brightman, No Doubt und andere softe Musik. Ich finde dass es für einen Musiker sehr wichtig ist für alles offen zu sein, alle Musikarten zu akzeptieren und sich nicht in einer Kammer vor der Außenwelt zu verschließen. Die eigentliche Frage an sich kann ich aber leider nicht beantworten, denn ich bin ja erst später dazu gestoßen – da war Sonic Syndicate schon eine Metal-Band.

 

The-Pit.de: Karin, auf dem ersten Album „Eden Fire“ hast du auch ein wenig gesungen – aber jetzt ist Roland der einzige Sänger für die klaren Passagen. Vermisst du es zu singen? 

 

Karin: Oh ja, das tue ich wirklich. Singen machte mir schon immer einen Riesenspaß, ich hab zum Beispiel schon in der Schule das „Phantom der Oper“ aufgeführt oder mal Nightwish‘s Song „Dead Boys Poem“ gecovert, aber wir haben momentan keine Pläne meinen Gesang noch mal zu verwenden. Vielleicht werden wir in Zukunft mal den ein oder anderen Song aufnehmen, aber ich denke dass es definitiv nicht mehr werden wird. Roland macht einen großartigen Job und wenn wir nun meinen Gesang hinzufügen würden, würde es das ganze Konzept über den Haufen schmeißen. Es würde also ein komplett neuer Stil entstehen, aber das wollen wir zu diesem Zeitpunkt nicht..ich liebe es Bass zu spielen und bereue es nicht, keine Sängerin-Karriere gestartet zu haben.

 

The-Pit.de: Wie denkst du denn allgemein über Cover-Versionen? Gibt es einen speziellen Song den du gerne mit Sonic Syndicate covern würdest? 

 

Karin: Entweder hasst man oder liebt man Cover-Versionen. Man sollte bei einer Cover-Version mindestens dass Niveau des Originals erreichen, wir haben z.B. „All About Us“ von Tatu gecovert und ich bin mit dem Ergebnis echt zufrieden. Für „Love And Other Disasters“ haben wir auch einen anderen Song zum Covern in Erwägung gezogen, aber wir haben den Schwerpunkt zunächst auf unsere eigenen Werke gelegt. Letztendlich rannte uns dann die Zeit davon und daher wird es vermutlich – wenn überhaupt – erst auf dem nächsten Album eine Cover-Version geben. Jeder in der Band hat einen Song den er gerne covern würde, den wir vielleicht sogar schon mal live gecovert haben, aber solange wir nichts konkretes wissen werde ich nicht verraten um welche Stücke es sich handelt, muhaha..

 

The-Pit.de: Wie ist es eigentlich für dich die einzige Frau in der Band zu sein? 

 

Karin: Och, damit habe ich kein Problem. Ich denke nicht großartig darüber nach, außer wenn man mich eben danach fragt. Die Jungs sind wie eine Familie für mich und gleichzeitig meine besten Freunde. Ich kann mit ihnen über alles reden und sie passen auch gut auf mich auf. xD Wenn wir beispielweise irgendwo Party machen und mich ein Typ nicht in Ruhe lässt habe ich immer fünf Kerle die mir gerne helfen, hehe! Aber an sich ist es natürlich sehr schade, dass es so wenig Frauen gibt, die in Bands spielen.

 

The-Pit.de: Kannst du uns zum Abschluss noch das peinlichste Erlebnis der Band verraten? 

 

Karin: Hm..das ist echt ne schwierige Frage. Spontan fällt mir jetzt nur eine Geschichte ein die ich als etwas peinlich empfand..es ist schon eine gute Weile her als wir eine Show in Norwegen gespielt haben. Es war eine Art „City Festival“, alle möglichen Bands haben in den verschiedensten Clubs gespielt. Als wir dann endlich unsern Club gefunden hatten, der übrigens in einer Gegend war, die ich nachts lieber nicht allein betreten würde, war es zwar noch eine Stunde Zeit bis zu unserem Auftritt, aber dennoch war fast niemand da. Als wir dann auf der Bühne standen waren fünf Leute und jemand aus einer anderen Band da..das war zwar ok, aber wir hatten trotzdem nicht das Gefühl dass sie uns unbedingt sehen wollten. Soweit so gut, wir sind natürlich trotzdem aufgetreten und haben unsern Spaß gehabt, aber dann passierte es…der ganze Raum wurde plötzlich schwarz. Wir hatten immer noch Sound auf der Bühne, aber das ganze Gebäude war stockdunkel. Das war in dem Moment schon komisch und irgendwie peinlich, aber im Nachhinein haben wir dann doch nur noch darüber lachen können. :P

 

The-Pit.de: So..gibt es dann noch etwas dass du mal gefragt werden wolltest? 

 

Karin: Wow, eine gute Frage…aber leider muss ich sagen, dass ich keine verdammte Ahnung habe, haha..!

 

The-Pit.de: Okay, das war’s leider auch schon – die letzten Worte gehören dir: 

 

Karin: Ich möchte all unseren Fans da draußen danken, ihr seid ein großartiger Support und ich hoffe euch alle bald zu sehen! Ich liebe es zu touren, besonders in Deutschland, dort fühle ich mich wie in einem zweiten Zu-Hause! Vielen Dank, over and out!

 

Vielen Dank für das nette Interview!!

comments powered by Disqus

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging