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Sodom im Interview (September 2013)

Sodom klingen wie Sodom

The-Pit.de: Wir hatten das letzte Mal über Bonussongs gesprochen, gerade bei Vinyl, und du meintest, dass gerade die Japaner das haben wollen. Dieses Mal habt ihr gleich drei Bonussongs draufgepackt. Ein Dankeschön an die Fans?

Tom: Auf Vinyl ist im Prinzip nur ein Bonussong, die „Ace Of Spades“-Coverversion. Die CD gibt es ja in zwei Versionen, einmal Jewelcase, einmal Digipack. Auf der Digipack sind zwei normale mehr drauf. Halt ich gar nichts von. Die sind auch auf Vinyl drauf, damit wir vier Seiten voll kriegen. Ich halte da gar nichts von. Ich hätte die Jewelcase mit zwei Stücken weniger gar nicht veröffentlicht. Aber wie das immer so ist, das ist verkaufsstrategisch vielleicht ein bisschen besser, wovon ich natürlich keine Ahnung habe. Aber es gibt ja Bands, die machen abgespeckte Versionen mit und ohne Booklet, das ist alles Geldmacherei. Okay, man kann froh sein, wenn man heute überhaupt noch Platten verkauft, aber trotzdem: Ich halte da nichts von. Ich hätte wirklich alle zwölf auf jedem Tonträger veröffentlicht.

The-Pit.de: Zu „Stigmatized“ habt ihr einen Videoclip gedreht, unter Polizeischutz sozusagen. Was ist passiert?

Tom: Was heißt Polizeischutz? Die wollten uns da wegjagen. Wir haben die eine Szene mitten auf der Straße gedreht. Ich zu unserem Produzenten: Hätten wir doch ein bisschen außerhalb drehen können, kannst ja irgendeine Gasse nehmen, nicht mitten auf der Straße. Wir ziehen uns dann über das Kopfsteinpflaster, ist doch klar, dass die Leute die Polizei rufen. Aber das sind alles so Sachen, die sind handgemacht, die sind so ehrlich. Ich liebe so etwas halt. Klar, die Story muss man verstehen, aber im Clip ist alles handgearbeitet. Wir sind selber an die Kreuze gehangen worden, das ist alles echt. So echt wie die Band selber, so echt ist auch der Videoclip. Wir machen nichts mit Videoleinwand oder Computeranimationen. Blödsinn. Entweder machen wir einen richtigen Clip oder gar nicht, einen kleinen Minispielfilm.

The-Pit.de: Kopfhörer von Motörhead, alle möglichen Bands bringen ihr Bier heraus – wie beurteilst du die Marketing-Merchentwicklung?

Tom: Furchtbar, ehrlich. Obwohl die Motörhead-Kopfhörer gar nicht schlecht sind. Ich halte da gar nichts von. Wir hatten mal Onkel Tom-Bier, das hat ja Sinn gemacht. Das haben wir aber auch zum Selbstkostenpreis verschenkt. Aber ich sehe bei vielen Bands, die dann Wein rausbringen oder Computerspiele…ich halte da überhaupt nichts von. Das geht zu weit, das hat mit Musik nichts mehr zu tun.

The-Pit.de: Ihr musstet die Show in Indien canceln. Was ist passiert?

Tom: Die haben uns die Kohle nicht geschickt, ganz einfach. Die Nacht vorher saß ich noch am Rechner. Der Typ meinte, er hätte überwiesen, ich meinte zu ihm: Wenn du Geld überweist, bekommst du einen Beleg. Das ist in jeder Bank so, auf der ganzen Welt. Schick mir den Beleg, meinte ich. Da hat er dann irgendeinen Wisch von Hand ausgefüllt. Da hab ich dann mit meinem Booker zusammengehockt und wir waren der Meinung, der zahlt nicht. Wenn wir dahin fliegen, dann spielen wir auch, dass weiß der auch. Da bleib ich nicht im Hotel sitzen. Also sind wir mit dem Arsch zuhause geblieben. Wir wollen immer spielen. Wenn uns einer verarscht, dann haben die Fans Pech gehabt. Das tut mir leid. Da sind welche aus Sri Lanka geflogen, welche aus Japan, extra wegen uns. Mag ja sein, das tut mir sehr leid.

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