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Silent Overdrive im Interview (Juli 2006)

Eine Gefahr für den Straßenverkehr?!
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Mit ihrem neusten Album „Disease“ hauen uns die Jungs von Silent Overdrive wirklich ein gewaltiges Thrash-Brett um die Ohren, dass einfach Spaß macht. Grund genug also, um Gitarrist Chris ein paar Worte über das Album und die Band zu entlocken. Vorhang auf für Silent Overdrive!

 

The-Pit.de: Hey; alles klar bei euch? 

 

Chris: Hi Niclas, ja klar bei uns ist alles in bester Ordnung, wir sind grade dabei, die Werbetrommel für unsere neue CD „Disease“ zu rühren und beantworten unter anderem auch deine Fragen ;)

 

The-Pit.de: Ihr steht mit Silent Overdrive ja noch am Anfang eurer Karriere und viele stoßen erst jetzt auf eure Band. Wie kam es eigentlich zur Gründung dieser?

 

 

 

Chris: Die ganzen Mitglieder von Silent Overdrive haben vorher in anderen Bands gespielt, bevor man sich in der Zusammensetzung gefunden hat. Wie das Schicksal wollte, haben sich alle Bands aufgelöst und wir 5 haben uns zusammengefunden um der Menschheit ein gehöriges Stück Thrash um die Ohren zu hauen! Uns gibt es jetzt seit 2002 und 2004 haben wir über MDD die EP „Babylon Nation“ veröffentlicht, mit der wir ziemlich gut im Underground Fuß gefasst haben. Durch die EP haben sich uns ziemlich viele Türchen geöffnet, unter anderem konnten wir mit Illdisposed ne Tour spielen oder haben die Bühne mit Bands wie Dew-Scented. Entombed, Samael, Cataract oder Tankard geteilt. Jetzt gilt es noch einen drauf zu setzen!!!

 

 

 

The-Pit.de: Seit dem 19. Mai steht euer Debütalbum “Disease” in den Läden, wie waren denn die Resonanzen der Presse und der Fans bisher? 

 

Chris: Die Resonanzen sind bis jetzt sehr gut, klar gibt’s auch mal Reviews, die weniger gut ausfallen, aber zu 80% fallen die Kritiken sehr gut für uns aus. Den "Fans" gefällt das neue Album sehr gut, da wir uns seit „Babylon Nation“ sehr weiterentwickelt haben.

 

The-Pit.de: Fühlt ihr euch von der Presse komplett verstanden oder gibt es auch Dinge, die euch sehr stören, aber die ihr regelmäßig zu lesen bekommt? 

 

 

Chris: Ich kann Leute von Fanzines nicht leiden, die nicht objektiv die Platte beurteilen. Ich habe schon so oft gedacht, wie manche Leute Reviews schreiben können, die eigentlich von Musik keine Ahnung haben. Es wird heutzutage soviel Schrott veröffentlicht, früher war es einfach etwas besonderes einen Plattenvertrag zu haben und ne Cd herauszubringen. Heute macht jeder Depp ne CD und denkt, er wäre der Größte, nur weil er 100 CDs an Kumpels und Bekannte verkauft. Die Kritiker, die CDs besprechen, sollten wirklich den Ausschuss erst gar nicht bewerten, dass mag jetzt unfair klingen, aber so geht der Markt den Bach runter! Ich habe schon so viele Demos gehört, die im Proberaum aufgenommen wurden und echt einen miesen Sound haben, dann noch die Cd mit nem kopierten Booklet als gebrannte Cd für 10 Euro verkaufen wollen. Wenn ich sowas sehe, dann könnt ich kotzen! Was mich immer wundert ist bei den Schreibern, dass sehr oft in den Berichten steht, dass wir sehr sympathisch wären, so etwas stört mich langsam, denn so sympathisch sind wir gar nicht ;) (Spaß)

 

 

The-Pit.de: Was bedeutet euch das Album “Disease” und was möchtet ihr damit erreichen? 

 

 

Chris: Mit „Babylon Nation“ wollten wir einfach mal auf uns aufmerksam machen und jetzt mit „Disease“ einen gewaltigen Schritt nach vorne kommen, mit Blakk Attakk/MDD und Soulfood als Vertrieb haben wir sehr gute Partner für uns

gewinnen können, die sehr gute Arbeit bis jetzt für uns geleistet haben. Wir hoffen natürlich viele Hörer und Fans zu gewinnen, die die Musik von Silent Overdrive mögen und die mit uns live ein wenig feiern. Ich spreche im Namen der gesamten Band wenn ich behaupte, dass wir sehr viel Energie und Herzblut in die Musik stecken und es uns wahnsinnig freut, wenn Leute zu Dir sagen, dass sie beim Auto fahren immer unsere Cd anhören und am liebsten dabei ohne zu schaun über alle rote Ampeln und Zebrastreifen fahren wollen!! ;)

 

 

The-Pit.de: Habt ihr spezielle Songs, die ihr als Favoriten betrachtet oder den Fans als Anspieltipps empfehlen wollt? 

 

 

Chris: Mir persönlich gefallen „Lost Your Belief“ und „Disease“ am besten, aber ich merke immer wieder, dass man das nicht pauschal sagen kann, dass jetzt 2 oder 3 bestimmte Songs die besten auf der Platte sind, denn wenn ich Reviews lese, stehen doch immer andere Songs als Faves von den Schreibern drin, das heißt doch, dass jeder Song geil ist, oder? :)

 

 

The-Pit.de: Was hat es eigentlich mit dem doch recht merkwürdig wirkenden Cover des Albums auf sich (Anm.: das soll jetzt aber nicht heißen, dass ich es hässlich finden würde)? Gibt es dahinter eine tiefere Bedeutung?  

 

Chris: Das Cover hat unser Basser Yogi gestaltet, wir überlegen ehrlich gesagt nicht wirklich nach einer tieferen Bedeutung für das CD Cover, wir müssen es sehen und es muss uns einfach gefallen. Wichtig sind doch die Songs und nicht das Cover!

 

The-Pit.de: Was sind denn die Themen, die ihr in euren Songtexten verarbeitet und welchen Stellenwert haben die Lyrics für euch? 

 

Chris: Unserm Sänger Maik sind die Texte sehr wichtig. Bei „Disease“ dem Titelstück handelt der Text von der Krankheit Mensch. Wenn man sich mal umschaut, kommt es einem doch so vor, als wäre die Menschheit das Krebsgeschwür der Erde. Eine Message im Sinne, dass wir den Zeigefinger heben und anderen etwas vorschreiben wollen, haben wir nicht. Dennoch schreiben wir keine Fantasy Texte. Die Texte befassen sich mit Persönlichem und meist mit Sozialkritischem. „Disease“ ist wie gesagt ein Text darüber, dass wir das Krebsgeschwür der Erde sind, dass wir eine Krankheit sind. In „Lost your Belief“ geht es darum, dass man seinen Glauben an das Leben selbst verloren hat und eigentlich nur noch vor sich hin vegetiert! Man lebt nicht mehr, sondern schaut nur noch stumpf in die Glotze. Bei „The Story Ends“ behandeln wir das Thema Selbstschutz. Jeder baut eine Mauer auf um sich zu schützen. Aber leider grenzen wir uns dadurch von anderen ab und am Ende stehen wir alle alleine da. In „In Hell“ rechnen wir mit einigen Leuten ab und bei „Break Up“ z.B. klagen wir an, dass die großen Politiker immer etwas sagen und dann etwas anderes tun und das damit Schluss sein muss. Wie man sieht, haben wir recht unterschiedliche Messages.

 

The-Pit.de: Ihr seid ja dieses Jahr noch auf manchen Festivals zu sehen (z.B. dem Up From The Ground oder dem Zabbaduscherder). Was haben denn die Fans zu erwarten? 

 

 

Chris: Die Leute die uns auf der Bühne sehen, werden einfach merken, dass da oben 5 lockere Jungs stehen, die Spass an der Sache haben und den Zuschauern eine gute Ladung Thrash um die Ohren blasen wollen!!

 

 

The-Pit.de: Werdet ihr in nächster Zeit auf eine richtige Tour gehen oder bleibt es erst mal bei einzelnen Shows? 

 

Chris: Jetzt kommen erst mal die Festivals und dann werden wir wieder Clubgigs spielen! Eine Tour ist im Gespräch, nur kann ich dazu noch nichts sagen, da es noch nicht 100% geklärt ist..Aber keine Sorge Ihr entkommt uns nicht!! ;)

 

The-Pit.de: Wie wichtig sind euch Benefizshows wie beim “Dreschen Für Essen” oder dem “Rock For Help”? 

 

Chris: Wenn das Geld für ne gute Sache ist sind wir gern dabei und spielen ohne Gage! Ist ja kein Thema und es gibt sooo viele Einrichtungen, die Geld bitter nötig haben und wenn es "nur" 500 Euro von einem kleinen Benefiz sind...Sollten sich manche eine Scheibe von abschneiden.

 

The-Pit.de: Ich habe so das Gefühl, dass sich zurzeit doch wieder mehr im deutschen Metal-Underground tut. Wie bewertet ihr denn die momentane Situation dort und wie verbunden fühlt ihr euch mit der Underground-Szene? 

 

 

Chris: Naja, ich stehe dem ganzen eher kritisch gegenüber, da ich der Meinung bin, dass es zu viele Bands mittlerweile gibt und darunter halt wirklich sehr viel Ausschuss ist.

Klar gibt es auch sehr sehr viele talentierte Bands, nur kommen jeden Monat so viele Cds auf den Markt, dass eine Hammer Cd da sehr schnell untergeht und keine Beachtung findet. Wir haben schon des öfteren bei uns als Support Bands gehabt, die gerade mal im Schnitt 17 waren, Junge, Junge, die habens aber ganz schön drauf gehabt und ich denke dann immer, wenn die weitermachen, kann des was ganz Großes geben...Zum Undergound fühlen wir uns sehr verbunden, schließlich gehöre ich noch zu dem alten Eisen, die früher immer Briefe an andere Bands geschickt haben. Da gabs noch keine Emails und alles war irgendwie noch persönlicher. Aber wir haben im Undergound viele coole Leute kennen gelernt, mit denen wir schon manche Party veranstaltet, gestürmt oder zu Nichte gemacht haben ;)

 

 

The-Pit.de: Habt ihr schon Pläne, was die nahe Zukunft von Silent Overdrive angeht? 

 

Chris: Ja wir wollen 2007 wieder ins Studio und den Nachfolger zu "Disease" einspielen, nur ob des Sommer oder Herbst wird, wissen wir noch nicht genau. Ansonsten viel Live spielen und Spass haben!

 

The-Pit.de: Möchtet ihr ein paar letzte Worte an unsere Leser/-innen richten? 

 

Chris: Vielen Dank für das nette Interview, checkt einfach alle mal unsere Homepage www.silentoverdrive.de und riskiert ein Ohr in unsere CD "Disease" und schreibt was Nettes in unser Gästebuch. Viel Erfolg noch weiterhin für THE PIT -- Möge die Macht mit Euch sein...Immer!! --

 

Das nehmen wir gerne auf und möchten uns bei Chris und Silent Overdrive für das interessante Interview bedanken. Wir wünschen ihnen viel Erfolg mit "Disease" und auch bei den kommenden Live-Shows.

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