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Satyricon im Interview (Dezember 2008)

"Wir gehen niemals Kompromisse ein"
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The-Pit.de: Auch kein schlechter Vergleich... Was würdest du eigentlich den Leuten in der häufig sehr konservativen, engstirnigen Black-Metal-Szene sagen, die behaupten, Satyricon betreiben Ausverkauf? Meinst du, dass da nur Neid hintersteckt?

Frost: Weiß ich auch nicht so richtig. Ich glaube, das ist eine Art Mechanismus, der zwischen den Leuten funktioniert. Es hat was damit zu tun, wie die Fans sind und damit, dass sie etwas besitzen wollen. Sie wollen ein Teil der Bands sein, die sie mögen und dies vielleicht nicht mit anderen teilen; sie wollen lieber etwas haben, dass nur ihnen gehört, mit dem sie sich identifizieren können. Und deshalb fühlen sie sich bei Veränderungen verraten. Aber auf solche Gedankengänge können wir keine Rücksicht nehmen – wir widmen dieser Band unsere Leben und wir müssen tun, was wir können, um davon leben zu können. Und wenn wir das nicht können, bedeutet das, dass wir nicht alle Zeit und Energie in die Band stecken können und Tagesjobs haben müssten, also die üblichen acht bis zehn Stunden fünfmal in der Woche, was ermüdend sein könnte und hieße, dass wir nicht so touren könnten, wie wir wollen. Ich denke, das würde eine ganze Menge vom Spirit und der Freude, wenn man sein Herz und seine Seele an etwas hängt, wegnehmen.Und wir gehen niemals Kompromisse ein, wenn wir unsere Musik machen. Wir denken nicht an Verkäufe, Verkaufsstrategien oder ähnliches. Die Band wäre zum Tode verurteilt, wenn wir an so etwas denken würden, wenn wir Musik machen. Aber wenn wir ein Album fertig haben, tun wir natürlich, was wir können, um es zu promoten, damit die Band größer wird.Ich denke auch, dass es Satyricon nicht nur verdient, eine einflussreiche Band zu sein, sondern dass es auch für die Szene sehr gesund ist, wenn eine Band wie Satyricon eine Menge Aufmerksamkeit bekommt, was der Band die Möglichkeit gibt, die Szene zu formen und ihre Zukunft zu sichern. Schließlich nehmen wir das verdammt ernst. Die Größe einer Band ist ganz klar mit ihrem Einfluss verbunden und der Plan ist, die Band wachsen zu lassen. Aber wir würden niemals – und es ist mir sehr wichtig, das noch einmal zu betonen – irgendwelche musikalischen oder spirituellen Opfer bringen, nur um größer zu werden. Überhaupt alles, was mit dem künstlerischen Aspekt zu tun hat: Sei es die Musik, das Cover oder das Artwork, alles muss stimmig sein, sonst funktioniert es nicht für uns.

The-Pit.de: Da du gerade vom Artwork sprichst: Ihr habt ja ein Fotoshooting mit Wölfen und Luchsen gemacht. Wie war denn das? War das nicht beängstigend, diese wilden Tiere um sich zu haben?

Frost: Nein, eigentlich nicht. Wir wollten einfach nur ein paar Elemente der norwegischen Natur mit einfließen lassen, weil wir dachten, dass das sehr gut zu dem Album passt. Die Natur war ohnehin schon immer ein wichtiger Einfluss für uns. Außerdem wollten wir eine bestimmte Verbindung zwischen den Fotos und der Musik schaffen.

(An dieser Stelle macht mir der Tourmanager ein Zeichen, dass ich das Interview beenden muss. Gern hätte ich noch ein paar Fragen mehr gestellt, aber da noch andere warten und man dem Zeitplan sowieso schon mächtig hinterher hinkt, muss leider Schluss sein.)

The-Pit.de: Frost, vielen Dank, dass du dir die Zeit für dieses Interview genommen hast. Wir sehen uns dann bei der Show, für die ich dir viel Erfolg wünsche.

Frost: Danke und ich seh dich dann im Publikum.

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