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Running Wild im Interview (November 2013)

… und mittlerweile bin ich davon fest überzeugt, dass…

Rock'n'Rolf gibt sich auch mal als innovativer Querdenker

Zum Thema

The-Pit.de: Du versuchst ja teilweise auch, sehr kontroverse Themen anzugehen. „Crystal Gold“ handelt über die Privatisierung von Wasser. Was hältst du da im Zusammenhang mit Diskussionen über Fracking usw.?

Rock’n’Rolf: Wenn der Mensch nicht die Waagschale halten kann zwischen Gier und Vernunft, dann wird er mit dieser Gier untergehen. Das ist einfach ein Naturgesetz. Im Moment ist es alles ein bisschen wackelig, gerade diese Fracking-Geschichte, wo man noch gar nicht weiß, was das in letzter Instanz für Nachwirkungen auf lange Sicht hat. Ich halte das für eine sehr gefährliche Sache.

The-Pit.de: Bist du anfällig für Verschwörungstheorien?

Rock’n’Rolf: Ich bin nicht für Verschwörungstheorien anfällig, ich kümmere mich eigentlich um diese Sachen, seit ich elf Jahre alt bin. Ich studiere diese Sachen, ich habe mich da sehr reingefuchst. Ich habe daher schon ein konkretes Bild über die ganze Sache und ich weiß auch, was hier läuft. Insofern stehe ich natürlich solchen Sachen wie der Privatisierung von Trinkwasser sehr kritisch gegenüber. Es geht ja in erster Linie nicht darum, Geld zu machen, sondern es geht darum, Kontrolle auszuüben und über Menschen Macht zu haben. Wer kann ohne Trinkwasser leben? Niemand. Insofern hat man da natürlich ein gutes Druckmittel, man kann jeden zu allem zwingen, was man will. Das ist eine Sache, die man schon seit längerer Zeit betreibt, ich meine da auch gar nicht die Politiker, sondern Leute, die versuchen, sich die Ressourcen anzueignen, sei es das Erdöl, seien es Gold und Silber, seien es eben in diesem Falle Trinkwasser oder auch Lebensmittel oder den Handel mit Lebensmitteln oder die Verarbeitung von Lebensmitteln. Deswegen ist das für mich ein brisantes Thema. Ich habe an dem Song „Crystal Gold“ geschrieben, da hatte er aber noch keinen Titel, da hab ich in den Nachrichten gehört, dass die jetzt den Vorstoß zur Privatisierung machen. Deswegen dachte ich, dazu muss ich mich mal äußern und habe deswegen den Song „Crystal Gold“ genannt, auch natürlich mit Bezug darauf, wenn man auf die „Rogues En Vogue“ kuckt, da hieß es „Black Gold“, was aber letztendlich das gleiche Thema beschreibt, nur geht es da um Öl. Das hat aber irgendwo den gleichen Hintergrund.

The-Pit.de: Du bist ja nicht per Mail, sondern noch immer per Fax zu erreichen. Fühlst du dich zu NSA-Zeiten darin bestätigt?

Rock’n’Rolf: Ja, schlicht und ergreifend ja. Weil ich ja wusste, wie das alles abläuft und was man damit vorhat und wozu das dient. Diese Leute, die einen Menschen kontrollieren wollen, die werden nicht so dumm sein, jemanden eine Technik zu geben, die sie nicht vollständig kontrollieren können. Es gab immer so etwas wie: Ah, das können die nicht abhören, dieses uns jenes können die auch nicht. Ich hab immer gesagt: Nee nee, wartet mal ab. In diesem Sinne ist das schon eine Bestätigung, wobei das ja auch eine rein private Entscheidung ist. Für Running Wild wird das Internet ja genutzt, von Leuten, die für mich oder mit mir arbeiten. Das ist ja ganz klar eine andere Geschichte. Ich habe natürlich auch einen Rechner in meinem Studio, ist doch logisch, aber privat habe ich kein Internet und keinen Rechner.

The-Pit.de: Du hast am Anfang meiner Frage schon so seltsam gelacht. Ist das ein Thema, was dich auch ein wenig ausfüllt, oder wirst du da schon eher müde belächelt?

Rock’n’Rolf: Ja, es ist ja schon so, dass ich weiß, was man damit vorhat und was die nächsten Schritte sind, wo das hinlaufen soll. Insofern ist das für mich nur die Bestätigung, dass dort ein Schritt nach dem anderen auch in diese Richtung passiert. Ist nur ärgerlich, dass so viele Leute das nicht merken. Damit umzugehen und zu sagen, das ist mein Arbeitszeug, das ist ja ganz etwas anderes. Es gibt aber auch die Leute, die sich in diesen neuen Technologien völlig verlieren. Dieser Suchtfaktor ist ja noch ein zusätzliches Problem, wenn man Richtung Facebook und Twitter schaut. Das ist natürlich auch schon ein soziologisches Problem.

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