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Running Wild im Interview (November 2013)

… und mittlerweile bin ich davon fest überzeugt, dass…

Wird weiterhin Stein des Anstoßes bleiben: "Resilient"

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The-Pit.de: Bei der „Shadowmaker“ wurdest du dafür kritisiert, dass du dir häufig nicht genug Zeit für die Songs gelassen hast, manchmal nur zehn Minuten. Dieses Mal war zu vernehmen, dass du schon mehr Zeit investiert hast, dass du viel besser vorbereitet ins Studio gegangen bist. Was genau hat sich da bei dir geändert?

Rock’n’Rolf: Ja und nein. Es ist so, dass einige Songs von der Platte wirklich in kurzer Zeit entstanden sind, zumindest als Grundidee. Ich kann mich noch daran entsinnen, dass ich angefangen habe zu schreiben, ich war beim dritten Titel, da hatte ich die Idee für „Soldiers Of Fortune“, obwohl ich an einem ganz anderen Song gearbeitet hatte. Ich hab dann vielleicht fünf bis zehn Minuten für die Nummer gebraucht, für die Grundidee natürlich. Ich hatte natürlich noch nicht den ganzen Song fertig, aber erst einmal auf Band aufgenommen und weggepackt, weil ich ja mit dem Kopf eigentlich bei einem ganz anderen Song war. Danach habe ich dann angefangen, diesen Song auszuarbeiten, und innerhalb von zwei, drei Tagen kam dann ein richtiger Flash an Ideen heraus, „The Drift“ kam dann sofort danach. „Bloody Island“ war dann der nächste und dann „Run Riot“, vier Titel, die einfach so herauskamen. Das hat dann selbstverständlich auch noch zwei Wochen gedauert, alle Ideenmuster auszuarbeiten und damit umzugehen. Die Grundideen waren nur genauso schnell da wie schon bei „Shadowmaker“. Da war in dem Sinne gar kein Unterschied. Ich bin aber nicht der Typ, der sich zurücklehnen und sagen kann: So, jetzt schreibe ich einen Song, der klingt wie Running Wild. Das funktioniert nicht. Ein Song muss jetzt klingen wie auf der „Pile Of Skulls“, das funktioniert nur nicht. Wenn die Idee kommt, dann super, aber wenn man das versucht zu forcieren, dann kommt nichts Gutes dabei heraus. Das kann nichts Gutes werden. Das sind dann auch die Dinge, die man beim Songschreiben auch nicht erklären kann: Warum ist das so, warum passiert das so, warum hast du jetzt diese Ideen alle. Woher man die auch nimmt, woher die einem überfallen, da hab ich keine Ahnung, in dem Falle war es aber so, dass ich so viele Ideen hatte, dass ich gar nicht so viel aufnehmen konnte. Ich hab dann natürlich eine ganze Zeit gebraucht, bis alles als Demos abgearbeitet war, insofern hat das natürlich schon seine Zeit gedauert, bis das alles fertig war. Die Grundideen waren aber alle schon schnell da.

The-Pit.de: Es ist doch so, dass man den Song zwar aufnimmt, in den nächsten Tagen sich dann aber nicht wirklich damit beschäftigt, allerdings mit der Idee die ganze Zeit schwanger läuft und zu den unmöglichsten Zeiten und an den verschiedensten Orten dran denkt…

Rock’n’Rolf: …das ist auf jeden Fall so. Das waren die Basisideen. Der einzige Song, wo es ein bisschen anderes war, das war „Bloody Island“. Jeder würde jetzt denken, dass ich lange dran gearbeitet habe. Das war aber gar nicht so. Ich hatte ursprünglich eine andere musikalische Idee dafür. Die Idee, den Song so zu machen hatte ich schon, aber die habe ich zugunsten der anderen Idee zurückgelegt. Das war dann so, dass ich die ganzen Teile aufgenommen habe, das war dann eine Sache von zwei, drei Stunden, und als ich zu dem Song zurückgekehrt bin, um dran zu arbeiten, da merkte ich, dass das das Arrangement des Songs war. Ich hatte dann versucht, da noch etwas zu verändern, habe aber gemerkt, dass es nicht funktioniert. Letztendlich habe ich den Song nur so ausgearbeitet, wie er da war, und das ist der Song, wie er heute ist.

The-Pit.de: Du hast ja jetzt schon einige Titel genannt. „Soldiers Of Fortune“ hat für mich schon ganz viel Running-Wild-Odem, den die Fans eben auch so besonders lieben. Würde für dich dieser Track auch ein Art Identifikationshymne darstellen?

Rock’n’Rolf: Ja natürlich, auf jeden Fall. Das ist schon so, dass mir aufgefallen ist, dass er eher wie ältere Sachen klingt, aber wie ich schon sagte, ich kann mich nicht hinsetzen und sagen: Was schreib ich jetzt. Das muss kommen, das muss einfach von sich aus kommen. Insofern war mir das auch schon sehr schnell klar, ich wusste, dass es ein Klassiker wird, ohne das ich das erklären kann, das ist so ein Gefühl. Dieses Gefühl hatte ich damals bei „Under Jolly Roger“, das Gefühl hatte bei „Riding The Storm“ oder bei „Conquistadores“, das ist ein Gefühl, das man nicht erklären kann. Irgendwie hatte ich von Anfang an das Gefühl, und das scheint sich jetzt zu bewahrheiten. Das ist ja auch der erste Song, von dem ich immer höre „Bloody Island“.

The-Pit.de: Gut, da bist du jetzt wenig auf die Frage eingegangen, denn ich hatte „Soldiers Of Fortune“ ins Spiel gebracht. Mit „Bloody Island“ gehst du wieder ein bisschen zum Piraten-Image. Stellt das eine Art Schulterschluss mit der eigenen Vergangenheit dar?

Rock’n’Rolf: Mmmh, ja sicher. Ich habe ja immer schon Songs mit diesem Thema gemacht, auch auf der „Shadowmaker“ mit „Riding On The Tide“ und so was. Es ist aber schon so, dass für mich klar war, als ich die Idee hatte, dass es ein Song sein muss, der von diesem Thema handelt, wobei der Song textlich auf zwei Ebenen abläuft. Da gibt es den Piratensong, und wenn man unter die Oberfläche schaut, dann sieht man, dass es eigentlich ein Song über die Gier ist. Was macht Gier aus Menschen, wozu treibt es Menschen, das ist so die Frage, die der Song aufstellt. Das ist ja auch sehr aktuell, Krise usw. Oberflächlich ist es aber klar eine Piratengeschichte.

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