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Running Wild im Interview (April 2012)

Im Schatten des Schöpfers – von Überzeugung bis Schönreden

...und Running Wild 2012

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The-Pit.de: Meinst du nicht, dass genau das die Kritiker befeuert, die sagen, dass Running Wild keine richtige Band sind, weswegen sie auch keine Tour machen?

Rock’n’Rolf: Das ist völlig egal, weil wenn ich eine Tour machen wollen würde, dann würde ich ganz schnell Musiker finden, die mit mir spielen wollen. Das ist kein Argument. Running Wild ist ein Soloprojekt, das ist schon seit 20 Jahren so, das hatte ich nie so geplant, das ist so entstanden, das ist wegen der Historie von Running Wild so und mehr kann man dazu eigentlich nicht sagen.

The-Pit.de: Ich denke schon, dass sich viele Fans auf eine Club-Tour freuen würden, gerade nach dem bombastischen Abschied auf Wacken. Wahrscheinlich würden die Hallen prall gefüllt sein, wenn ihr euch auch auf kleineren Bühnen sehen lassen würdet…

Rock’n’Rolf: Wie gesagt, es wird definitiv keine Tournee geben. Das ist für mich schon ganz klar. Wenn, dann werden es Event-Geschichten sein oder eben Festivals. Ich habe bestimmt schon einen ganzen Ordner an Angeboten von Festivals. Eigentlich haben alle großen Festivals, die es überhaupt gibt, mir ein Angebot geschickt.

The-Pit.de: Hast du nach dem Interview-Marathon eigentlich noch nicht die Schnauze voll?

Rock’n’Rolf: Es gehört zum Geschäft dazu, es gibt ja auch immer Gespräche, die interessant sind. Es gibt natürlich auch Tage, wo du sechs Mal das gleiche erzählst, da könntest du eigentlich ein Band abspielen. Aber es gibt auch mal interessante Geschichten, wo sich ein Gespräch entwickelt, aber das gehört für mich letztendlich dazu, weil Klappern zum Handwerk gehört. Anders kommen die Leute ja auch nicht heran, sie wollen ja wissen, warum und weshalb die Dinge jetzt so sind oder auch nicht. Deswegen mache ich mir da nicht so viele Gedanken drüber, ich mache es einfach.

The-Pit.de: Auf der „The Final Jolly Roger“ steht noch fett im Booklet: „Thanks for keeping the flags high“. Gilt das jetzt mehr als sonst?

Rock’n’Rolf: Ja, natürlich. Ohne Fans ist das natürlich gar nichts, und wenn man von der Bühne aus gesehen hat, wie da draußen 150.000 Leute stehen, was ja absoluter Wacken-Rekord ist, die da die Show abfeiern und wirklich bei Sturm und Regen und Eiseskälte - ich meine, es waren gerade mal acht Grad - da bis zum letzten Ton verharren, die bis auf die Knochen durchnässt sind, dann muss man davor auf jeden Fall Respekt haben. Das zeigt einfach, wie wichtig ihnen diese Band und diese Musik ist, was ihnen das bedeutet.

The-Pit.de: Wenn wir jetzt ein Fazit ziehen, könnte es dann für dich so heißen: Running Wild machen einen Neustart und schauen in die Zukunft und nicht in die Vergangenheit.

Rock’n’Rolf: Ja, genau, weil es ja auch so ist. Das ist ja das Witzige. Als die Platte fertig war, fühlte es sich für mich wie ein Debutalbum an, was ja nach so einer langen Zeit absurd ist, aber das war das Gefühl, was ich dazu hatte. Das war für mich ein Ansporn; das Ganze war frisch und anders, das war wie schon gesagt beim letzten Album anders, insofern habe ich mich darüber sehr gefreut. Es war auch ein sehr entspanntes Arbeiten, weil wir praktisch ein Produktionsteam hatten, welches mir auch viele Dinge abgenommen hat, die ich beim letzen Album alle allein machen musste. Insofern war das eine Sache, die mir die viel Freiheit gegeben hat und ich konnte mich darauf konzentrieren, was wirklich meine Aufgabe ist: Singen, Gitarre spielen und den Überblick zu behalten.

Was für ein alter Fuchs – na klar, zig Jahre Interview-Erfahrung wirft er da in die Waagschale, geschickt umschifft er die Klippen und flüchtet sich auch mal in Rhetorik – hier muss jeder selbst wissen, wie was zu interpretieren ist. Ein Dankeschön geht zumindest an Rolf selbst, der zum vereinbarten Termin auch angerufen hat und an Niels von Oktober Promotion, der dieses Gespräch einfädelte.

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