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Running Wild im Interview (April 2012)

Im Schatten des Schöpfers – von Überzeugung bis Schönreden

Umstrittener Entwurf des Artworks

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The-Pit.de: „Shadowmaker“ wird es auch auf Vinyl geben. Ist das eine Herzensangelegenheit von dir?

Rock’n’Rolf: Nein, persönlich von mir nicht, ich habe überhaupt kein Vinyl, ich habe damals alles weggegeben, weil ein Umzug mit Platten einfach scheiße ist. Ich hatte da schon lange CDs, das war schon 1997, als ich praktisch alles aussortiert habe. Ich finde Vinyl sehr interessant, weil ich weiß, dass gerade auch ganz junge Leute sich dafür interessieren, weil es dieses gewisse Ding hat, dieses Gefühl von den Siebziger und Achtzigern. Ich brauche das persönlich nicht, weil es als Medium qualitativ einfach zu schlecht ist. Das ist aber eine rein persönliche Sache von mir, weil ich weiß, wie die Dinger hergestellt werden, ich war immer bei dem Mastern dabei, ich weiß, was du letztendlich in Bass und Höhen herausdrehen musst gegenüber der CD, was da nicht machbar und masterbar ist, wenn der Stichel reißt, dann kannst du von vorne anfangen und solche Dinger. Ich habe das alles erlebt, insofern ist das einmal die technische Seite, auf der anderen Seite ist das auch für viele so ein Lebensgefühl, eine Platte aufzulegen. Ich habe das seit Ende der Sechziger gehabt, ich brauche das nicht mehr. Ich kenne auch, dass Platten, die man gerne hat, voll verkratzt sind, dann springt die Nadel - nein, das brauche ich gar nicht.

The-Pit.de: CDs sind ja jetzt auch nicht gerade ewig haltbar und zerkratzen auch ganz gerne, das Springen hört sich dann nur ein bisschen anders an.

Rock’n’Rolf: Klar, es ist ja auch nicht das perfekte System, nur technisch gesehen das bessere System. Vinyl hat einen eigenen Sound, das ist nun mal so. Du hast auch in der damaligen Zeit niemals ein Platte so gehört, wie der Produzent sie gemischt hat. Das ging gar nicht, denn du musstest immer Bässe kappen und in den Höhen etwas machen. Dann ist dir der Stichel doch gerissen, weil es nicht laut genug ging. Deswegen hatte die „Gates To Purgatory“ ursprünglich auch nur acht Titel gehabt. „Satan“ und der andere, wie hieß er gleich noch, die beiden Titel, die noch auf der Maxi „Victims Of States Power“ drauf waren, waren eigentlich auch für das Album gedacht. Das ging aber nicht, weil Karl Walterbach nicht genug Geld hatte, um ein großes Masteringstudio zu bezahlen, in dem die das hätten mastern können. Dann wäre die Platte zu leise gewesen und hätte auch nicht diese Qualität gehabt, weswegen wir die beiden Songs da runter genommen haben.

The-Pit.de: Du sprichst über das von dir erwähnte „Satan“ und „Walpurgis Night“.

Rock’n’Rolf: Ja genau, das sind die beiden.

The-Pit.de: Verfolgst du eigentlich die ganzen Running-Wild-Diskussionen in den ganzen Netzwerken?

Rock’n’Rolf: Überhaupt nicht, weil ich weder einen Computer habe noch im Internet bin.

The-Pit.de: Schon immer musste sich ein Künstler der Kritik stellen. Fühlst du dich von einigen Bemerkungen verletzt?

Rock’n’Rolf: Was heißt verletzen? Ich frage mich eher, was das soll. Ich bin jetzt jemand, der sagt, wenn mir die Platte nicht gefällt, dann höre ich sie nicht. Gerade im Metalbereich habe ich den Eindruck, dass einige Leute nicht sagen „gefällt mir nicht, also hör ich das nicht“, sondern „gefällt mir nicht hat es nicht zu geben“. Das ist für mich ein Unterschied. Klar, Geschmack ist nicht festzumachen, der ist bei jedem anders, es gibt immer Sachen, die einem gefallen oder auch nicht, da zwingt einen ja keiner zu. Deswegen frage ich mich immer, was dieses Nachbohren soll. Man macht sich ja jetzt nicht selber schlechte Laune, was ja gar nicht notwendig ist, denn für mich ist Musik eigentlich immer etwas positives, was mir gute Laune bereiten soll, ich will mich dabei nur gut fühlen.

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