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Running Wild im Interview (April 2012)

Im Schatten des Schöpfers – von Überzeugung bis Schönreden

Soloprojekt Running Wild

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The-Pit.de: Du hast selbst schon „Piece Of The Action“ ins Spiel gebracht, der für mich ein Billy-Idol-Feeling aufbaut. Wie würdest du mir da in die Parade fahen?

Rock’n’Rolf: Ja, das ist schon so, das ist ein sehr hardrockiger Song, ein sehr grooviger Song, vom Text her ein reiner Partysong zum Abfeiern. So war das auch gedacht mit einem Refrain zum Mitgrölen, ansonsten ein für Running Wild untypischer Song aufgrund dessen, dass er sehr verhalten anfängt, dass er dann irgendwann losbricht und in der Mitte nochmals zurücknimmt, um dann im Refrain wieder richtig loszugehen. Das ist ja eigentlich für Running Wild eher ungewöhnlich, denn eigentlich gilt ja Schalter an und Schalter aus. Dann noch die cleanen Gitarren drin, das ist natürlich nichts, was man von Running Wild als typischer Opener erwartet hätte. Er eignete sich von vornherein als Opener, das war für mich gleich klar, als ich den Song geschrieben habe. Es fühlte sich auch so an. Mich haben auch einige Leute gefragt, warum denn da kein Intro drauf ist. Der Song braucht einfach keines, so etwas mache ich immer daran fest, wie eine Platte sich aufbaut, was man für Ideen hat und so. Bei manchen Songs bietet sich das halt an, bei dem Song war es einfach nicht nötig, weil er in sich dieses Intro hat, weil er sich ja aufbaut.

The-Pit.de: In irgendeinem Interview hattest du mal gesagt, dass Running Wild eher eine Marke ähnlich wie AC/DC sind. Zerstört das nicht auch den Mythos, so wie viele Fans die Band Running Wild einfach sehen?

Rock’n’Rolf: Nein, eigentlich nicht, denn es ist ja schon so, dass Running Wild eine Marke geworden ist; nicht als Planung, sondern das wird man automatisch, wenn du etwas so lange machst. Es gibt eine gewisse Erwartungshaltung, was eine Band ist, wie sie klingt, wie die Art des Songwritings ist, wie der Sänger halt klingt usw., das sind Erwartungshaltungen, die man einfach gewöhnt ist. Du weißt ungefähr, was du plusminus erwarten kannst und ich denke schon, dass Running Wild so eine Band ist, wo man weiß, was man erwarten kann und man dann in einem gewissen Bereich auch geliefert bekommt.

The-Pit.de: Welchen Song erklärst du als deinen Favoriten?

Rock’n’Rolf: Das ist sehr schwer zu sagen. Es gibt da so einige Highlights und ich denke schon, dass „Piece Of The Action“ schon einer meiner Lieblingstitel auf der Platte ist. Der Song würde sich auch sehr für den Live-Bereich eignen. Aber da tue ich mich auch sehr schwer. Früher war es bei den meisten Running-Wild-Alben so, dass die meisten Leute immer so ziemlich ähnlich favorisierend waren, dass sich immer zwei, drei Titel herauskristallisierten. Das ist bei diesem Album ganz anders, denn bei den ganzen Reaktionen, die ich bekommen habe, hatte jeder einen anderen Titel. Es gibt Leute, die sagen, dass „Piece Of The Action“ total geil sei, anderen sagen eher „I Am Who I Am“, dass das die Nummer er Platte sei, andere wiederum sagen, dass „Me & The Boys“ der beste Song der Platte ist, mit weitem Abstand übrigens, der Smasher überhaupt. Wieder andere sagen, „Dracula“ gefällt mir am besten, weil episch und so. Bei diesem Album ist das sehr ambivalent, das war bisher noch nie so.

The-Pit.de: „Dracula“ halte ich mit einigen Abstrichen für den besten Song der Platte. Du hast dort keinen Refrain eingebaut. Warum greifst auf dieses Stilmittel zurück?

Rock’n’Rolf: Weil das mehr ein Song sein sollte, der wie in früheren Zeiten von einem Erzähler erzählt wird. Ich wollte da jetzt nicht so ein Power-Dingsda haben wie bei „Treasure Island“, das passte nämlich nicht zur Story. Ich wollte ja eigentlich die Story vom Bram Stoker zeigen, denn in den ehemaligen Filmen mit Christopher Lee ist Dracula immer der Bösewicht und ich wollte da mehr die richtige Story zeigen, die Bram Stoker eigentlich dargestellt hat. Auf der einen Seite der Bösewicht, der Vampir, auf der anderen Seite aber diese Person, diese ursprünglich normale Seele, die jetzt in diesem Fluch gefangen ist und total darunter leidet, weil er ja nicht töten will und er weiß, dass dieser Fluch ihn in der Hölle enden lassen wird. Dieser Zwiespalt wird in dem Originalbuch immer wieder behandelt, ich hatte das schon mit vierzehn Jahren gelesen, und es hat mich eben interessiert, diese Story und das darzustellen, weswegen ich das mehr wie ein Erzähler aufgebaut habe. „Treasure Island“ war etwas anderes, da musste der Piratenchor jetzt kommen. Ich mach das immer ein bisschen davon abhängig davon, was ich mit dem Song ausdrücken möchte.

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