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Running Wild im Interview (April 2012)

Im Schatten des Schöpfers – von Überzeugung bis Schönreden

Soloprojekt Running Wild

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Allein die Reunion hatte letztes Jahr schon für vielfältige Reaktionen im Metal-Lager gesorgt, die ersten Reaktionen auf das Artwork sorgten für weiteren Gesprächsstoff, die ersten Soundschnipsel polarisierten weiterhin – bei The-Pit.de ist das Album durchgefallen, mit Pauken und Trompeten. Eigentlich war schon vor den Weihnachtsfeiertagen in 2011 ein Gespräch anvisiert, was sich dann allerdings bis März 2012 verzögerte und erst Mitte April 2012 endlich realisiert wurde. Knappe dreißig Minuten mit Rock’n’Rolf…

The-Pit.de: Rolf, gerade heute hast du noch in einem Videostatement gesagt, dass du zu 99% positive Rückmeldung bekommen hast. Woran machst du das fest?

Rock’n’Rolf: Dass einfach von allen Rückmeldungen, die ich bekommen habe, 99% positiv waren.

The-Pit.de: Na, ich habe auch mehrere gelesen, die nicht ganz so positiv waren…

Rock’n’Rolf: Ich habe bis jetzt, lass mich nicht lügen, sechzig bis siebzig Interviews gemacht, und da muss ich das natürlich so sagen wie es ist.

The-Pit.de: Gut, da kommen wir jetzt nicht weiter. Als du die Running Wild-Reunion bekannt gegeben hast, konnte man in den Foren und sozialen Netzwerken alle möglichen Reaktionen von „total geil“ bis „bloß nicht“ lesen. War dir zum Zeitpunkt der Bekanntgabe eigentlich klar, wie sehr das die Szene spalten würde?

Rock’n’Rolf: Nein, eigentlich nicht. Ich hatte das Ganze ja auch nicht geplant, muss man dazu sagen. Das Ganze ist ja ursprünglich dadurch entstanden, dass mehrere Plattenfirmen um 2010 auf mich zukamen, Teil des alten Materials wieder neu aufzunehmen, weil sie rechtlich gesehen bei Universal England sind, und die hatten nicht vor, das wieder zu veröffentlichen. Es gab da zwei Versuche, den gesamten Running-Wild-Backkatalog zu kaufen, nicht von meiner Seite aus, sondern von zwei anderen Firmen, was aber nicht von Erfolg gekrönt war. Es ging darum, dass man zwei Pakete à 20 Titel auf jeweils 2 CDs macht, das eine nächstes Jahr, das andere ein Jahr später veröffentlichen. Dafür brauchten wir dann Bonustracks, denn die alten Fans wollen natürlich auch etwas bekommen, was sie noch nicht haben, sprich unveröffentlichte Tracks. Da hatte ich aber nichts liegen, da ich Running Wild ja beendet hatte und sagte, dass ich mal schauen werde, was ich da schreiben kann. Ich hatte ein paar Ideen auf Tape liegen; wenn man eine Idee hat, dann nimmt man sie ja auch auf, ganz klar. Ich habe dann den ersten Song geschrieben, das war „Piece Of The Action“, der war in zehn Minuten fertig. Da hab ich mir gesagt, dass ich den Song nicht als Bonustrack nehmen kann, denn er ist viel zu stark, das geht nicht.

Der zweite Track war dann auch wirklich der zweite Track „Riding On The Tide“. Danach habe ich mit der Plattenfirma geredet und mitgeteilt, dass ich gerade im Schreibprozess bin und dass die Songs, die dabei herauskommen, einfach nicht als Bonustracks für ein Best-Of gehen. Wenn ich hier vier neue Songs geschrieben habe, dann habe ich ja schon ein halbes Album geschrieben, und wenn ich ein zweites halbes Album schreibe, dann habe ich ein ganzes. Es fühlte sich auch so an, wie es sich anfühlen muss, wenn ich Songs schreibe. Beim letzten Album „Rogues En Vogue“ war es halt nicht so, weswegen ich dann gesagt hatte, dass ich einfach die Auszeit brauche; für mich war schon irgendwie die ganze Sache 2006 beendet. Ich bin jetzt nicht morgens aufgewacht und habe gesagt, dass es das jetzt war, sondern es war ein schleichender Prozess. Und weil „Rogues En Vogue“ im Schreibprozess für mich schon sehr schwierig war und es sehr lange gedauert hat, bis die Ideen herauskamen, kann ich im Nachhinein sagen, dass die Batterien einfach leer waren. In der Situation habe ich das so nicht wahrgenommen, aber im Nachhinein ist es ganz klar, dass ich eine Pause brauchte. Deswegen habe ich auch dieses Toxic-Taste-Dingen gemacht, ein völlig unbeschriebenes Blatt, eine Spaß-Sache ohne Druck, keine Plattenfirma, die jetzt erwartet, dass ein Ergebnis abgeliefert wird, wir hatten da einfach nur gemacht, weil wir Lust drauf hatten. Jedenfalls hatte ich entdeckt, dass die Songs zu schreiben mir wieder leicht fiel, so wie es früher auch war. Wenn man zurück auf „Bad To The Bone“ oder „Under Jolly Roger“ oder auch „Conquistadores“ schaut, dann sind das alles Songs, die alle in relativ kurzer Zeit entstanden sind - gerade für „Conquistadores“ hatte ich keine halbe Stunde gebraucht. Und das war jetzt wieder der Fall, das fühlte sich für mich richtig an und ich hatte die Lust, wieder etwas zu machen. Als ich also angefangen habe, wollte ich ursprünglich nur Bonusmaterial schreiben, aber als ich den Vertrag unterschrieben habe, unterschrieb ich für ein neues Album. So ist die Geschichte eigentlich gelaufen.

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