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Remember Twilight im Interview (Juni 2010)

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Remember Twilight melden sich mit neuem Album im Gepäck zurück. Mehr als genug Grund um mit Timo und Chriz einen Plausch über die Band zu führen. Mit Philosophie und Humor verdeutlicht die Band im folgenden, die Musik über Niedergang und Verderben. Von Berthold Brecht über Nietzsche bis hin zu Till Lindemann wurde nichts ausgespart, aber lest doch selbst:

 


The-Pit.de: Wie geht es euch?

Timo: Heute ist Samstag, d.h. ich muss nicht arbeiten und kann mich endlich den wichtigen Dingen des Lebens widmen. Da wäre z.B. ein Interview zu beantworten (lach). Nein, im Ernst, mir geht es soweit gut und glücklicherweise ist es im Moment ein bisschen ruhiger geworden.


The-Pit.de: Wie fühlt es sich an, nach drei langen Jahren wieder eine neue Scheibe am Start zu haben?

Timo: Für mich ist das immer ein Wechselbad der Gefühle. Einerseits freue ich mich, endlich wieder eine neue CD in den Händen zu halten; andererseits bin ich ein wenig über deren Abschluss traurig. Aufnahmen sind immer etwas absolut brutal Endgültiges. Das muss nicht immer positiv sein!

 


Dann gesellt sich auch Chriz dazu.


The-Pit.de: Ich muss zugeben, dass ich nach dieser Zeit ein wenig mehr neues Material erwartete hätte, da ein Cover, zwei alte Songs und der fast schon obligatorische Remix mit an Bord sind. Das ergibt nicht einmal 30 Minuten neues Material.

Criz: Ich rücke mal meinen Ohrensessel zurück, lege die müden Füße mit den Filzpantoffeln hoch, lasse mir den Nacken mit Rheumasalbe massieren und erzähle von früher. Als Bandsenior darf ich das ab und an… Also: Früher gab es große, schwarze Scheiben. Die nannte man LP. Das hieß Langspielplatte. Lang! Viel Länger als 30 Minuten waren die oft trotzdem nicht. Aber toll! Wenn die Nadel nicht beim knutschen an einem Kratzer hängen blieb. Dann waren sie doof. Und natürlich konnte man immer nur eine Seite lang mit Soundtrack knutschen und musste dann umdrehen. Da sind 70 Minuten lange CDs natürlich praktischer. Zumal man beim Knutschen ja nicht darauf achtet, wie gut die Songs sind. Jedenfalls nicht, wenn man die richtige Person im Arm hat. Anders gesagt: Ich denke nicht, dass es um die Spielzeit einer neuen Veröffentlichung geht, sondern darum, wie gut die Musik ist. Noch anders gesagt: Hätten die Ramones 70-minütigen Platten rausbringen sollen? Da wäre man beim hören doch komplett Gaga geworden und beim pogen kollabiert…


The-Pit.de: Wie schon auf „Der Tolle Mensch“ empfinde ich den Remix als störend und als absolut unnötig. Findet ihr das so gelungen oder ging es mehr darum, die Spielzeit von „Musik Über Niedergang & Verderben“ zu erhöhen?

Criz: Ich finde den Remix sehr gelungen, weil er den Song in einem komplett anderen Licht erscheinen lässt. Wenn man auf Gitarrenmusik schwört, mag das verzichtbar sein. Mein persönlicher Musikgeschmack schließt neben Gitarrenmusik aber auch elektronische Bands von Depeche Mode bis [:SITD: , oder :wumpscut: mit ein. Ich bin da sehr offen. Mir gefiel auch das letzte Album der Metallspürhunde ausgezeichnet und als sich die Gelegenheit auftat, einen Track von ihnen remixen zu lassen, haben wir sie dann eben beim Schopfe gepackt. Wer das – wie Du – als störend empfindet, muss sich diese alternative Version ja nicht anhören.

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