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Redemption im Interview (Januar 2010)

"Ein Song ist so lang, wie er sein sollte, nicht länger und nicht kürzer."

Für sie eröffneten Redemption 2007: Dream Theater

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Redemption haben bereits in der Vergangenheit mit exzellenten Platten wie „The Fullness Of Time“ und „The Origins Of Ruin“ auf sich aufmerksam gemacht und spielen originellen, zeitgemäßen Progressive Metal, der einer Mischung aus solch namhaften Acts wie Dream Theater, Symphony X und Evergrey nahekommt. Dank herausragender Kompositionen und beeindruckender technischer Fähigkeiten ist das Sextett eine der größten Hoffnungen der Prog-Szene – Dream Theater auf deren „Systematic Chaos“-Tour begleiten zu dürfen, spricht auf jeden Fall für sich.

Die neue Platte „Snowfall On Judgement Day“ ist ein weiteres starkes Album geworden, das mit einer noch besseren Produktion und noch ausgefeilterem Songwriting als zuvor überzeugen kann. Dies stand während des folgenden Interviews mit Bandkopf Nicolas van Dyke natürlich im Mittelpunkt, doch der Gitarrist, der sich auch von einer schweren Krankheit nicht unterkriegen lässt, hat noch einige weitere interessante Informationen parat.

 

The-Pit.de: Hallo, hier ist David von The-Pit.de. Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, ein paar Fragen zu beantworten. – Nick, vor nicht allzu langer Zeit wurde bei dir eine besonders aggressive Form von Blutkrebs diagnostiziert. Wie geht es dir denn jetzt? Bist du trotzdem noch in der Lage, Gitarre zu spielen und wie lenkst du dich von dieser furchtbaren Krankheit ab?

Nick: Ich befinde mich momentan in kompletter Remission (was bedeutet, dass keine Spur der Krankheit gefunden werden kann) und hoffe, dass es so bleibt. Diese Krankheit kommt für gewöhnlich in einer wesentlich behandlungsresistenteren Form zurück, aber ich gehe mit der Hoffnung daran, sie für immer zu besiegen, wir werden also sehen. In der Zwischenzeit läuft alles mehr oder weniger normal, bis auf die Tatsache, dass ich einige Medikamente schlucken muss. Gitarre spielen kann ich immer noch, das einzig Blöde ist, dass ich gehofft hatte, während der sechs Monate, die ich in Behandlung war, sechs Stunden am Tag spielen zu können, doch die meiste Zeit des letzten Jahres war ich zu müde davon, um eine Gitarre auch nur anzufassen. So viel dazu, ein Virtuose zu werden!


The-Pit.de: Kommen wir zur Musik. Auf euren ersten beiden Alben „Redemption“ und „The Fullness Of Time“ gab es zwei Longtracks, die jeweils über 20 Minuten lang sind. Auf „The Origins Of Ruin“ und „Snowfall On Judgement Day“ gibt es zwar immer noch recht lange Stücke, allerdings nicht ganz so lang. Habt ihr das mit Absicht so gemacht oder hat sich das einfach so ergeben? – Ich muss dabei an Rush denken, die auf ihren ersten Alben ebenfalls sehr epische Stücke hatten, diese dann aber später aufgaben.

Nick: Ein Song ist so lang, wie er sein sollte, nicht länger und nicht kürzer. „Something Wicked“ auf der ersten CD wurde teilweise deswegen geschrieben, um einen langen Song zu haben. Ich denke nicht, dass er deswegen total schlecht ist, aber er ist definitiv lang um der Länge Willen, weniger deswegen, weil der Song es verlangt. Auf der zweiten CD ist „Sapphire“ der lange Song, die „Titelsuite“ besteht aus vier zusammenhängenden Songs. Wenn man es also so betrachtet, dauert „Sapphire“ 16 Minuten, „Memory“ von „Origins“ ungefähr zehn, und „Love Kills Us All“ von „Snowfall“ circa elf. Die Länge ist da, wenn der Song danach verlangt, sie ist nichts, was ich versuche, zu erzwingen.


The-Pit.de: Was habt ihr im Gegensatz zu „The Origins Of Ruin“ verändert?

Nick: Es gibt vor allem mehr Variabilität im Tempo. Fast alles auf „Origins“ bewegte sich im Bereich von 160 bpm. Tommy Newton hat mich beinahe dazu gedrängt, einen Song zu schreiben, der der Platte hilft, ein bisschen mehr zu atmen und so kam „Blind My Eyes“ zustande. Auf der neuen Scheibe gibt es etwas mehr Vielfalt.
Außerdem denke ich, die Songs sind etwas organischer – sie fließen von Part zu Part auf Gefühl basierend, weniger als mathematische Kompositonen.


The-Pit.de: Auf dem Album gibt es einen Song mit dem Titel „Another Day Dies“, wo Ray Alder im Duett mit Dream Theater-Frontmann James LaBrie singt. Hast du von Beginn an das Gefühl gehabt, der Track wäre prädestiniert für ein Duett, da es sich wirklich sehr gut mit zwei Sängern anhört?

Nick: Nein, die Entscheidung, das Ganze als Duett zu machen, kam erst, als der Song bereits fertiggeschrieben war.

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Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann