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Rage im Interview (Oktober 2012)

Irgendwo zwischen Festival, Rennstrecke und Studio

Träumt Victor schon und spielt er auch noch?

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The-Pit.de: Demnächst geht es für 14 Tage nach Russland. Sind solche Touren logistisch für euch noch eine Herausforderung?

Victor: Das ist für mich mega anstrengend, weil ich die ganze Tourleitung übernehme, ich plane, ich buche und trage komplett die Verantwortung, mega stressig schon seit mehreren Monaten. Es sieht gut aus, ich glaube, wir werden sehr viel Spaß haben.

The-Pit.de: Wacken ist ja schon für nächstes Jahr bestätigt, komplett mit Orchester. Was kannst du denn schon verraten, was bisher noch nicht durchgesickert ist?

Victor: 2007 wird wirklich sehr schwer werden zu toppen sein, die Show mit dem Orchester war schon unglaublich. Es hat unheimlich gut geklappt, vielleicht hatten wir auch ein bisschen Glück dabei, dass die Aufnahmen so gut gelaufen sind. Man spielt in Wacken ohne Soundcheck, man hat nur einen ganz kurzen Line Check, und mit so vielen Leuten auf der Bühne, 50 oder 60, braucht man ein bisschen Glück, dass man alles hört und alles funktioniert, dass jedes Kabel richtig sitzt. Wir probieren das zu toppen, zusätzlich zum Orchester werden wir auch Gäste haben. Wir bringen ja mit Lingua Mortis Orchestra auch ein neuen Album heraus, das wird also in Wacken die Releaseparty, das wird schon ein bisschen was Neues. Ein paar Sänger mehr, Frauen am Mikro, da werden auch ein paar Leute sein, mit denen Rage noch nie etwas so gemacht hat. Das wird schon ein ganz neues Gesicht von Rage.

The-Pit.de: Und was macht deine Cello-Karriere, nachdem du ja schon Leaves’ Eyes in Wacken unterstützt hast?

Victor: Es macht immer wieder Spaß, Cello zu spielen. Nächste Woche fliege ich nach Minsk und spiele mit dem Cello ein klassisches Konzert. Das macht immer Spaß und das werde ich auch mit dem Lingua Mortis Orchestra weitermachen.

The-Pit.de: Wie schnell kannst du eigentlich zwischen Rage und Lingua Mortis Orchestra umschalten?

Victor: Ich brauche schon mehrere Tage Abstand, so ganz schnell umschalten kann ich nicht. Das dauert also bei mir. Speziell am Anfang, aber wenn ich einmal in Schwung komme und in diesem Komponiermodus bin, dann läuft es sehr schnell und einfach, aber in diese Stimmung reinzukommen ist schwierig, da brauche ich teilweise eine Woche Abstand.

The-Pit.de: Die Hauptarbeit des Komponierens liegt ja dann bei dir. Inwieweit holst du dir Hilfe dazu?

Victor: Im Prinzip kann mir da niemand wirklich helfen, diese ganze Baustelle liegt in meinen Händen. Das ist wirklich sehr viel Arbeit und seit Jahren bin ich bei Rage für die ganze musikalische Abteilung verantwortlich. Peavy komponiert auch mit und schreibt Texte; die Produzentenarbeit, die Studioaufnahmen, das Mischen und der Sound sind schon wahnsinnig viel Arbeit. Bei der letzten Platte habe ich sechs Wochen lang kein Tageslicht gesehen, das war schon Mammutarbeit.

The-Pit.de: Wie bekommst du dann dein Privatleben organisiert?

Victor: Das funktioniert sehr gut, da bin ich sehr, sehr glücklich.

The-Pit.de: Gibt es neue Bands, die dich überrascht haben, von denen du fasziniert bist?

Victor: Für mich sehr interessant sind die wahnsinnigen Jungs von Animals As Leaders, drei völlig bekloppte Jungs, die sehr komplizierte Musik machen, aber auch sehr coole. Sehr interessant fand ich auch Adrenaline Mob, weil dort viele kleine, filigrane Sachen vorkommen, die ich bei vielen Bands vermisse. Das war wirklich sehr gute und saubere Arbeit. Ich mag total gerne Bands, die nicht nur Songs schreiben, die man zwei, dreimal gehört hat, dann aber nichts mehr findet. Ich mag Songs, wo ich jedes Mal immer wieder interessante Kleinigkeiten finde, cool gespielt, coole Arrangements. Ich fand auch die letzte Gotthard sehr interessant, Autobahn mit 300 und Gotthard zusammen passen perfekt.

Tja, da ist die Zeit dann auch wieder vorbei, Victor muss sich ja schließlich vorbereiten, um das Turock zu rocken. Und wenn Peavy und André nicht mit auf die Rennstrecke wollen, vielleicht darf dann mal ein The-Pit.de-Reporter mit – schon gut, man wird ja mal träumen dürfen.

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