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Rage im Interview (Oktober 2012)

Irgendwo zwischen Festival, Rennstrecke und Studio

Interviewpartner Victor

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Rage machen gute Musik, Rage gehören schon eine Ewigkeit zur nationalen Speerspitze der heimischen Metalszene, Rage glänzen schon eine halbe Ewigkeit mit dem Komponisten-Duo Peavy/ Smolski und vor allem eines: Rage sind einfach herrlich unkompliziert, auch wenn sie sich natürlich ganz gerne abschotten. Hier aber lässt Victor gerne den eigentlich angesetzten Termin nach Absprache verstreichen, denn auf der Bühne hört man noch Iron Savior bei ihren letzten drei Songs, und damit das Interview nicht in der immensen Geräuschkulisse im Backstagezelt untergeht, sitzt man bei Bier und Kaffee und wartet geduldig – da ist man bei engen Terminplanungen ja auch schon anderes gewohnt.

The-Pit.de: Hi Victor, erst einmal herzlichen Glückwunsch zu deinem neuen Rallye-Pokal, da hast du ja wieder gut abgesahnt. Erkläre doch bitte einmal für Unbedarfte deinen „Drift King of the Day".

Victor: Danke, danke, danke. Der letzte Monat war absolut fantastisch, was den Rennsport betrifft; drei Siege in einem Monat, das ist schon etwas Besonderes, ich kann mich nicht erinnern, dass ich so etwas schon einmal geschafft habe. Zwei Klassensiege im Langstreckenpokal am Nürburgring über die gefährlichste Rennstrecke der Welt mit der Nordschleife, und dann habe ich noch zwischendurch beim Drift Challenge den „King Pokal“ abgeräumt. Das war richtig perfekt.

The-Pit.de: Jetzt ist Motorsport ja nicht ungefährlich. Gibt es eigentlich bei Rage so etwas wie einen Plan B, wenn du mal länger ausfallen solltest und hat dir Peavy auch schon mal ein paar Nackenschläge angedroht?

Victor: Nein, ich muss sagen, dass mein Auto ziemlich sicher gebaut ist und ich arbeite auch mit einem Profiteam zusammen, das wird schon alles kontrolliert und ich fahre auch schon nicht auf der letzten Rille. Ein bisschen aufpassen muss ich schon, ich habe bereits zwei Unfälle in meiner Rennkarriere erlebt und dabei zwei Autos verschrottet, aber mit dem Käfig ist das nicht so gefährlich. Man bleibt heile.

The-Pit.de: Kommen wir zum aktuellen Rage-Album „21“, wo ihr meiner Meinung nach zum Glück wieder den ganzen Bombast herausgeworfen habt und mehr auf Riffpower setzt. Was hat sich da bei euch gewandelt?

Victor: Wir haben einfach vor zwar Jahren zusammen entschieden, Rage und Lingua Mortis Orchestra zu trennen, wir machen im Prinzip daraus zwei Bands. Rage machen einfach straight Power Metal, so ist das für uns einfacher, man muss im Studio keine Kompromisse eingehen, weil wir nicht irgendetwas mit dem Orchester aufnehmen. Ein Orchester braucht sehr viel Dynamik, einen weicheren Sound, man komponiert auch ein bisschen anders. Wir haben sehr viele Ideen, mehr straightere, mehr heaviere Songs, und das möchten wir mit Rage weitermachen. Mit dem Orchester arbeiten wir separat und die nächste Platte wird dann auch orchestral.

The-Pit.de: Jetzt ist ja die Leidensfähigkeit der „Die-Hard-Fans“ groß, jeder, der aber an der Grenze steht, ob er nun eine Band mag oder nicht, springt dann aber auch schnell ab, wenn sich zuviel ändert. Inwieweit meinst du unterliegt ihr noch den Genregrenzen?

Victor: Ich glaube, dass Rage nach über 28 Jahren und 21 Platten immer noch Spaß daran haben, Musik zu machen, wir haben uns nie limitiert und einfach immer das gemacht, auf was wir Bock hatten. Wir haben im Studio ehrlich komponiert und gespielt und auch bei Konzerten haben wir tierisch Spaß, weil wir einfach 100 Prozent das machen, worauf wir Bock haben. Stilistisch hat nie eine Plattenfirma oder wer auch immer dreingeredet, was wir machen müssen; wir machen auch da einfach das, was uns gefällt und was wir gerade fühlen. Das ist dann teilweise so, dass wir etwas ausprobieren möchten, aber auch keine Angst haben, etwas Neues auszuprobieren und irgendetwas Neues zu finden. Experimente machen wir in Zukunft auch und haben das ja schon immer gemacht und ich glaube, dass das der Unterschied zu anderen Bands ist, die lieber auf sicherer Schiene fahren und denken, dass die letzte Platte Erfolg hatte und man das nun genauso machen könnte. So denken wir nicht, wir machen einfach das, was aus unseren Herzen kommt.

The-Pit.de: Ein Erfolgsparameter können ja die Charts sein, denn mit „21“ seid ihr gleich auf Platz 30 eingestiegen und liefert damit euren höchsten Charteinstieg überhaupt ab. Wie bewertet ihr das für euch?

Victor: Ich glaube, wie stehen noch etwas besser, Platz 27 oder so…

The-Pit.de: …eingestiegen seid ihr mit Platz dreißig und habt euch dann sogar noch verbessert…

Victor: …das war wirklich Hammer, aber ehrlich gesagt bedeutet das für mich nicht wirklich viel, weil ich nicht weiß, wer da die Charts so und wie rechnet, teilweise ist das davon abhängig, wer davor gerade eine neue Platte gemacht hat. Es ist schön, so weit vorne zu sein, aber für mich bedeutet es viel mehr, wenn wir auf Tour gehen und Konzerte vor ausverkauften Hallen spielen und die Fans voller Begeisterung vorne stehen und einfach mögen, was wir machen. Das ist für mich der wichtigere Beweis.

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