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Rage im Interview (August 2017)

Zurück zu den klassisch-starken Wurzeln

The-Pit.de: Das kann man vielleicht nicht mehr machen, zumindest nicht mit anspruchsvollen Liedern. Oder?

Peavy: Doch sicher! Das war früher fast üblich gewesen, sogar in weniger als zwölf Monaten. Wir haben in dieser Zeit die Lieder geschrieben, aufgenommen und das ganze Marketing gemacht. Weißt du, früher war das ganz anders als heute. Wenn man ein guter Songschreiber war, musste man aus dem FF sofort ein Lied schreiben können. In den sechziger Jahren musste man alle zwei Wochen eine neue Single veröffentlichen. Da waren ganz andere Ansprüche. Ich komme ja aus den achtziger Jahren und da war es so üblich gewesen. Da hatte eine Band nicht so viel Zeit. Da konntest du nicht sagen, dass du nichts hattest. Was Metallica zum Teil leisten, dass sie ca. zehn Jahre eine Platte rausbringen, ist ja lächerlich. Als ob sie nicht in der Lage wären, einen neuen Song zu schreiben.

The-Pit.de: Wenn man von so bedeutenden Meisterwerken wie ´Master Of Puppets´ spricht, stelle ich mir den Schreibprozess doch etwas länger als nur paar Wochen vor…

Peavy: Du glaubst ja jetzt nicht, dass sie das irgendwie vorher schon geschrieben haben? Das ist ihnen auch direkt in der Zeit eingefallen. Dass Bands heutzutage immer langsamer werden, muss andere Gründe haben. Ich kann´s dir auch nicht sagen, woran das liegt. Vielleicht war die Tournee inzwischen zu lang und sie kommen nicht dazu, ihre Ideen zu sortieren. Dass Amateurbands länger brauchen … Zu den Gründen kann ich nichts sagen, außer dass sie ihren ´Winterschlaf´ haben oder eine Pause machen. Wir arbeiten ja professionell, wir leben von der Band, daher lassen wir uns nicht so viel Zeit. Wenn du nichts machst, kriegst du kein Geld. Das bringt doch nichts. (lacht)

The-Pit.de: So ist es eben, wenn du vorher schon finanziell nicht versorgt warst. Habt ihr diesmal eigentlich mehr Songs aufgenommen als ihr veröffentlichen werdet? Wenn ja, was passiert mit diesen?

Peavy: Wir haben noch sechs alte Avenger-Songs als Bonusmaterial für das neue Album aufgenommen. Das hast du wahrscheinlich schon gehört. Aber sonst haben wir nichts Neues ausgearbeitet. Wir haben keinen Grund dafür. Wir hatten zwar Ideen, aber diese werden wir für die neue Platte verwenden. Zurzeit sind sie noch nicht soweit ausgearbeitet, weil ich auch noch mit Refuge arbeite.

The-Pit.de: In welchem Studio habt ihr das Material aufgenommen? Habt ihr ein bandeigenes Studio oder geht ihr irgendwo hin?

Peavy: Wir haben sogar zwei eigene Studios in dem Sinne, wo wir etwas aufnehmen können. Das eine ist in Burscheid, wo wir auch unsere Bandzentrale haben. Hier arbeiten wir mit Mark zusammen. Er ist der Gitarrist von Tri State Corner und Engineer. Außerdem nehmen wir mit Marco in Belgien auf, wo er noch wohnt. In den beiden haben wir dann auch schon das Album vorher gemacht und hier nehmen wir auf. Im Grunde haben wir dieselbe Konstellation. Den Mix macht ein Freund von mir in Schweden. Ihn kennst du bestimmt. Er hat unendlich viele Platten produziert und heißt Dan Swanö.

The-Pit.de: Ja, klar. Wäre eigentlich auch Martin Buchwalter eine Option vor Ort für euch in dieser Stilrichtung?

Peavy: Ihn kenne ich nicht. Wer ist das?

The-Pit.de: Er arbeitet im Gernhart Studio in Troisdorf und spielt Schlagzeug bei Perzonal War. Sie spielen auch Power/Thrash Metal.

Peavy: Das sagt mir nichts.

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