Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Rage im Interview (August 2017)

Zurück zu den klassisch-starken Wurzeln

The-Pit.de: Man liest und hört verschiedene Trennungsgründe von deinem langjährigen Gitarristen Victor. Was waren aus deiner Sicht die wichtigsten Punkte – es gab wahrscheinlich mehrere –, die euren endgültigen Bruch herbeigeführt haben? Mehr musikalische oder menschliche?

Peavy: Das waren eigentlich nur menschliche Gründe gewesen. Die Zusammenarbeit war einfach gestört. Das ging nicht mehr. Die Marke ´Rage´ hätte Schaden genommen, wenn ich weitergemacht hätte. Ich hätte selber dadurch auch wirtschaftlichen Schaden erlitten. Es war bitternötig, mich von ihm zu trennen. Eigentlich hätte ich das schon zwei Jahre davor machen sollen, also vor insgesamt vier Jahren. Jetzt ist es zweieinhalb Jahre her. Das war eine meiner besten Entscheidungen, die ich jemals getroffen habe. Ja … das war´s.

The-Pit.de: Kannst du über die aktuelle Besetzung was sagen?

Peavy: So neu ist die Besetzung eigentlich gar nicht mehr. Diese gibt es seit Anfang 2015 und beide Jungs sind langjährige Freunde von mir. Lucky kenne ich seit 1988 und Markus jetzt seit bereits zwölf Jahren. Die Band funktioniert daher super und beide sind Rage-Fans seit ihrer Teenager-Zeit. Sie haben die gesamte Entwicklung der Band richtig mit der Muttermilch aufgesogen. Sie verstehen ganz genau, wie die Formation funktioniert und was die Trademarks sind, so wie diese Band klingen sollte. Sie wissen auch, wie die Band sowohl von der Öffentlichkeit als auch von den Fans wahrgenommen und warum sie geliebt wird. Die Band hat sich mit Victor in die falsche Richtung entwickelt und wir haben diesen Prozess umgekehrt. Wir konzentrieren uns sehr darauf, wie wir uns darstellen. Wir klingen jetzt wieder so, wie die Band in ihrer klassischen Zeit geklungen hat, also Mitte der 90er Jahre. Diese Trademarks bringen wir auch auf dem neuen Album. Das alles kommt gut bei den Leuten rüber. Sowohl auf menschlicher als auch auf musikalischer Ebene klappt es sehr gut, da die Beiden langjährige Freunde sind. Ich habe sie aber nicht so sehr nach spielerischen Belangen ausgesucht. In erster Linie war es mir wichtig, dass es unter uns um die Freundschaft geht und dann um musikalischen Konsens. Ich wusste, dass Marco ein toller Gitarrist ist, aber ich hätte nicht gedacht, dass er SO ein toller Gitarrist ist! Er hat musikalisch so gut angefühlt, dass ich sehr positiv überrascht bin. Für Lucky gilt das Gleiche. Ich wusste, dass er Schlagzeug studiert hat und sehr gut spielen kann. Allerdings hat er fast zehn Jahre nichts gemacht. Er ist eigentlich seit über zehn Jahren Sänger bei der eigenen Band Tri State Corner, aber hat auch Schlagzeug gespielt und insofern war das für ihn eine Herausforderung. Deshalb hat er ein Dreivierteljahr lang jeden Tag trainiert, um überhaupt physisch reinzukommen. Er hat sich aber wirklich sehr reingehängt und macht das wunderbar. Mittlerweile ist er – würde ich sagen – mit Mike Terrana und auch mit Chris zusammen der beste Trommler, den Rage jemals hatte. Die Drei sind die Speerspitze der Leute, die bei Rage gearbeitet haben.

The-Pit.de: Das neue Album ist sehr variationsreich. Mir gefallen die folgenden Stücke darauf: ´Season Of The Black´, ´Time Will Tell´, ´All We Know Is Not´ und `Farewell´. Was sind deine Favoriten und warum? Kannst du mir Hintergrundgeschichten dazu erzählen?

Peavy: Grundsätzlich finde ich, die Platte ist erstmal an sich rundum gut gelungen. Alles passt gut zusammen. Meine persönlichen Favoriten ändern sich ständig. Augenblicklich stehe ich sehr auf ´Justify´ zum Beispiel. Ein Lied, angelehnt an die Mythologie. Anekdoten fallen mir aber nicht ein, zumindest nicht was einen Unterhaltungswert hätte. (lacht) Die Songs sind unheimlich schnell entstanden. Das halbe Album ist entstanden, als wir noch an dem Vorgängeralbum gearbeitet haben. Das ging so schnell wie in den Achtzigern, als wir jedes Jahr ein neues Album rausgebracht haben.

Seite
comments powered by Disqus

Rauschende Jubiläumsparty mit ein paar Wermutstropfen

Bundeswehr-Musikkorps und U.D.O. für den guten Zweck

Delirious und Terrorblade im Rausch der Kanalfahrt

Darkness Drummer Lacky beim Selbstversuch mit dabei

„Deutsch“ ist in und Schumi irgendwie mit dabei