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Rage im Interview (August 2017)

Zurück zu den klassisch-starken Wurzeln

Rage bringen kontinuierlich seit den 80er Jahren Alben auf den Markt. So geschieht es auch diesmal. Ihre 23. Studioplatte hat am 28. Juli 2017 das Licht der Welt erblickt. Aus diesem Grund könnt ihr ein Interview mit Bandchef Peavy lesen, in dem es um die Vergangenheit, die Gegenwart und um die Zukunft dieser Band geht.

Peavy: Hi! Hier ist Peavy!

The-Pit.de: Hi! Schön, dass du anrufst! Seit Avenger-Zeiten kenne ich deine musikalische Laufbahn. Wie siehst du das: Was sind die Gemeinsamkeiten von damals und heute, wie du an das Songwriting rangehst? Natürlich wart ihr damals naiver …

Peavy: Eigentlich gibt es beim Komponieren keine wirklichen Änderungen. Ich komponiere schon sehr lange. Im Grunde hat sich nichts verändert. Bevor ich Bands hatte, hatte ich bereits Songs geschrieben. Natürlich schreibe ich im Laufe der Zeit bessere Lieder als mit zwölf oder dreizehn.

The-Pit.de: Das ist klar. Aber woher nimmst du deine Inspiration? Kommt sie beim Musikhören oder beim Relaxen? Oder aber fällt dir eine Melodielinie beim Erledigen alltäglicher Sachen ein, die du dann später ausarbeitest? Gibt es eine einheitliche Methode bei dir, auf die du zurückgreifen kannst?

Peavy: Eigentlich mache ich eine Session mit mir selber. Ich schnappe meine Gitarre. Ich habe eine spanische Konzertgitarre und ich spiele ein bisschen damit herum. Ich klampfe vor mir hin und meistens kommt irgendwie eine Idee nach einer Weile. Man sollte in der Lage sein, wenn eine Idee kommt, dass man das auch erkennt. Das ist der Trick beim Komponieren. Viele merken gar nicht, dass sie eine Idee hatten.

The-Pit.de: Euren ersten Plattenvertrag unter dem Namen „Rage“ habt ihr bei Noise von Karl Walterbach bekommen. Wie kam es dazu? Habt ihr euch im Nachhinein über den Tisch gezogen gefühlt?

Peavy: Ich denke, das wäre übertrieben. Wir haben mit Avenger unsere ersten Demos aufgenommen. Das erste Demo haben wir dann an Plattenfirmen, die es damals gab, rausgeschickt. Die erste positive Antwort kam dann von Wishbone Records. Mit dem haben wir dann einen Vertrag gemacht. Wir haben nach dem Release des ersten Avenger-Albums schnell gemerkt, dass das ein Fehler war. Die waren nett und haben mit uns intensiv gearbeitet, aber sie waren viel zu klein. Das war ein Ein-Mann-Betrieb gewesen, er hat wirklich alles alleine gemacht. Er hat aber keinen richtigen Vertrieb gehabt. Wir haben überhaupt nicht gewusst, wie das Plattengeschäft damals funktioniert. Dann haben wir schnell gemerkt, dass eine Plattenfirma ohne einen richtigen Vertrieb gar nicht funktionieren kann. Die haben gar nicht geschafft, so viele Alben an das Publikum zu bringen, wie das damals der Fall war. Es gab einen ziemlichen Boom in Deutschland. Deutscher Metal war ziemlich populär und viele Bands kamen wie aus dem Boden geschossen. Die Leute wollten das Zeug haben und alle anderen haben sich beschwert, dass das Album zwar raus ist, aber ich finde es irgendwie nicht im Laden. Sie mussten es bei dem Typen bestellen, teilweise einzeln per Post. Er hat es dann zugeschickt. Er hat anders als zum Beispiel SPV gearbeitet, die waren viel viel professioneller. Dann haben wir ganz schnell gesagt, dass wir von ihm weg wollen, weil er keine Kapazitäten hatte. Er hat das eingesehen und uns ziehen lassen. Anschließend haben wir ein zweites Demo rausgeschickt. Dann waren Noise interessiert gewesen wie auch beim ersten Demo, aber da haben wir schon bei Wishbone unterschrieben. Beim zweiten Mal haben wir uns auf Noise eingelassen. Ich würde jetzt auch nicht sagen, dass sie einen über den Tisch gezogen haben. Damals war es üblich, dass man wie ein Vollidiot behandelt wurde. (lacht) Überall haben sich die Plattenfirmen eingemischt, die Songs verändert, aus dem Album rausgenommen oder etwas anderes draufgepackt. Das Erste, was man bei Noise machen wollte, war unseren Namen zu ändern, weil es in England auch eine Band mit dem gleichen Namen gab und auch in Amerika. Die haben darauf bestanden, dass unser Name ´Avenger´ geändert wird. Wir wollten uns ´Furious Rage´ nennen und sie haben ´Furious´ rausgeschmissen und uns darüber nicht mal informiert. Ich wollte nach der Veröffentlichung mit voller Stolz meine LP im Plattenladen anschauen und bin damals zu Elpi gegangen. Ich bin fast umgefallen als ich die Namensänderung ´Furious Rage´ in ´Rage´ gesehen habe!

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