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Queensrÿche im Interview (Juni 2013)

Alte und neue Magie

The-Pit.de: Was ist dein Lieblings-Queensrÿche-Album aller Zeiten?

Todd: (ohne Zögern): „The Warning“.

The-Pit.de: Interessant, denn die meisten hätten ganz sicher „Operation: Mindcrime“ gesagt. (Checkt mal die letzte Seite unseres Interviews mit Evergrey von 2011, liebe Leser, da gab’s mal so etwas Ähnliches; Anm.d.Verf.)

Todd: Bei mir ist es aus mehreren Gründen „The Warning“. Es existiert so eine gewisse Freiheit auf dieser Platte. Auf „Mindcrime“ hat alles einen Grund, vom Songwriting her ist alles perfekt. Auf „The Warning“ atmen die Songs; da sind irgendwie Räume vorhanden, die Lieder waren länger und es herrschte eine Art Unschuld vor, was das Songwriting betrifft. Nicht so zielgerichtet wie bei „Mindcrime“, es hört sich einfach nach einem Haufen wundervoller Musiker an, die munter geschrieben haben, bis es sich so anfühlte, dass der Song zu Ende sein musste. Es ist nicht ganz einfach für mich, zu erklären, was ich meine… Natürlich steht außer Frage, dass „Mindcrime“ ein fantastisches Album ist, eines der besten aller Zeiten, aber „The Warning“ ist doch mein Favorit.

The-Pit.de: Ich verstehe, was du meinst, auch wenn „Mindcrime“ mein Favorit bleiben wird. Hast du eigentlich das Album von Geoff Tates Queensrÿche-Variante gehört, „Frequency Unknown“?

Todd: Nicht das ganze Album. Ich hab Teile des Songs „Cold“ gehört und mochte den Chorus. Ansonsten hab ich ein paar Schnipsel gehört, aber um ehrlich zu sein: Ich bin nicht wirklich daran interessiert, was er gerade macht; wir sind auch zu beschäftigt mit der Promotion zu unserem neuen Album, mit Liveshows usw. Wir haben alle kaum Zeit und wenn mal Zeit da ist, will ich die vor allem für Familie und Freunde nutzen. Jedenfalls: Das was ich gehört hab, war jetzt nicht unbedingt mein Ding, aber er hat ganz sicher tolle Musiker um sich geschart – schön für sie.

The-Pit.de: Auch Black Sabbath haben eine neue Platte am Start. Hast du die schon gehört?

Todd: Leider noch nicht, aber natürlich möchte ich die unbedingt hören.

The-Pit.de: Ich fand sie okay. Nicht überragend, aber gut. Selbstverständlich kein Vergleich zu dem Zeug aus den Siebzigern.

Todd: Das ist etwas, womit sich jede Band herumschlagen muss. Bei Queensrÿche ist es ja ähnlich; die Leute fragen sich, ob unsere neue Scheibe an die glorreichen Tage zu Zeiten von „Rage For Order“ oder „Mindcrime“ heranreicht. Doch diese Alben sind 20, 30 Jahre alt, die Musiker nicht mehr dieselben Leute wie damals – sie denken anders, sie gehen anders ans Songwriting heran. Und wenn die Magie da ist und eingefangen werden kann, ist das etwas Wundervolles. Deswegen lautete die Antwort, als einige Leute Scott, Michael und Eddie fragten „Nehmt ihr auch alte Klassiker mit Todd auf?“ auch ganz klipp und klar „nein“. Selbst wenn die Drei es gewollt hätten, hätte ich dies abgelehnt. Ich würde es niemals besser hinkriegen als sie es damals getan haben. Das, was diese Band damals hatte – Geoff, Chris, Michael, Eddie und Scott – war pure Magie und zu versuchen, diese wieder einzufangen, würde katastrophal scheitern. Wenn etwas nicht kaputt ist, braucht man auch nicht versuchen, es zu reparieren. Alles, was wir jetzt tun können, ist nach vorne zu schauen und versuchen, unsere eigene, neue Magie zu kreieren. Die alten Songs werde ich lediglich live performen, Neuaufnahmen kommen nicht in Frage.

Ein Schlusswort, wie es passender nicht sein könnte, und schön, dass Todd so klare Worte findet, was Re-Recordings anbelangt, die die Menschheit tatsächlich ungefähr so dringend braucht wie eine Neuverfilmung von „Total Recall“, die Fortsetzungen von „Der weiße Hai“, GEZ-Gebühren oder nicht funktionierende Klimaanlagen in den Zügen der Deutschen Bahn. Interessant jedoch, dass Geoff Tate dies offensichtlich anders sieht…

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