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Prosperity Denied im Interview (November 2010)

Kinder der Achtziger mit Hang zum Philosophentum

Prosperity Denied mögen zwar brav aussehen, haben es aber nicht nur musikalisch faustdick hinter den Ohren

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Bei eurem ersten Album „Consciousless“ mehr Death Metal zu hören war und bei der neuen Scheibe der Grind-Anteil überwiegt. Wie seht ihr das? Und wie kam es zu der Emanzipation des Grindcore?

Matthias: Also, beabsichtigt ist bei unserer Musik überhaupt nichts, wir spielen einfach das, was uns Spaß macht und stecken uns auch sicher nicht in irgendeine Schublade. Wir versuchen einfach, Musik zu schreiben, die uns Spaß macht. Wie wir letztendlich dann klingen, hängt aber vielleicht auch einfach ein bisschen von dem ab, was man privat so hört.

Georg: Wir versuchen, möglichst stimmig das umzusetzen, was uns gefällt. Und da gibt es keinen Riegel, egal ob Death, Thrash, Grind, Hardcore. Und, wie man am „Space Jockey“ merkt, haben wir auch eine gewisse Liebe zur Elektronik!

 

The-Pit.de: Ihr setzt, wie viele andere Bands, auf Selbstironie – muss man in der heutigen Musikindustrie oder der Welt im Allgemeinen eine ordentliche Portion Galgenhumor besitzen?

Matthias: Ohne Humor kann man auf dieser Welt nicht existieren, es sei denn, man will wie jeder andere sein.

Georg: Ich bin nie selbstironisch! Das ist alles bitterer Ernst! Immer!!

Tom: Galgenhumor find ich gut! Aber ehrlich gesagt, wenn ich mir die Videos der heutigen Metalbands so anschaue, dann weiß ich nicht, ob so viele andere Bands Selbstironie besitzen.

 

The-Pit.de: Wie kam es zu eurem Vertrag bei Refused Records?

Georg: Wir waren nach unserer Trennung von Noisehead Records wieder einmal im Swingerclub und haben dort den Refused-Chef Martin Zeller kennengelernt. Er war nach dieser Nacht so beeindruckt von uns, dass er uns gesignt hat...

Tom: ...noch bevor er uns überhaupt hörte. Aber das musste er nicht, er „spürte“ es einfach.

 

The-Pit.de: Nach all dem Grind- und Hardcore-Gemetzel auf „Go For Progress“ kann man sich über das sehr ruhige „The Space Jockey“ nur wundern – wie entstand der Song denn?

Georg: Wie schon erwähnt, sind wir elektronischer Musik nicht abgeneigt. Im Gegenteil, speziell ich habe immer schon neben dem Metal sehr viel Zeug gehört, in allen möglichen Musikrichtungen. Ich bin persönlich für mich davon überzeugt, dass jede Stilrichtung ihre eigenen Qualitäten hat und mich inspirieren kann. Vollkommen wurscht, ob Death Metal oder Acid Techno oder Barockmusik. Die Bandbreite macht es halt aus! „The Space Jockey“ hätte ursprünglich eher ein Intro oder Intermezzo sein sollen, letztendlich haben wir uns entschieden, ihn an den Schluss zu stellen, weil er ansonsten das Album zerlegt hätte.. So spannt sich der ironisch-ernste-atmosphärische Bogen am Ende über „Ich Werd’ Zum Kinski“, „Concrete Tsunami“ und eben „The Space Jockey“. Beim nächsten Album ist sicher noch mehr in dieser Richtung dabei!!

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