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Phobiatic im Interview (Mai 2015)

„... ich weiß ja auch schon, wie die dritte Platte klingen wird...“

Mit „Fragments Of Flagrancy“ hatten die Essener Tech-Deather Phobiatic letztes Jahr Ende August ein fett famoses Album herausgehauen. Neben dem Auftrag, genau die immer wieder unbekannte Metalbasis zu featuren, trifft sich der Umstand doch auch gut, in Frontmann Sebastian einen aufgeschlossenen Metalhead zum Gespräch bitten zu können. Gesagt, getan, die Telefonnummern sind ebenfalls schnell ausgetauscht, und so kommt es zum abendlichen Plausch, der sich sogar nach dem „offiziellen Teil“ noch über eine halbe Stunde ausbreitet. Was aber Sebastian zum aktuellen Status der Truppe mitzuteilen hat, das ist den folgenden Zeilen zu entnehmen.

The-Pit.de: Zuerst einmal sollten wir die Personalie am Mikrofon aufklären. Christian (Diaroe) ist nicht mehr dabei, seit 2013 grunzt du nun bei Phobiatic. Wie kam es zum Wechsel und gibt es so etwas wie böses Blut zwischen euch Frontmännern?

Sebastian: Das war ein fließender Übergang, böses Blut gibt es da gar nicht, gab es auch gar nicht. Wie das so im Underground ist: Man läuft sich einfach über den Weg. Christian musste sich letzten Endes für eine Band entscheiden, entweder Phobiatic oder Diaroe, er hat sich halt für Diaroe entschieden. Ich habe über Facebook gelesen, dass Phobiatic einen neuen Sänger suchen. Für mich war ja absehbar, dass es mit Warfield Within endet beziehungsweise die Band auf Eis gelegt wird. Wir haben uns da nie offiziell aufgelöst, aber im Moment machen wir mit Warfield Within einfach gar nichts. Da sind Leute verzogen und haben nicht mehr so die Zeit. Für mich war klar, dass es weiter gehen sollte. Ich kannte den Robert (Nowak, Gitarrist bei Phobiatic; Anm. d. Verf.) um ein paar Ecken, weil der Chris (Spas, Gitarrist; Anm. d. Verf.) auch bei Jack Slater gespielt hat. Da hab ich den Robert einfach mal angerufen, wir haben was ausgemacht, ich habe ein paar Songs gelernt und dann hat das einfach schon gepasst.

The-Pit.de: Bassist Michael ist ja vor ein paar Wochen leider aus persönlichen Gründen auch ausgestiegen. Stehen da die Bassisten Schlange oder wie geht ihr da weiter auf Suche, um passenden Ersatz zu finden?

Sebastian: Nein, die Bassisten stehen leider nicht Schlange, das ist in der Tat ein bisschen schwierig. Wir befinden uns nach wie vor auf der Suche und es wäre natürlich schön, wenn sich noch ein paar nette Leute melden würden. Wir hatten halt überlegt, wie wir das denn machen könnten, allerdings steht bisher noch keine konstante Lösung. Der Michael (Stifft, als Bassist seit der Bandgründung 2008 dabei; Anm. d. Verf.) wird halt nicht mehr mitmachen können. Wir hatten überlegt, eine gewisse Zeit mit einem Sessionbassisten zu überbrücken, aber es ist ja klar, wir haben natürlich Interesse daran, dass sich da jemand Konstantes finden lässt. Insofern würden wir uns natürlich freuen, wenn sich da noch Leute melden sollten.

The-Pit.de: Du hattest ja im Vorfeld schon fallen lassen, dass man sich bei euch auch auf ein strammes Programm einrichten muss: Zweimal Probe die Woche, mehr, wenn ein Livegig ansteht. Das bedeutet für Neueinsteiger ja erst recht ein strammes Programm, was zeitlich bewältigt werden will...

Sebastian: ... ja, das ist aber kein Muss. Ich wohne ja auch weiter weg. Ich kriege das jetzt zwar hin, zweimal die Woche zu erscheinen, aber es ist kein Muss. Schön wäre es natürlich, wenn man einmal die Woche vorbeischauen könnte. Wir sind aber alle keine Sechzehnjährigen mehr, wo man zur Schule geht und wer weiß viel Zeit noch übrig hat. Jeder hat halt seine Verpflichtungen. Aber klar, wir nehmen die Band ernst, das soll schon vernünftig laufen, insofern wäre schon einmal die Woche schön.

The-Pit.de: Für euer aktuelles Album hagelte es ja recht deutlich positive Kritiken, wobei eines immer wieder deutlich wird: „Das erste Album „An Act Of Atrocity“ wusste noch nicht genau wohin, nun kommt ihr besser auf den Punkt“. Wie würdest du diese Entwicklung erklären wollen?

Sebastian: Na ja, für mich ist es natürlich schwierig, eine außenstehende Meinung nachvollziehen zu können. Ich finde, da ist gar nicht so der große Unterschied zwischen den beiden Platten bemerkbar. Ich finde, dass die zweite Platte in bisschen technischer ist, aber letzten Endes ist die Entwicklung natürlich gegeben. Für mich ist das nicht ganz nachvollziehbar. Bei der ersten Platte noch nicht gefunden und jetzt doch? Für mich ist da der große Unterschied nicht erkennbar, wir machen unser Ding, und das ist halt Technical Death Metal mit ein bisschen Groove, und ein bisschen Old School ist auch dabei. Mehr kann ich eigentlich gar nicht dazu sagen. Wie gesagt: Es ist für mich nicht immer ganz nachvollziehbar, wie sich außenstehende Meinungen positionieren.

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