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Phobiatic im Interview (Februar 2018)

"Es ist natürlich ein Unterschied, ob du Berufsmusiker bist und weltweit Gigs spielst oder ob..."

In Pott brodelt es, das wird immer wieder deutlich, und ein kleines Rädchen im metallischen Dickicht sind eben Phobiatic aus Essen und Bottrop, die mit dem selbstbetitelten Album "Phobiatic" gleich auch mal ihre dritte Volldampf-voraus-Teach-Death-Breitseite ins Rund feuern... Gurgelkönig Sebastian kann aber auch im normal verständlichen Ton, wie das Interview beweist.

The-Pit.de: Sebastian, du bist bei dem selbstbetitelten Album „Phobiatic“ nun zum zweiten Mal dabei. Hast sich in der langen Zeit an der Arbeitsweise bei euch etwas geändert?

Sebastian: Nein, geändert hat sich nicht viel. Robert schreibt die Songs zum Großteil, macht zu Hause Aufnahmen mit programmierten Drums und verschickt diese dann an uns. Der Rest entsteht im Proberaum. Allerdings jammen Robert und Kai jetzt mehr zusammen im Proberaum, sodass sich Kai jetzt mehr ins Songwriting einbringt.

The-Pit.de: Auffällig ist ja, dass ihr schon deutlich etwas eingängiger geworden seid, wodurch das Album aber auch viel brutaler wirkt. Was ist da durch eure High-Speed-Birnen gerauscht oder werdet ihr einfach nur alt und schielt auf das große Geld?

Sebastian: Death Metal macht man grundsätzlich nur wegen des Geldes und des Ruhmes. Wir planen die Ausrichtung eines Albums nicht wirklich. Das entsteht ganz einfach von selbst. Ich denke übrigens, dass das nächste Album noch abwechslungsreicher wird, da ist wirklich alles vertreten, was wir bislang so gemacht haben.

The-Pit.de: Als Beispiel nehme ich einmal „Unconscious Perception“ heraus - erst das pure Geschredder, dann das schleppend verzögerte Ende. Was wollt ihr mit dem Song ausdrücken?

Sebastian: Ich denke, dass wir bei unseren Instrumentals nichts Spezifisches ausdrücken wollen. Wir erkennen beim Songwriting einfach manchmal, dass es besonders schwierig wird, dazu Texte zu schreiben und dann lassen wir einen Song manchmal als Instrumental stehen. Auf der nächsten Platte wird das auch der Fall sein. Ausdrücken kann man nur etwas, wenn die Stimmung von der typischen Death-Metal-Brutalität abweicht oder der Text dazu etwas Spezielles transportieren soll. Wie gesagt, das ergibt sich einfach immer von alleine.

The-Pit.de: Jetzt ist Klampfer Robert ja auch bei den aktiven Japanischen Kampfhörspielen involviert – ist das vielleicht ein wenig hinderlich oder könnt ihr da auch Positives für die Band herausziehen?

Sebastian: Die Bands agieren unabhängig voneinander, Gigs kollidieren da selten. Und wenn das so ist, dann ist das halt so. Wir kennen uns ja alle schon lange untereinander. Das Verhältnis ist entspannt und man hilft sich untereinander. Schließlich haben wir ja die ersten beiden Alben auf dem Jaka-Label Unundeux veröffentlicht. Das Coverartwork zur aktuellen Platte kam dabei auch von Christof Kather (Trommler bei JaKa; Anm. d. Verf.). Auch der Kontakt zum Carsten Benninghoff, der die Platte gemischt hat, kam so zustande.

The-Pit.de: Ihr seid mit der neuen Platte auch bei Bret Hard Records gelandet. Haben sich dadurch für euch neue Türen geöffnet?

Sebastian: Nein, Underground bleibt Underground.

The-Pit.de: Wenn ich mir „Heads Will Roll“ so anhöre, dann muss ich daran denken, dass du dich auf der Bühne auch mal regelmäßig stranguliert hast. Was wollt ihr aber tatsächlich mit diesem Song aussagen?

Sebastian: Der Song behandelt den IS-Terror und stellt lediglich dar, was in dieser abgefuckten Welt gerade abgeht. Ich habe gelernt, dass Darstellung auch Kritik ist. Was man täglich sieht und was einen abfuckt, verarbeitet man in der Musik. Das habe ich immer so gemacht.

The-Pit.de: „Who Among You“ wirkt für mich ein bisschen zerfahren – wie war da die Herangehensweise?

Sebastian: Der Song wirkt nicht zerfahren, dann hast du den Song einfach noch nicht verstanden (und muss lachen). Aber ich weiß, was du meinst. Ist eben kein typischer Old-School-Death-Metal-Song. Wir haben es ja gern, zwischendurch auch mal ziemlich abgespacete Sachen zu spielen.

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