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Opeth im Interview (Dezember 2014)

„Mit dem Internet kommt automatisch eine Art geistige Zurückgebliebenheit“

Opeth dürften eine der tourfreudigsten Bands dieses Planeten sein – man hat das Gefühl, sie seien eigentlich ständig on the road. Natürlich waren sie auch wieder im Rahmen des Releases ihres neuen Werkes „Pale Communion“ unterwegs. Hamburg gehört zu den Städten, in denen die Band im Prinzip immer spielt, wenn sie Deutschland bereist, und im Vorfeld hatte The-Pit.de die Möglichkeit bekommen, mit dem Boss himself, Mikael Åkerfeldt, zu sprechen, den der Autor vor vier Jahren nach dem Jubiläumskonzert in Essen schon mal in einer Kneipe traf, woran sich der Schwede aber verständlicherweise nicht mehr wirklich erinnert. Auch wenn, wie es der Zufall wollte, lustigerweise beide Parteien damals ein Led Zeppelin-Shirt trugen, wie fotografisches Material beweist.

The-Pit.de: Hi Mikael, wie ist die Tour bisher so gelaufen?

Mikael: Gut. Wir sind jetzt bei der 19. Show angelangt. Es ist also noch sehr früh (äh okay, andere Bands würden 19 Shows auf einer Tour jetzt für eine ganze Menge halten, aber egal… Anm.d.Verf.). Aber bisher läuft es gut, es kommen viele Leute zu den Konzerten und ich denke, unsere Performance ist auch ganz in Ordnung. Zwei richtig große Shows hatten wir bisher außerdem: Im Roundhouse in London und gestern in der Heineken Music Hall in Amsterdam. Wir haben meistens in denselben Locations wie auf den Tourneen zuvor gespielt.

The-Pit.de: Hier habt ihr ja auch schon öfters gezockt.

Mikael: Ja richtig, hier waren wir bereits ein paar Mal.

The-Pit.de: Ihr tourt ja sowieso eigentlich permanent. Ich frag mich immer wieder, wie gerade du das mit deiner Familie vereinbarst.

Mikael: Nun ja, auf Tour zu gehen ist nun einmal Teil des Jobs, wenn du in einer Band spielst. Meine Kinder wissen, was ich tue und ich habe das ja schon lange gemacht, bevor sie überhaupt geboren wurden. Für sie ist das also nicht merkwürdig oder so. Was mich selbst betrifft, so fühlt es sich natürlich nicht immer toll an, so weit von ihnen weg zu sein.

The-Pit.de: Kommen wir zum neuen Album „Pale Communion“. Ursprünglich sollte es bereits am 13. Juni veröffentlicht werden, dann wurde der Release jedoch auf den 22. August verlegt. Wie kam es zu dieser Verzögerung?

Mikael: Es gab da Probleme mit dem Artwork, das war alles. Das Artwork ist sehr aufwendig und hat daher letztlich doch etwas mehr Zeit benötigt als gedacht. Wobei das jetzt auch keine so große Sache war, wie viele denken, denn ich kriege öfters ganz aufgebracht diese Frage zu hören „Warum die Verzögerung?“. Aber die Plattenfirma hat überhaupt nicht gedrängelt nach dem Motto „Wir brauchen das Artwork jetzt!“, sondern nur gesagt: „Okay, dann müssen wir den Release wohl verschieben“.

The-Pit.de: Vorher geisterte schon irgendein vermeintliches Coverartwork durchs Internet, was sich dann als Fake herausstellte, aber sehr professionell aussah.

Mikael: Das habe ich gesehen, aber das ist glaube ich eigentlich von einem Steven Wilson-Album.

The-Pit.de: Tatsächlich? Okay… (als großer Steven-Wilson-Fan muss ich sagen, hab ich dieses Bild trotzdem noch nie vorher gesehen; andere Quellen besagen aber ebenfalls, dass es von irgendeinem Steven-Wilson-Output stammen soll; Anm.d.Verf.)

Mikael: Ja, irgendein Idiot hat das als das „Pale Communion“-Cover ausgegeben. Keine Ahnung, was man davon hat, irgendein Fake-Cover zu verbreiten. Naja, das ist halt so eine Art beschissene geistige Zurückgebliebenheit, die automatisch mit dem Internet kommt.

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