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Opeth im Interview (Dezember 2012)

Anders als die anderen

Das aktuelle Album "Heritage" kam nicht bei allen Fans gut an

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The-Pit.de: Wo ihr euch mit „Heritage“ noch etwas mehr an die Sechziger und Siebziger angenähert habt; psychedelisch angehauchter, okkulter Rock ist gerade wieder total angesagt – was hältst du davon? Magst du Bands wie The Devil’s Blood oder Ghost?

Fredrik: Ja, das tue ich – mit Ghost waren wir auch schon auf Tour. Manche Songs sind sehr poppig, aber ich mag diese Mercyful Fate-Atmosphäre und den Gesang. Sie haben auch ein ganz cooles Konzept und sie können jede Menge interessante Sachen machen mit dem Image, das sie sich auferlegt haben. The Devil’s Blood mag ich auch gerne, aber ich muss mich damit noch mehr beschäftigen und mir das öfter anhören. Auf jeden Fall bin ich sehr neugierig und ich werde sie bald zum ersten Mal live sehen können, denn mit Krux spiele ich Ende Dezember eine Show in Holland.

The-Pit.de: Sie sind eine großartige Liveband, sage ich dir. Habt ihr mit Opeth eigentlich schon Pläne für ein neues Album?

Fredrik: Ein wenig, aber es ist noch zu früh, um irgendetwas darüber sagen zu können, wie es klingen wird – doch sicherlich nicht so wie „Heritage“. Mike ist schon mit ein paar Demos beschäftigt, aber es lässt sich trotzdem überhaupt noch nicht festlegen, in welche Richtung das Ganze geht; ich will gar nicht erst irgendwelche Spekulationen lostreten. Wir werden jedoch versuchen, im nächsten September das neue Album aufzunehmen – so zumindest lautet der Plan. Erst einmal ist wieder ordentlich Touren angesagt; wir gehen wieder nach Amerika, nach Südamerika, vielleicht nach Australien und Japan, spielen ein paar Festivals.

The-Pit.de: Man hat das Gefühl, ihr seid wirklich andauernd auf Tour.

Fredrik: Ja, heute Abend ist es die 152. Show der „Heritage“-Tour. Dieser Tourabschnitt ist allerdings etwas kürzer als der erste, dafür haben wir das erste Mal in Luxemburg gezockt. Es ist heute übrigens der letzte Gig in Deutschland, danach geht es nach Dänemark und Schweden.

The-Pit.de: Wie ist Joakim Svalberg zur Band gestoßen?

Fredrik: Das war quasi meine Schuld. Ich kannte ihn, denn er war mal Keyboarder bei Yngwie Malmsteen und er kommt aus derselben Stadt wie wir. Ich hab ihn schon bei vielen Gelegenheiten live gesehen und wusste, wie gut er ist. Außerdem hat er gesangliches Talent und gesungen hat Per (Wiberg; früherer Opeth-Keyboarder und Backing-Sänger – Anm. d. Verf.) schließlich auch. Er war meine Empfehlung, doch auch Per selbst hatte ihn als seinen Nachfolger vorgeschlagen. Überhaupt hat sich die Keyboard-Sektion über die Jahre klar weiterentwickelt: Joakim hat neben der Hammond auch diverse Moogs auf die Bühne gebracht, wir haben jetzt Mellotrons und alles mögliche da stehen und greifen nicht nur auf Samples oder so was zurück – das macht schon einen Unterschied.

The-Pit.de: Bist du eigentlich auch ein Vinylsammler so wie Mike?

Fredrik: Nicht so wie Mike (lacht). Axe (Martin Axenrot; Drums – Anm. d. Verf.) kauft auch jede Menge Platten, aber Mike ist extrem. Ich kaufe schon auch immer noch gerne Vinyl, aber auch nur, wenn ich weiß, dass ich das dann auch irgendwann höre. Ich möchte bei alten Sachen dann schon gerne die originale Pressung haben, aber ich muss nicht meinetwegen zehn verschiedene Pressungen von „Black Sabbath“ oder so besitzen.

The-Pit.de: Ich habe mal gelesen, Mike hat zum Beispiel von „Sad Wings Of Destiny“ von Judas Priest sechs Exemplare gekauft.

Fredrik: Das ist noch gar nichts, von Kiss’ „Alive II“ hat er glaube ich 25 verschiedene Pressungen. Aber er verkauft auch Sachen, er kennt sich aus und ist gut darin, von daher kann er dieses Hobby auch gut finanzieren. Im Übrigen: Als wir ihm vor der Tour beim Umzug geholfen haben, war da ein ganzer Truck voller Vinyl – völlig verrückt!

The-Pit.de: Fredrik, ich danke dir für das Interview und freue mich auf die Show!

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