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Obituary im Interview (März 2015)

„Das ist der klassische Plattenvertrag, für die Band in der Regel einfach kompletter Scheißdreck“

Tiefenentspannt, dass dürfte die richtige Bezeichnung sein, wie sich Donald Tardy, seines Zeichens Drummer bei den Deathern Obituary, im Essener Turock bei ihrem Tourabstecher gibt. Klar, das neue Album „Inked In Blood“ ist in der Todesbleiszene richtig gut angekommen, die Clubs auf der Tour sind nahezu überall komplett ausverkauft und in Essen haben sie schon traditionell einen guten Stand. Nachdem sich Donald erst einmal mehrfach dafür entschuldigt, dass sich der Interviewtermin etwas verzögert, da er erst noch etwas essen wolle, ist nur eine kleine schmunzelnde Randnotiz.

The-Pit.de: Hi Donald, ist einfach wieder klasse, euch erneut in Essen zu treffen. Ich habe euch ja hier im Turock schon im März 2010 gesehen. In 2012 seid ihr gleich zweimal hier in Essen aufgetreten und letztes Jahr habt ihr auf dem Rock Hard Festival 2014 gezockt. Ist das überhaupt noch etwas besonderes für euch oder fühlt ihr euch in unserer Gegend einfach nur wohl?

Donald: Ja definitiv, wir fühlen uns hier einfach nur sauwohl. Die deutschen Fans sind einfach unschlagbar. Hier haben wir mehr Unterstützung als sonst irgendwo auf der Welt. Dafür sind wir auch sehr dankbar. Das ist natürlich auch ein Grund, dass wir so häufig wie möglich in Deutschland touren. Hier ist nicht nur der größte Markt für uns, hier treffen wir auch die meisten und größten Die-Hard-Fans.

The-Pit.de: Es ist ja heutzutage nicht mehr selbstverständlich, dass die Shows mit hunderten an Fans nahezu ausverkauft sind. In 2008 habt ihr in Wacken gespielt, dieses Jahr werdet ihr wieder dort auftreten, ein Festival, welches einfach nur unübersichtlich groß ist. Im Gegensatz dazu sind ja Festivals wie das Rock Hard Festival deutlich fannaher und intimer. Was liegt euch da näher und kann man da überhaupt Vergleiche ziehen?

Donald: Festivals sind schon ein wenig verrückt. Die Fans denken häufig, dass es für Bands doch nichts besseres geben würde, als auf Festivals zu spielen, anscheinend eine großartige Erfahrung. Aber ehrlich, das ist kein wirkliches Vergnügen. Du musst so schnell auf die Bühne rauf, hast keinen Soundcheck, nur fünfzehn Minuten für den Umbau, und dann bist du obendrein auch noch so weit weg von den Menge, sodass überhaupt keine intime Atmosphäre aufkommen kann. Manchmal macht das schon Spaß, das muss ich ehrlich sagen, aber Obituary sind einfach eine klassische Clubband, dafür leben wir. Ich will nicht sagen, dass wir nicht gerne solch große Festivals wie Wacken spielen, aber Festivals wie das Rock Hard Festival haben die richtige Größe auch für Obituary-Fans. Ich denke, dass wir auch immer richtig geile Shows abliefern, egal ob auf den Festivals oder in kleineren Clubs.

The-Pit.de: Mit „Inked In Blood“ habt ihr ein richtig geiles neues Album herausgebracht. Fünf Jahre sind natürlich zwischen zwei Alben heutzutage eine sehr lange Zeit. Warum hat das so lange gedauert?

Donald: Eigentlich haben wir keinen wirklichen Grund, warum das fünf Jahre gedauert hat. Wir waren schon immer eine Band, die sich keine Deadlines gesetzt hat. Wir haben uns nie um die Zeit gekümmert, wir haben uns von der Musik finden lassen, wir haben uns da nie zeitlich unter Druck setzen lassen. Und so sind wir auch an dieses Album herangegangen. Wir haben uns ausreichend Zeit gelassen, um die Songs zu schreiben, und erst als wir fertig waren, haben wir die Songs auch aufgenommen. Wir haben die Aufnahmen auch immer wieder im Auto oder auch zu Hause angehört, und wenn du dann die Songs immer wieder ein bisschen sezierst und du dir denkst, dass ein Part zu lang ist oder ein anderer Teil doch besser ans Ende gehört, dann dauert das leider etwas länger. Ich glaube aber, dass diese Herangehensweise für eine deutlich ausgewogenere Platte gesorgt hat. Da ist viel, Zeit drauf gegangen, aber das Ergebnis gibt uns ja auch Recht, denn wir haben ein tolles Album zusammengebracht.

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