Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Nothgard im Interview (Oktober 2014)

Arbeitstiere aus Niederbayern auf Erfolgskurs

Gerade ist das neue Album der niederbayrischen Pagan Metaller Nothgard auf dem Markt erschienen und schlägt große Wellen. Praktisch zur gleichen Zeit tourt die Formation durch Spanien und erlebt so manche Überraschung. Auch ein neues Musikvideo ist am Start. Frontmann Dom nimmt sich während einer Fahrt zu einem weiteren Termin die Zeit, um mit uns zu telefonieren.

The-Pit.de: Servus Dom! Danke, dass du dir die Zeit für ein Interview nimmst.

Dom: Hi! Ja, momentan ist es ziemlich stressig! Die nächste Tour steht an und heute haben wir auch noch einen weiteren Interviewtermin. Wir sind auch gerade auf der Autobahn. Ich bin allerdings Beifahrer und du hast meine volle Aufmerksamkeit.

The-Pit.de: Dann lass uns gleich beginnen. Wie sind die Reaktionen auf die CD ausgefallen? Sie hat ja bei uns sehr gut abgeschnitten.

Dom: Anfänglich empfanden wir die Reaktionen als extrem gut. Vor allem im internationalen, nicht deutschsprachigen Raum gab es sehr gutes Feedback. Auch in Deutschland sind wir meist sehr gut bewertet worden. Durchgefallen sind wir wie immer beim „Rock Hard“. Das hat uns allerdings nicht überrascht. Für Bands aus unserem Genre haben die Redakteure beim „Rock Hard“ nie viel übrig. Also ist es kein Wunder, dass es bei uns da keine Ausnahme gibt. Eine Kernaussage in deren Review war, dass wir uns anhören wie Korpiklaani. Das ist ja wohl nicht der Fall und ich behaupte jetzt einfach, dass der Schreiberling sich irgendeine Platte angehört hat, aber nicht unsere. Ist ja auch egal. Im Großen sind wir recht happy über viele richtig gute Rezensionen. Inzwischen gehe ich mit Reviews auch wesentlich professioneller um und nehme sie nicht mehr persönlich. Nach der ersten Platte war ich irgendwann an einem Punkt, an dem ich gar keine Reviews mehr lesen wollte. Inzwischen stört es mich nicht mehr, wenn ich eine schlechte und unangebrachte Kritik lesen muss.

The-Pit.de: Was wollt ihr mit dem CD-Titel „Age Of Pandora“ ausdrücken? Jeder kennt die Kiste der Pandora, aber was soll das Zeitalter der Pandora sein?

Dom: Daniel und ich haben vorab Texte verfasst und gesammelt. Klar war, dass wir kein Konzeptalbum machen wollten. So nach und nach hat es sich aber ergeben, dass einige Texte trotzdem einen bestimmten Bezug zueinander haben. Wir widmen uns auf diesem Album nicht der nordischen Mythologie, sondern die Lyrics drehen sich alle um aktuelle Themen. „Black Witch Venture“ handelt beispielsweise von Kindesmisshandlung. Es sind aber alle Texte metaphorisch verfasst und man muss sich schon erst mit ihnen auseinandersetzen, um den wahren Inhalt zu erforschen. Ein paar Texte handeln auch von Dingen, die mich persönlich bewegen und umtreiben. Als wir dann versucht haben, die ganzen Thematiken unter einen Hut zu bringen, kamen wir auf die Geschichte von der Kiste der Pandora. In der Geschichte kommen so viele Elemente vor: Hoffnung, Leid, Verderben und viele andere Formen von Glück und Unglück sind dort verbaut. Wenn man das auf unsere Zeit überträgt, dann kann man sehr viele Parallelen erkennen. Heute gibt es sehr viele positive Aspekte, aber eben auch unglaublich schlimme und schwierige Zustände. Die gibt es im persönlichen Umfeld genauso wie weltumspannend. Als wir bemerkt haben, dass alle Texte mit der Geschichte der Pandora in Einklang gebracht werden können, haben wir den Namen umgebaut und für das Album verwendet. Die Kernaussage ist so zu verstehen: Die Welt steht am Abgrund, ist aber noch nicht verloren. Wir können das Ruder noch rumreißen.

The-Pit.de: Also im Prinzip auch ein bisschen Yin und Yang.

Dom: Wenn du so willst, ja. Man könnte es auch darauf übertragen. Der erste Gedanke war, dass wir weg wollten von der nordischen Mythologie. Dieses Thema ist so ausgewaschen. Da es auch immer noch Gruppen gibt, die auf diesen Zug aufspringen, war es für uns an der Zeit, uns weiterzuentwickeln. Man darf als Band nie stehen bleiben. Wir haben uns jetzt nicht gegeißelt, um unbedingt Veränderungen zu erzwingen, aber der Fortschritt kam uns nicht ungelegen.

Seite
comments powered by Disqus

Spektakulärer Abend, der kaum zu übertreffen ist

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“

Perfekter Tour-Abschluss, der mehr Zuschauer verdient hätte

Kurzweiliger Abend mit kleinem Vorgeschmack auf das kommende Album

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17