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Noctem im Interview (Juli 2012)

"Wir wollen auf der Bühne das absolute Chaos"

Wahre Arbeitstiere: Noctem

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Die Spanier Noctem haben mit „Oblivion“ ein wirklich gelungenes Album vorgelegt, das in den allermeisten Fällen auch sehr gute Kritiken bekam. Die Szene in Spanien ist nicht so wie die in Deutschland und auch Arbeitsweisen sind nicht immer gleich. Über diese und andere Themen sprach Frontmann Beleth mit The-Pit.de.

The-Pit.de: Hi Beleth! Ihr habt in der unmittelbaren Vergangenheit euer Album „Oblivion“ veröffentlicht. Hier bei The-Pit.de gab es dafür recht viel Lob. Wie denkt die Band über die Scheibe und wie fielen die Reaktionen in Spanien aus?

Beleth: Meiner Meinung nach ist „Oblivion“ der bisher beste Output von Noctem. Wir haben sehr viel Zeit und Herzblut in das Album gesteckt und nun scheint sich der Aufwand auszuzahlen. In Spanien haben sich viele Fans der Band angeschlossen und unterstützen uns auch tatkräftig. Ich glaube, mit dem Album haben wir die Extrem-Metal-Szene in meinem Heimatland relativ tief berührt und somit auch viel Aufmerksamkeit erhaschen können.

The-Pit.de: Kannst du uns kurz erzählen, um was es bei „Oblivion“ geht?

Beleth: „Oblivion“ ist ein Konzeptalbum. Die Texte drehen sich alle um vergangene mittel- und südamerikanische Kulturen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Mayas. Auf „Oblivion“ behandeln wir mehrere Sichtweisen dieser Themen. Es geht zum Beispiel um Kulte der Ureinwohner oder auch um den schändlichen Einmarsch spanischer Truppen. Auch die Christianisierung sowie die blutigen Opfergaben der Ureinwohner sind textlich behandelt worden.

The-Pit.de: Wer hat die Scheibe denn produziert und wo habt ihr sie aufgenommen?

Beleth: Wir haben das Album im UltraSound Studio 2 in Moita, Portugal aufgenommen. Der Produzent war Daniel Cardoso. Daniel hat schon mit Anathema, Ava Inferi und vielen anderen gearbeitet.

The-Pit.de: Arbeitet ihr schon wieder an neuem Material?

Beleth: Wir sind voller Energie. Wir haben die aktuelle Scheibe nun genug promotet und werden uns jetzt wieder im Studio einschließen, um wieder an neuen Songs zu arbeiten. Wir konzentrieren uns gerade auf das Komponieren der neuen Lieder. Das neue Album soll mindestens genauso gut werden wie „Oblivion“, aber einen völlig anderen Weg einschlagen. Wir wollen und können keine zwei gleichen Alben machen. Hier ist aber noch nichts spruchreif. Alles, was wir bisher sicher wissen ist, dass das neue Werk wieder absolut brutal werden soll.

The-Pit.de: Was denkst du über die deutschen Fans?

Beleth: Die deutschen Fans sind super. Ich meine immer, sie wissen gar nicht, welches Glück sie mit ihrer enormen Szene haben. Praktisch alle wichtigen Touren gehen durch Deutschland. Dort sind mindestens jede Woche interessante Konzerte. Für ausländische Bands ist es allerdings sehr schwer, nach Deutschland zu kommen. Der Markt ist sehr gesättigt und es ist dementsprechend schwer, die Aufmerksamkeit der Metalheads zu erregen. Genau aus diesen Gründen sind wir aber sehr froh, dass wir viele neue Fans aus Deutschland gewinnen konnten. Das ist für uns ein großer Schritt.

The-Pit.de: Und wie würdest du die Szene in Spanien beschreiben?

Beleth: In Spanien haben wir zwei parallele alternative Musikszenen. Der eine Teil hat seinen Fokus auf spanischem Metal und Rock mit Bands wie Hamlet, Warcry oder Mago de Oz. Auf der anderen Seite haben wir die Underground-Metalszene, die kleiner und extremer ist. Hier dreht sich momentan vieles um Death und Grind. Diese Undergroundbewegung erwacht langsam. Mit der Zeit gibt es immer mehr Bands, die es aus Spanien bis über die Grenzen schaffen. Bis zu deutschen Verhältnissen ist es aber noch ein sehr weiter Weg.

The-Pit.de: Würdest du euch als Studio- oder als Liveband bezeichnen?

Beleth: Eindeutig als Liveband. Wir versuchen, im Studio einen bestmöglichen Job abzuliefern, aber die Auftritte sind viel wichtiger. Da haben wir den direkten Kontakt zu den Fans und auf der Bühne holen wir das letzte aus uns heraus.

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