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Neverdream im Interview (Februar 2011)

Nevermore + Dream Theater = Neverdream

...und der zweiten "Souls"

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The-Pit.de: Ihr kommt aus Rom – gibt es da eine „gesunde“ Metalszene? Italienische Hartwurstmucke wird ja meistens nur mit bombastischem Power Metal assoziiert, ansonsten wissen die meisten wohl eher wenig Differenziertes darüber. Wie sieht das bei euch in der italienischen Hauptstadt aus?

Gabriele: In Rom gibt es eine Menge Bands und ich denke, etliche sind auch wirklich gut. Dennoch ist es nicht leicht, über Jahre eine Band zu haben, mit denselben Leuten, die zusammenbleiben und die gleiche musikalische Vision teilen; man muss viel Glück haben und sehr entschlossen sein, um sich letztlich durchzusetzen. Das Problem ist, dass die Leute hier immer gleich alles sofort wollen, weswegen sich hierzulande am Ende des Tages nur wenige Gruppen längerfristig halten. Man muss eben wie gesagt Glück haben, entschlossen sein und Tag für Tag hart arbeiten, um nach oben zu kommen.

The-Pit.de: Die Fülle an Bands heutzutage macht es ja außerdem auch nicht gerade leichter, den Durchbruch zu schaffen. Aber mal was anderes: Auf eurer Website habe ich gesehen, dass ihr alle Fußball mögt. Roma oder Lazio?

Gabriele: Für mich ist es die Roma, aber für die meisten anderen in der Band eher Lazio – leider (lacht).

The-Pit.de: In letzter Zeit ist ja beängstigenderweise zu sehen, dass es im italienischen Fußball große Probleme mit faschistischen Bewegungen gibt, insbesondere bei Lazio.

Gabriele: Da kann man nur hoffen, dass das eine temporäre Erscheinung bleibt.

The-Pit.de: Allerdings. Na ja, kommen wir zurück zur Musik: Welches eurer drei Alben magst du persönlich am liebsten? Meistens ist es ja das, was man gerade neu herausgebracht hat.

Gabriele: Mag sein, aber für mich ist das favorisierte Album „Souls“, da es sehr wichtig war für meine musikalische Entwicklung. Natürlich mag ich „Said“, aber „Souls“ sehe ich schon als die wichtigste Platte an.

The-Pit.de: Und wie seid ihr auf die Idee mit dem Saxophon gekommen – habt ihr auch einen Jazz- und Fusion-Background? Manche Sachen, zum Beispiel bei „Voodoo“ hören sich doch sehr Fusion-mäßig an.

Gabriele: Wie gesagt, wir haben eine gemeinsame Leidenschaft für progressive Rock- und Metalmusik, aber wir mögen auch andere Dinge wie Jazz, Klassik usw. Wir planen beim Songwriting nicht großartig und schließen keinerlei Einflüsse aus – weswegen es manchmal für den Hörer beim ersten Durchlauf möglicherweise schwierig sein kann, aber das ist auch irgendwo das, was wir erreichen wollen (lacht). Das mit dem Saxophon fing während der Aufnahmen zum ersten Album „Chemical Faith“ als Witz an, ist aber seitdem ein fundamentaler Bestandteil unseres Sounds geworden, was meiner Meinung nach fantastisch klingt.

The-Pit.de: Hast du einen Lieblingssong auf „Said“?

Gabriele: „Voodoo“ gefällt mir am besten, dicht gefolgt von „The Long Walk To Freedom“.

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