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Neverdream im Interview (Februar 2011)

Nevermore + Dream Theater = Neverdream

Das Cover der ersten Scheibe "Chemical Faith"

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The-Pit.de: In eurem neuen Album „Said“ geht es um Afrika, auch ein interessantes Thema, wie ich finde. Im Booklet gibt es eine Kurzbeschreibung, worum es in den einzelnen Songs geht, dennoch: Existiert ein roter Faden oder steht jeder Track für sich selbst?

Gabriele: Jeder Song steht für sich selbst, wir haben kein „gewöhnliches“ Konzeptalbum gemacht; in dem Sinne ist es vielleicht gar nicht wirklich ein Konzeptalbum, sondern ein Album, das von einem großen Thema handelt. Wir haben Song für Song geschrieben und die Songs sind lediglich durch den Link „Afrika“ miteinander verbunden, es wird keine Geschichte erzählt wie damals bei „Souls“ oder „Chemical Faith“.

The-Pit.de: Warst du schon mal selbst in Afrika?

Gabriele: Nein, leider noch nicht, aber ich möchte auf jeden Fall gerne mal hin.

The-Pit.de: Und hat der Titel „Said“ irgendeine spezielle Bedeutung?

Gabriele: Ha, du bist tatsächlich der erste, der mich das fragt. „Said“ ist ein Anagramm für Aids, also den schlimmsten Killer der afrikanischen Bevölkerung. Vielen Dank, dass du mir diese Frage gestellt hast (lacht).

The-Pit.de: Jetzt verstehe ich. Ich habe mich erst gefragt, ob es sich hier nicht um die Vergangenheitsform des Wortes „say“ handelt, aber so ergibt das natürlich einen Sinn. Übrigens finde ich es in dem Zusammenhang ja skandalös, dass sich zum Beispiel der Papst immer noch gegen die Benutzung von Kondomen ausspricht.

Gabriele: Ja, es gibt zwar Kriege und Hungersnot in Afrika, aber wie gesagt, Aids ist trotzdem immer noch der schlimmste Killer der afrikanischen Bevölkerung, und da sollte man schon versuchen, etwas dagegen zu tun, in erster Linie sicherlich auch die Kirche.

The-Pit.de: Gibt es denn auch eine Bedeutung hinter eurem Bandnamen Neverdream?

Gabriele: Hehe, das ist auch eine sehr gute Frage, aber es gibt keine, ich sag mal, progressive Antwort darauf. Als wir damit begannen, zusammen Musik zu machen, brauchten wir natürlich einen Namen und die beiden Bands, die wir damals am meisten mochten, waren Dream Theater und Nevermore. Also haben wir Teile dieser Namen einfach zusammengepackt (lacht).

The-Pit.de: Das ist eine ziemlich clevere Idee, zumal es oft ja echt nicht leicht ist, einen Namen zu finden, weil alle coolen Bandnamen immer schon vergeben sind, wenn man meint, mal einen guten gefunden zu haben.

Gabriele: Ja, da kann man Monate mit zubringen, aber wenn du betrunken bist, geistern dir eine Menge verrückter Ideen durch den Kopf (lacht).

The-Pit.de: Das kommt vor, hehe. Wie war das denn, als ihr die Band damals gegründet habt?

Gabriele: Wir sind schon seit zwanzig Jahren Freunde, kennen uns also schon lange und die Band war das Resultat der Liebe und Leidenschaft, die wir für Musik empfanden und immer noch empfinden. Seit unserer Schulzeit war es für uns die höchste Form des Lebens und der Kommunikation mit anderen Leuten: Platten, Konzerte, Magazine, Schule schwänzen, um stattdessen zu spielen (lacht). Natürlich gab es Line-up-Wechsel und die Art, wie wir Musik schreiben, hat sich mit der Zeit ein wenig geändert, aber uns gibt es nun schon seit vielen Jahren und wir haben immer noch denselben Spirit wie vor fünfzehn oder sechzehn Jahren.

The-Pit.de: Und mit welchen Bands bist du aufgewachsen? Ihr seid ja eine Prog-Band, interessierst du dich da auch für Gruppen aus den Siebzigern?

Gabriele: Ja, da gibt es einige Bands aus den Siebzigern, vor allem Pink Floyd natürlich. Aber sonst auch Metallica, Dream Theater, Katatonia oder Nevermore, das ist so mein musikalischer Background. Auch Rush schätze ich sehr.

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