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MyChildren MyBride im Interview (April 2011)

"Wir sind nicht nur Christen in einer Band, wir sind eindeutig eine christliche Band."

Gitarrist Robert Bloomfield und Matthew sind am längsten in der Band

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The-Pit.de: Seid ihr vor euren Auftritten eigentlich nervös?

Matthew: Nicht wirklich, da ich das jetzt schon so lange mache und es bereits gewöhnt bin. Ich werde jedoch immer nervös, wenn meine Freunde, meine Familie oder meine Freundin – ich habe zur Zeit zwar keine – oder das Mädchen, das ich echt mag, bei meinem Auftritt im Publikum steht und mir zuschaut. Ich bin nicht nervös, weil ich vor Menschen stehe, sondern nervös, weil dort Leute stehen…

The-Pit.de: …die dich kennen!

Matthew: Genau! Die kennen mich halt alle privat, aber wenn ich auf der Bühne stehe, dann bin ich ganz anders, wie ein anderer Mensch. Ich bin nicht ganz ich selbst und komme mir lächerlich vor.

The-Pit.de: Das ist wohl ein typisches Problem von Musikern.

Matthew: Ja! Auf der letzten Show mit Haste The Day waren ungefähr 2000 Leute gekommen und es war echt easy vor den ganzen Menschen zu performen, es hat mich nicht gestört oder so.

The-Pit.de: Gibt es irgendwelche Rituale, die ihr vor den Shows macht? Betet ihr alle nochmal gemeinsam?

Matthew: Früher haben wir immer zusammen gebetet, jetzt jedoch nicht mehr. Ich bete vor jedem Auftritt und mache ein paar Stimmübungen, stretche mich. Einige andere Bands haben echt seltsame Rituale, aber Mychildren Mybride haben keine verrückten Rituale, wir scherzen vor den Shows ein wenig rum und lockern uns auf, machen Push-Ups, nichts Besonderes.

The-Pit.de: Euer Song „Faithless“ aus eurem Debütalbum „Unbreakable“ handelt von einem Menschen, der sich von Gott abgewendet hat, jedoch wieder zurück zu seinem Glauben findet. Hast du das selbst erlebt, Matt?

Matthew: Richtig. Die Geschichte dahinter ist eigentlich folgende: Bei meiner Mutter wurde Brustkrebs diagnostiziert, sie hatte einen Tumor in ihrer Brust. Meine Mutter ist für mich die „ideale Christin“, wenn du in einem Wörterbuch nach einem Christen suchen würdest, würdest du wohl meine Mutter finden.

The-Pit.de: Wurdest du christlich erzogen?

Matthew: Ja, das wurde ich. Meine Mutter ist in meinen Augen die „perfekte Christin“, liest jeden Tag in der Bibel und erfüllt all die „christlichen Aufgaben“ die ein anständiger Gläubiger tun sollte.

The-Pit.de: Sie ist sozusagen der Prototyp eines Christen.

Matthew: Genau (lacht)! Ich schaue immer zu ihr auf und als ihr das dann passiert ist, ausgerechnet ihr, war ich wirklich bestürzt. Als ich davon erfuhr, konnte ich nicht bei ihr sein, da ich auf Tour war, so dass ich sie nicht unterstützen konnte. Ich gab damals Gott die Schuld dafür, dachte „Warum passiert das gerade? Warum widerfährt es ausgerechnet ihr?“ Ich meine, sie macht alles richtig, ich war wahnsinnig wütend auf Gott, warum passiert so etwas den Gläubigen, ich fragte mich, ob ich überhaupt noch Teil dieser Sache sein wollte. Ich dachte zwar nur eine kurze Zeit so, aber ich war halt wirklich wütend. Der Tumor in ihrer Brust hatte die Größe eines Eis und sie ging zu Ärzten und die versicherten ihr, dass es eine wirklich ernste Sache sei, dass der Tumor sich im ganzen Körper ausbreiten könnte. In den nächsten drei Wochen bekam sie Medizin, die sie auf die kommende Chemotherapie vorbereiten sollte. Nachdem sie dieses Zeugs nahm, welches noch nicht den Krebs bekämpft, sondern wie gesagt, nur den Körper fit für die Chemo machen sollte, geschah ein Wunder! Sie hatte plötzlich keine Anzeichen mehr von ihrer Krankheit, die Ärzte konnten keinen Tumor oder Ähnliches mehr finden und hatten keine Erklärung dafür. Wir in der Familie glauben, dass es ein Wunder war, dass Gott uns half. Diese Tatsache öffnete meine Augen.

The-Pit.de: Die Themen in euren Songs sind also realitätsbezogen.

Matthew: Richtig. Ich schreibe alle Songs, somit sind sie immer sehr persönlich. Ich schreibe über Dinge, die ich selbst durchlebt habe, in der Hoffnung, dass ich jemandem damit helfe, der eventuell auch gerade dasselbe durchstehen muss oder einmal durchstehen musste. „Lost Boys“ (aus dem aktuellen Album „Lost Boy“) ist auch sehr persönlich. Ich wollte dieses Mädchen heiraten, es war etwas wirklich Ernstes und dann hat sie einfach mit mir Schluss gemacht. Das war damals eine wirklich harte Zeit für mich und ja, darum geht es sogar fast in der Hälfte des Albums.

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