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My Dying Bride im Interview (September 2012)

Musikalische Mosaike

Gesprächspartnerin Lena Abé stieß 2007 zur Band

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Während sie sich mit Liveaktivitäten stets eher zurückhalten, sind die englischen Doom-Götter My Dying Bride in Sachen Studioarbeit in den letzten Jahren so aktiv gewesen wie vermutlich noch nie. Nachdem vor drei Jahren „For Lies I Sire“ das Comeback der Violine einläutete, folgte zunächst die „Bring Me Victory“-EP (zu beiden Produkten sind auf The-Pit.de ausführliche Interviews mit Gitarrist Andrew Craighan bzw. Sänger Aaron Stainthorpe nachzulesen). Dann erschien 2011 mit „Evinta“ ein ambitioniertes Album, auf dem Orchesterarrangements, die auf mehreren MDB-Klassikern basierten, zu hören waren, sowie im selben Jahr die EP „The Barghest O’ Whitby“. Am 19. Oktober wird nun wiederum das neue Studioalbum „A Map Of All Our Failures“ in die Ladenregale wandern – es gab also einigen Gesprächsstoff für ein interessantes Interview mit Bassistin Lena Abé, die 2007 zu den sterbenden Bräuten hinzustieß und die wir in einem Berliner Hotel anklingelten.

The-Pit.de: Hallo Lena. Ihr habt ja ein ganz schönes Programm, wenn ihr gleichzeitig Telefon- und Face-to-Face-Interviews wuppen müsst.

Lena: Ja, wir haben am Montag angefangen und einen ganz ordentlichen Terminplan. In London ging es los, dann kamen Brüssel, Mailand, Paris und jetzt Berlin – schon heftig, es waren echt lange Tage.

The-Pit.de: Das glaube ich. Lass uns zunächst einmal darüber reden, wie du zur Musik gekommen bist und ein Instrument gelernt hast. Ich muss nämlich zugeben, dass ich gar nichts über dich vor deinem Einstieg bei My Dying Bride weiß.

Lena: Okay. Ich habe selbst angefangen zu spielen, als ich zehn Jahre alt war. Ich komme aus einer musikalischen Familie und hatte nicht besonders viele Spielzeuge, als ich jung war, sondern stattdessen Instrumente, so dass ich in einer kreativen Atmosphäre aufwuchs. Über die Jahre konnte ich meinen Stil entwickeln, ich spielte Gitarre, Bass, dann elektrische Gitarre und fand so schließlich meinen Weg zum Metal – da war ich so im Teenageralter. Mit My Dying Bride freundete ich mich ein paar Jahre, bevor ich der Band beitrat, an. Und als Adrian (Jackson – Bassist von 1991 – 2007; Anm. d. Verf.) die Gruppe verließ, musste alles sehr schnell gehen, da einige Gigs anstanden. Ich ging damals zum Vorspielen, dort waren auch noch ein paar andere Leute, aber ich bekam den Zuschlag. Sie riefen mich an und wollten eine richtige Probe abhalten und von da an war ich in der Band. Da ich wie gesagt schon vorher mit ihnen befreundet war, kannten sie mich natürlich und ich kannte sie und da passte das alles gut, weil eben auch schnell ein Ersatz gefunden werden musste.

The-Pit.de: Und in welchen Bands hast du vorher gespielt?

Lena: Nun, vor My Dying Bride habe ich in einigen lokalen UK-Bands gespielt, aber nichts wirklich Bekanntes.

The-Pit.de: Wie ist das eigentlich bei euch mit dem Altersunterschied? Du bist immerhin gut 20 Jahre jünger als einige andere Bandmitglieder.

Lena: Die Frage wird mir oft gestellt, genauso wie die Frage danach, wie es ist, die einzige Frau in der Band zu sein. Aber es macht wirklich keinen Unterschied. Wir sind einfach eine Band, wir arbeiten zusammen und sind gut miteinander befreundet – alles andere spielt keine Rolle. Manchmal, wenn wir etwas trinken gehen, blödeln wir herum und sagen, Shaun sei Aarons Sohn (lacht), aber an sich interessiert der Altersunterschied überhaupt nicht. Jeder ist wegen seines Talents in der Band und weil er irgendetwas Bestimmtes zu My Dying Bride beitragen kann. Das ist das Wichtigste, alles andere ist weder wichtig noch wird es überhaupt richtig wahrgenommen.

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