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My Dying Bride im Interview (Dezember 2009)

Über Neues und Vergangenes

Stand uns für jede Menge Fragen zur Verfügung: Aaron Stainthorpe

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Unser letztes Interview mit Englands Doom-Metal-Band Nummer eins, My Dying Bride, liegt zwar erst ein paar Monate zurück, doch da sich in dieser relativ kurzen Zeit so einiges bei dem Sextett getan hat – unter anderem gab es schon wieder einen Wechsel im Line-up –, ließen wir es uns nicht nehmen, ein weiteres Telefonat mit den Bräuten zu führen. In dem daraus resultierenden, interessanten Gespräch mit Sänger Aaron Stainthorpe ging es nicht nur um die neue EP „Bring Me Victory“ oder die erwähnte personelle Veränderung, sondern auch um Dinge wie ältere Veröffentlichungen oder die Texte des Frontmannes.

The-Pit.de: Hi Aaron, wie geht's denn so?

Aaron: Alles bestens, danke.

The-Pit.de: Dann lass uns doch gleich beginnen. Ihr habt eine neue EP namens „Bring Me Victory“ am Start, auf der ihr unter anderem den Song „Scarborough Fair“ gecovert habt; ein Stück, das vor allem durch Simon & Garfunkel große Berühmtheit erlangt haben dürfte. Dafür habt ihr sogar zwei neue Strophen komponiert – wie kam es denn dazu?

Aaron: Also, das ist ja ein sehr alter Song und ich glaube, viele Leute denken, es sei ein Stück von Simon & Garfunkel, was natürlich nicht stimmt, denn es muss um die 300 Jahre alt sein. Entstanden ist es übrigens ganz in der Nähe von dort, wo wir wohnen, in Scarborough halt, das in Nordengland liegt. Die Strophen dieses Liedes haben sich über die Jahre zwar verändert, aber normalerweise gibt es ungefähr neun – die meisten Musiker, die es covern, spielen allerdings nur die ersten drei, wie auch Simon & Garfunkel. Der Rest wird oft quasi vergessen, was ich recht schade fand. Und um es ein bisschen mehr zu einem My Dying Bride-Track zu machen, habe ich mich dazu entschlossen, zwei weitere Strophen zu schreiben, welche ich am Anfang singe. Danach singe ich die drei standardmäßigen Verse und am Ende dann den neunten, den eigentlich kaum jemand performt. Es ist von daher eine eher ungewöhnliche Coverversion, die aber denke ich ganz gut gelungen ist, vor allem, weil sie sich von den ganzen, ich sag mal „Popversionen“ stark unterscheidet und ein My Dying Bride-Feeling transportiert. Es ist so oder so schon ein depressiver Song und für eine depressive Band wie uns war es daher gut, ihn noch depressiver zu machen. 

The-Pit.de: Also ich finde auch, dass es sich total nach My Dying Bride anhört, gerade mit den Gitarren...

Aaron: Ja, wir waren uns nicht ganz sicher, wie wir das machen sollten – sicherlich doomig und langsam, aber wie packt man auf so einen Song heavy klingende Gitarren? Das Arrangement ist schon recht ausgeklügelt und ich bin sehr glücklich mit dem Ergebnis.

The-Pit.de: Ich denke auch, dass es sich sich sehr gut anhört. – Als weiteres gibt es dann noch eine Coverversion von „Failure“ von The Swans, die laut eurer Homepage eine deiner Lieblingsbands sind. Ich persönlich muss gestehen, ich kenne nur den Namen und könnte mir vorstellen, eine Menge Fans kennen die Gruppe ebenfalls nicht. Deswegen würde ich dich bitten, doch mal ein bisschen was zu dieser Band zu erzählen, was sie für Musik macht und wie sie deine musikalische Laufbahn beeinflusst hat.

Aaron: Die Musik ist ziemlich ungewöhnlich. Besonders die frühen Sachen sind ziemlich chaotisch und nach meiner eigenen Ansicht auch nicht besonders gut. Ich denke, es wurde besser mit dem Album „White Light At The Mouth Of Infinity“, wo auch „Failure“ drauf enthalten ist. Hier wurde die Band musikalischer und die Songs hörten sich endlich auch tatsächlich nach Songs an, während sie auf den ersten Alben mehr oder weniger nur nach Geräuschen klangen. The Swans entwickelten sich in eine interessantere Richtung und das war dann auch der Zeitpunkt, als ich die Gruppe für mich entdeckte – vor etwa 15 Jahren vielleicht. Am Ende allerdings gingen sie dann wieder mehr in Richtung chaotische Geräusche. Von daher würde ich sagen, die mittlere Phase von The Swans war die beste, da gab es vier Alben, die wirklich brillant sind – das frühe und das späte Material dagegen finde ich nicht so gut.
Auf jeden Fall ist die Musik sehr düster und sehr melancholisch – ziemlich passend zu My Dying Bride, sodass ich eigentlich selbst überrascht bin, dass wir erst jetzt ein Cover von denen gemacht haben. Nun haben wir es aber endlich getan und uns für „Failure“ entschieden – auch wenn wir ebensogut zehn andere Swans-Songs hätten nehmen können. Aber das Stück hat schon was Spezielles; die Lyrics sind sehr ergreifend und es ist ein eher untypischer Song, da er nicht dem typischen Strophe-Refrain-Schema folgt. Ich liebe ihn seit Jahren und sehe es als große Ehre an, dieses Cover zu machen, auch wenn einige Swans-Fans es bestimmt furchtbar finden werden. Aber das ist halt unvermeidlich und ich selbst denke, wir haben einen ganz guten Job abgeliefert.

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