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Motorjesus im Interview (April 2012)

„Wheels of Arschtritt-Rock’n’Roll aus Mönchengladbach“

Gitarrist Andy

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The-Pit.de: Anfang letzten Jahres habt ihr dann auch gleich mit der fetten Weidner-Tour losgelegt. Wie hat euch das mit ein bisschen Abstand jetzt geprägt?

Chris: Die Weidner-Tour war für Motorjesus im Endeffekt ein Sprungbrett, genauso wie die Sache bei Drakkar. Die Puzzleteile haben sich schön zusammengelegt, das hat sich alles so zusammengefügt, wie es der Zufall und das Schicksal halt wollte. Das mit dem Weidner war auch wieder viel Glück, da waren ein paar Leute, die ein bisschen beim Weidner vorgesprochen haben, da kann ich auch noch mal sagen, dass der Pro-Pain-Sänger und ich mal besoffen in einer Disco waren, wir mochten uns halt und quatschten immer ganz nett und weil er viel mit dem Weidner zu tun hatte, meint er nur zu ihm: Hör mal, nimm mal die Motorjesus-Jungs mit, die sind gut. Darüber hinaus hat auch das Label ein bisschen beim Stephan angeklingelt nach dem Motto, dass sie eine neue Band hätten, ob er nicht Interesse hätte. Da kamen einige Sachen zusammen und letzten Endes hatte Stephan Weidner gesagt: Ok, coole Band, die nehmen wir mit. Die Tour selber war der Knaller: Jeden Abend 2000er Hallen, die Dortmunder Westfalenhalle mit 9500 Leuten, da geht dir halt auch der Stift, wenn du da oben auf der Bühne stehst. Ich habe mir da tierisch in die Hose geschissen. Es war eine geile, super fett organisierte Tour, es war alles perfekt durchstrukturiert, das war ein Knallererlebnis für uns. Dadurch wurde natürlich die Band ein bisschen bekannter und es sind viele neue Fans dazu gekommen. Da freuen wir uns natürlich drüber, wir sind auf der Tour auch wirklich akzeptiert worden, es gab ja früher auch Bands, die sind mit Flaschen beworfen worden. Uns haben sie eigentlich immer abgefeiert, zumindest haben sie immer ihren Höflichkeitsapplaus gegeben und ein bisschen Merch gekauft, es war halt von der Bandbreite alles dabei. Am liebsten würde ich nächstes Jahr wieder direkt mit ihm touren. Auch die Crew war super nett, auch Stephan war überhaupt nicht arrogant oder so etwas, da hatte ich vorher ein ganz anderes Bild durch die Presse oder wie auch immer.

The-Pit.de: Zwei Sachen machen ihn ja schon ein wenig sympathisch. Zum einen forderte er die Fans auf, weniger von seinem Merch zu kaufen und lieber euch zu unterstützen….

Chris: Ja genau, er hat dann auch teilweise ein Motorjesus-Shirt angezogen und ist damit auf die Bühne, und er hat bei jedem Konzert gesagt, dass die Fans von ihm mal ein Shirt weniger und von uns ein Shirt mehr kaufen sollen, weil wir die Tour durch unseren Merch-Verkauf finanzieren. Das hat ihm ja keiner auferlegt und wir haben ihn auch nicht gefragt, sondern er kam selber jeden Abend und hat uns da ein bisschen angepriesen. Das war eine richtig klasse Geste, das hätte ich nicht gedacht.

The-Pit.de: Und zweitens habt ihr zusammen „Nice Boys Don’t Play Rock’n’Roll“ zusammen gespielt, wo man euch auch den Stolz ansieht….

Chris: Ja, auf jeden Fall. Wir haben uns halt gut mit der Weidner-Band verstanden, dass sind ja auch so alte Hasen. Da ist jemand von Jingo De Lunch dabei, der Gitarrist ist ein alter Hase aus der Hamburger Szene, der Schlagzeuger hat super lange bei Pro-Pain gespielt, die Leute wissen auch alle, was sie können. Wir kamen zusammen drauf, diesen Song zu machen. Andy hat mit dem Weidner gequatscht, da kamen wir ziemlich schnell auf „Nice Boys…“ von Rose Tattoo. Das war eine richtig geile Nummer, wir haben das einen Abend mal geprobt und dann lief das Dingen. Bis auf einen Abend haben wir sonst immer diesen Song gespielt, jeden Abend haben wir das durchgezogen. Eine super klasse Sache, daran merkt man dann auch, dass sie nicht abgehoben sind, und uns nochmals auf die ihre Bühne zu holen und mit uns diesen Song zu spielen zeigt schon, was es für korrekte Leute sind. Ich bin ja nicht nur Mucker, sondern auch totaler Rock- und Metalfan. Über diese Tour werde ich in meinem Leben noch lange sprechen und mit Stolz zurückdenken können.

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