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Metalety im Interview (Dezember 2012)

Frank ist dran schuld…

Gitarrist Julian

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The-Pit.de: Welcher Song wird sich als mitgrölender Favorit ähnlich wie „March To Hell“ oder „Control Denied“ herauskristallisieren?

Benny: (Überlegt) Das wird sich sicherlich bald zeigen. Momentan würde ich sagen, dass „Don’t Hold Back“, „Deaf, Dumb ‚N’ Blind“ und „Purging Flames“ am meisten mitgegrölt werden.

The-Pit.de: Für „Deaf, Dumb N’Blind“ habt ihr mit Kindern gearbeitet. Wie haben das die Kinder im Studio aufgenommen und wie viel Arbeit steckt da wirklich drin?

Benny: Wir waren leider selbst nicht anwesend, als der Chor aufgenommen wurde. Mara Pustolla, eine Sängerin aus Dortmund, hatte sich extra für uns die Mühe gemacht, den Kinderchor aufzunehmen. Wir haben ihr nur eine Demoversion des Songs gegeben. Es war aber wohl eine ziemlich haarsträubende Erfahrung, da kleine Kinder, die noch nie mit englischer Sprache in Berührung gekommen sind, verständlicherweise etwas länger brauchen, bis der Text einigermaßen richtig sitzt (lacht). Die Kiddies sowie Mara haben aber einen sehr geilen Job gemacht und wir sind verdammt stolz auf unseren kleinen Chor.

The-Pit.de: Vor zwei Jahren gab es ja noch reichlich Unmut wegen eurer Ex-Gitarristin Anna. Sind die Streitäxte mittlerweile ad acta gelegt?

Benny: Ach ja, wie das halt immer so ist. Scheiden tut weh, aber irgendwann wächst Gras über die Sache. Mittlerweile verstehen wir uns alle wieder prima. Anna hat sich irgendwann bei uns gemeldet und wir haben das Kriegsbeil begraben. Wir hatten auch geplant, mit Anna ein paar Songs auf unserer Releaseparty zu spielen, aber aus terminlichen Gründen war das leider nicht möglich.

The-Pit.de: Ich habe ja im letzten Interview behauptet, dass die Konkurrenz im Pott unglaublich hoch ist und es hat sich ja heutzutage nicht verbessert. Wie wollt ihr euch vom Rest der Szene hervorheben?

Benny: Sich von der Masse abzuheben, ist leider wirklich nicht leicht. Wir versuchen, das „Radio Apocalypse Endzeit Konzept“ auch auf die Bühne zu transportieren. Wir kostümieren uns, versuchen, wenn es die Location hergibt, auch die Bühne im Endzeitlook zu gestalten und arbeiten an netten kleinen Gimmicks. In dem Bereich, in dem wir uns bewegen, kann man zwar keine großen Showeinlagen realisieren, aber ich denke, dass wir schon eine besondere Show bieten.

The-Pit.de: Erst der Marsch zur Hölle, dann die Apokalypse – seid ihr wirklich so böse Buben, wie die Titel implizieren?

Benny: Nein, wir sind eigentlich alle ganz lieb, aber die Welt, in der wir leben, nicht. Beide Alben sind textlich geprägt von sozialkritischen Ansichten. Ich brauche nur die Nachrichten einschalten oder die Zeitung aufschlagen und es springen mir sofort etliche Schaudergeschichten entgegen, die mir immer wieder bestätigen, dass wir tatsächlich langsam auf eine Apokalypse zusteuern bzw. zur Hölle marschieren. Ich habe das Gefühl, wir verrohen immer mehr und bekommen das gar nicht richtig mit.

The-Pit.de: Gleich zwei Gastmusiker habt ihr auf eurer aktuellen CD, wobei ihr im Vorfeld das Gitarrensolo von Frank Blackfire (Wortmord) regelrecht zelebriert habt. Was habt ihr dazu zu berichten?

Benny: Frank ist dran schuld, dass ich überhaupt angefangen habe, Gitarre zu spielen. Wie viele andere auch war ich damals ein großer Anhänger von Sodom und die Alben mit Frank gehören einfach zur deutschen Thrash–Geschichte. Damals dachte ich mir, so etwas will ich auch mal machen. Es ist für mich persönlich eine große Ehre, ihn auf der Scheibe dabei zu haben. Ich hatte ihn einfach angeschrieben und gefragt, ob er Bock hätte, ein Gastsolo zu spielen und er stimmte zu. Danach hatte ich ihn gefragt, ob wir ihn denn dabei filmen dürften und auch dafür war er zu haben. Das musste ich einfach für die Nachwelt festhalten (lacht). Und dann noch dieses abgespacte Solo - für mich ein riesiges Highlight.

The-Pit.de: Björn Goosses (The Very End, ex-Night In Gales, The Rules) hat sicherlich eine der prägnantesten Stimmen der heimischen Szene. Wie habt ihr euch seine Mitarbeit gesichert?

Benny: Wir haben unser Frontcover von ihm gestalten lassen. Aus einer Laune heraus haben wir ihn einfach gefragt, ob er nicht Lust hätte, einen Song mit seiner coolen Stimme zu veredeln. Björn ist ein absolut korrekter Typ und hat sofort Bock gehabt. Und sein Gastbeitrag bei dem Song „Evolution“ passt auch noch wie der Arsch auf den Eimer. Unsere Stimmen harmonieren echt klasse bei dem Song. Zudem war es noch eine sehr gute Erfahrung, ihm im Studio beim Einsingen zuzusehen. Da konnte man direkt etwas lernen. Und auch als wir ihn spontan fragten, ob er noch bei den „Gangshouts“ mitwirken wolle, sagte er sofort zu. Das hat richtig Laune gemacht.

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