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Maks & The Minors im Interview (April 2010)

Von Kaffee und Zigaretten, Fernsehgärten, Eichelhäherdamen, blauen Müllsäcken und... na ja, Musik

Die Band live im Bluesclub

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The-Pit.de: Wie seht ihr denn generell die Unterschiede zum ersten Album? Was habt ihr anders gemacht?

Max: Analog produziert, mit Bandmaschine. Live eingespielt haben wir vorher auch, aber durch das Analoge kam das alles irgendwie ein bisschen rauer ’rüber; wir haben viele kleine Fehler draufgelassen. Der Hauptunterschied war, dass wir selbst produziert und keine Vorgaben hatten. Und der andere Unterschied war... irgendso ein Typ hat mal gesagt, „Für das erste Album hast du zehn Jahre und für das zweite nur drei Monate“, und das stimmt insofern, alsdass du beim ersten Album ewig viele Songs hast und die Band seit Jahren aufbaust und dann bringst du irgendwann endlich ein Album raus und das zweite kommt dann ein Jahr oder so hinterher – und da hast du auf einmal viel weniger Zeit, weil du viel live mehr gespielt und nicht so viel geprobt hast. Insofern ist die Entstehung nicht ganz so einfach gewesen wie bei „Movin’ Out“, wo 16 Songs da waren und dann ein paar rausgeschmissen wurden. Und hier musste ich wirklich gucken, dass wir genug zusammenkriegen – also, war auf jeden Fall schon ein deutlicher Unterschied.


The-Pit.de: Und musikalisch?

Max: Ich glaube, wir sind ’n bisschen... na ja, nicht unbedingt härter, aber ein bisschen rauer geworden. Vielleicht werden wir auf dem nächsten Album auch wieder ein bisschen glatter.


The-Pit.de: Das hängt ja wahrscheinlich auch mit dem Sound zusammen...

Max: Hängt viel mit dem Sound zusammen, ja; der Gesang ist, finde ich, ziemlich anders als auf der ersten Platte, aber das sind so Sachen, die man nicht plant, sondern die einfach passieren. Sicherlich wird die nächste Platte auch wieder ein bisschen anders klingen, aber natürlich ist es immer noch die gleiche Band.


The-Pit.de: Habt ihr denn schon Pläne fürs nächste Album?

Max: Konkret noch nicht, aber ich schreibe gerade an neuen Songs und wir proben neue Songs. In welcher Form und wann wir veröffentlichen, ist noch völlig unklar, wir wollen jetzt erst mal die Zeit im Mai und im Juni nutzen, um die neuen Songs im Proberaum zusammenzukriegen, und wo wir dann aufnehmen – hoffentlich diesen Sommer noch –, da müssen wir erst mal schauen.


The-Pit.de: Packt ihr da vielleicht auch ältere Stücke drauf?

Max: Du meinst, ganz alte? (grinst).


The-Pit.de: Na ja, ich finde die nach wie vor nicht schlecht, auch wenn du öfters sagst, die seien scheiße.

Max: Also vielleicht kommt die ein oder andere Leiche aus dem Keller, aber in etwas überarbeiteter Version. Ich denke, es wird auch was dabei sein, was wir schon früher geschrieben haben, was es aber noch nicht auf Platte geschafft hat, weil wir damals noch nicht so weit waren, beziehungsweise der Song noch nicht so weit war. Ich gehe mal davon aus, ein Drittel wird älteres Material sein und zwei Drittel neues.


The-Pit.de: Du hattest ja damals auch so ein Demo am Start, das „Where The Wild Things Are“ heißt. Wieso trägt das eigentlich diesen Titel? Es gibt ja einen Metallica-Song, der so heißt.

Max: Ja, es gibt auch ein Kinderbuch, das so heißt. Das wurde auch gerade verfilmt, aber der Film war nicht so geil – und das war mein Lieblings-Kinderbuch (auf dt.: „Wo die wilden Kerle wohnen“ von Maurice Sendak; Metallica haben mit ihrem Song ebenfalls Bezug auf dieses Buch genommen, wie ich inzwischen herausgefunden habe – Anm. d. Verf.).


The-Pit.de: Ah, verstehe. Wie kam es denn dazu, dass ihr diese osteuropäische Folklore in eurer Musik habt? Wieso hast du so ein spezielles Interesse daran?

Max: Aus dem ganz einfachen Grund, dass ich im Alter von 16 bis 20 eine Freundin aus Russland hatte und sie hat mich quasi infiltriert mit diesem Einfluss, und ich hab mir die Musik dann irgendwann selbst gekauft und jahrelang gehört. Ich hatte sogar eine Phase, das war so ein, zwei Jahre, wo ich mich dem Amerikanischen völlig abgekehrt und eigentlich nur russische Pop- und Rockbands gehört habe wie DDT und Leningrad und so. Und diese Phase hat natürlich ihre Spuren hinterlassen, aber heute höre ich auch wieder viel gemischt.


The-Pit.de: Was denn so?

Max: Gestern hab ich zum Beispiel Bob Dylan gehört, heute morgen das neue Slash-Album...


The-Pit.de: Das wollte ich auch noch unbedingt mal hören...

Max: Das ist streckenweise sehr geil, streckenweise auch recht mittelmäßig, man merkt aber auf jeden Fall, dass er geübt hat...

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