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Maks & The Minors im Interview (April 2010)

Von Kaffee und Zigaretten, Fernsehgärten, Eichelhäherdamen, blauen Müllsäcken und... na ja, Musik

Keyboarder Jakob Deiml bei der Arbeit

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The-Pit.de: Dann ist ja vor kurzem auch noch Chris, euer früherer Gitarrist, gegangen. Wie kam denn das?

Max: Weil es ihm privat einfach zu anstrengend wurde. Man muss das Privatleben eben ein bisschen zurückstellen, wenn man viel unterwegs ist, und da hatte er einfach keinen Bock mehr drauf. War kein Streit oder musikalische Differenzen, alles wunderbar, wir haben die letzten Gigs auch noch sehr cool zusammengespielt, es war ein cooler Abgang, aber es war ihm einfach zu viel.


The-Pit.de: Erzähl doch mal ein bisschen über eure Zusammenarbeit mit Ken Hensley und wie er so drauf ist.

Max: Also, getroffen haben wir ihn über unsere Plattenfirma, weil er auch bei der damaligen Plattenfirma seine CD gemacht hatte. Ich hab ihn dann mal gefragt, ob er Lust hätte, mit uns aufzunehmen. Er sagte ja und dann haben wir ein halbes Jahr auf die Bestätigung der Plattenfirma gewartet und schließlich die Scheibe in Spanien aufgenommen. – Und na ja, wie ist er drauf? Hm, schwer zu beschreiben für Leute, die ihn nicht kennen. Kernig, sehr wach, sehr aktiv, sehr schlagfertig – SEHR schlagfertig verbal, sehr humorvoll und manchmal ein bisschen seltsam. Also, er hat schon noch so ein paar Starallüren von früher...


The-Pit.de: Vielleicht sind’s auch die Drogen von früher...

Max: Ja, vielleicht sind’s auch die Drogen von früher, man weiß es nicht so genau. Auf jeden Fall, so Sachen wie... zum Beispiel isst er nie auf. Man geht mit ihm essen, er bestellt so ein teures Steak, isst genau die Hälfte und lässt den Rest dann liegen. Ich hab jedenfalls noch nie gesehen, dass er im Restaurant aufgegessen hat. Kann natürlich sein, dass das irgendwie mit seiner Gesundheit zusammenhängt, kann aber auch sein, dass da irgendwie von früher was hängengeblieben ist oder so. Manchmal kann er sich eben auch wie eine Diva verhalten. Aber ansonsten ist er sehr hilfsbereit, meistens sehr gut drauf, das Einzige, was er nicht er nicht so gut kann, ist sich verabschieden – er verschwindet immer einfach. Aber das ist normal bei ihm, weißt du? (lacht) Er verschwindet einfach zur Hintertür und ist weg. Aber ansonsten ist er sehr sympathisch und ein interessanter Mensch.

 
The-Pit.de: Was macht ihr eigentlich sonst beruflich?

Max: Also, ich bau gerade ein Studio, unterrichte viel und spiele viel live...


The-Pit.de: Also, es reicht auf jeden Fall...

Max: Man kann davon leben, ja. Ich würde gerne ein bisschen weniger unterrichten und ein bisschen mehr Sachen machen, auf die ich Bock hab, aber es funktioniert auf jeden Fall.


The-Pit.de: Das ist doch schön. – Kommen wir mal zu eurem neuen Album. Da gibt es ja einen Song, der „Dead Man Walking“ heißt. Hat das was mit dem Film zu tun?

Max: Nee, nicht wirklich mit dem Film, obwohl der sehr gut ist. Aber „dead man walking“ ist der Spruch, der gesagt wird, wenn der zu Tode Verurteilte zur Vollstreckung schreitet. Das heißt, wenn der losgeht mit den Wachen an seiner Seite, dann kriegt einer den Befehl „dead man walking“ und dann wissen die Leute Bescheid, dass er jetzt kommt. Schrecklicher Begriff eigentlich, ziemlich makaber. Der Song allerdings handelt eigentlich von Alkohol. Ich vergleiche einfach sich total komamäßig zu besaufen und dann durch die Gegend zu laufen und Scheiße zu bauen mit diesem „dead man walking“.


The-Pit.de: Da können wir uns ja irgendwie alle reinversetzen...

Max: Hehe, eben. Das ist einfach etwas zum Scheitern Verurteiltes; nett gesagt...

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