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Mad Max im Interview (Juni 2012)

Steht die Donnerkuppel jetzt in Münster?

Bassist Roland Bergmann

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Jürgen: Total, da triffst du den Nagel auf den Kopf. Das Dingen ist wirklich schon so eine Art Teil zwei und knüpft exakt da an, beim nächsten Album kann man vielleicht noch einen Tick freier agieren, aber hier war es einfach so, dass wir den Fans zeigen wollten, dass die Band wieder so ist wie im Original und auch vom Sound, deswegen sollte sich das auch in den Songtiteln ein bisschen widerspiegeln, damit es sich auch schneller einprägt und das merkt man auch, das hat super funktioniert. Die Kritiken sind ja weltweit Hammer, den Leuten gefällt das und dann haben wir es eigentlich genau so getroffen, wie wir es wollten, auch z.B. der Speedsong. Auf der „Night Of Passion“ hatten wir „Fox On The Run“ von Sweet gecovert, da gab es ja auch die Picture-Single. Auf der neuen Scheibe ist es „Fever Pf Love“ ein etwas unbekannterer Sweet-Song, den wir auch live spielen. Wir wollten aber keinen Song covern, den sie alle schon gecovert haben wie z.B. „Hell Raiser“ oder „Ballroom Blitz“, die gibt es schon tausend Mal. Wir haben dann eine Nummer ausgegraben, die halt nicht so bekannt ist und in unserem Stil umgearbeitet und das kommt super an. Du wirst es ja nachher sehen, die Leute klatschen wie wahnsinnig, coole Sache.

The-Pit.de: Für uns als Pressevertreter gilt SPV als Firma von sehr kurzen Kommunikationswegen. Wie sieht das für euch als Band aus?

Jürgen: Ja, super, SPV ist für uns das perfekte Label. Erstens hatte sie eine Vision, die wir dann umgesetzt haben und zweitens haben sie Bands wie Axel Rudi Pell unter Vertrag, mit denen wir auf Tour gehen können. Sie haben noch UFO, wir haben noch witzigerweise UFO in Erfurt getroffen, die waren im gleichen Hotel wie wir, sie haben die Kollegen von Magnum, die wir auch gut kennen. Das ist ja auch wichtig, dass du auf einem Label bist, wo die Bands auch zusammen passen, denn da gibt es immer mal Möglichkeiten zusammen zu touren, ein Festival zu spielen. SPV/Steamhammer ist ja so eine Traditionsgeschichte und das Gute ist: Viele Journalisten weltweit wissen, dass Bands, die auf dem SPV/Steamhammer-Label sind, Qualitätsgeschichte sind. Allein dieses Label eröffnet dir unheimlich viele Türen. Wenn du auf einem der vielen kleine Labels bist, ist das mittlerweile so, dass viele Interviews und Reviews erst gar nicht zustande kommen. Mit solchen Giganten wie Axel Rudi oder UFO werden wir auch gleich als Qualität behandelt, was natürlich für das Image von einer Band Gold wert ist. Allein wenn der Fan hinten drauf kuckt und sieht, dass die Band bei SPV ist, ist das eine ganz andere Geschichte.

The-Pit.de: Wie geht ihr denn mit dem erhöhten Weiblichkeitsfaktor auf diesen Konzerten um?

Jürgen: Ja, ohne Scheiß, Frauen mochten unsere Musik schon immer. Es waren eher so die Männer, denen es dann zu soft wurde. Die haben wir aber mit dem neuen Album Gott sei Dank wieder zurückgewonnen. Wir waren ja eigentlich nie eine wirklich hässliche Band und halten uns auch gut in Form, wir sind noch alle gut in shape, wir sind alle so die Ecke Mitte vierzig. Frauen als Fans kann man nicht genug haben. Hey, ohne Scheiß, die bringen die Männer mit zum Konzert und das ist auch so ein Phänomen hier auf der Tour. Es kommen viele Generationen zusammen. Es reisen teilweise Fans aus aller Herren Länder an, die sind 18 Plus. Das ist natürlich auch super geil, weil es dann auch zeigt, dass man auch von Jüngeren entdeckt wird, sowohl bei ARP und auch bei uns. Deswegen sind die Hütten auch so voll.

The-Pit.de: Ist handgemachte Musik einfach wieder „in“?

Jürgen: Auf jeden Fall, da haben wir ja schon vorhin drüber gesprochen. Zur Zeit ist der Trend wieder sehr gut für diese Musik, den muss man jetzt halt mitnehmen. Im Oktober wird es ja den zweiten Teil der Tour geben, ich denke, die Power dieser Tour nehmen wir mit, es spricht sich ja auch in der heutigen Zeit alles rum, alle reden darüber: Mein Gott, ARP und Mad Max auf Tour, alle Hütten sind voll. Was geht da ab? Das spricht sich natürlich auch rum, da kommen natürlich immer mehr Anfragen. Dreimal Zeche, wer schafft das schon? Ausverkauft.

The-Pit.de: In einem Interview mit Gerre von Tankard habe ich ein bisschen rumgeblödelt, was wir denn machen, wenn wir Altmetaller sind. Er hatte mit dem Rock-Hard Götz ein Dorf aufmachen wollen. Wie siehst du deine Zukunft?

Jürgen: Eine Dorfgemeinschaft finde ich gut, da könnten wir mitmachen. Wir würden aber wahrscheinlich immer Songs schreiben, selbst wenn wir mal nicht mehr auf der Bühne stehen würden, was ich ehrlich gesagt nicht glaube, wir sehen uns da eher ein bisschen in Scorpions-Tradition. Wir würden nie sagen, wir hören irgendwann mal auf, live spielen wir dann vielleicht nicht mehr, aber Songs schreiben auch für andere oder mit jüngeren Bands arbeiten. Unser Sänger Michael Voss hat ja auch ein Studio und er arbeitet auch mit Michael Schenker und den ganzen Leuten zusammen und das fände ich total geil, der Next Generation das weiterzugeben und mit denen zu arbeiten, aber das könnte man ja auch in solch einem Metaldorf machen. Ein Tonstudio würde da wahrscheinlich auch eingerichtet werden. Wir haben in Münster mehrere junge Künstler, mit denen wir arbeiten, wo unser Sänger dann Sachen aufnimmt, ein paar kommen heute auch und kucken sich die Show an, da schaut man dann, ob man selber Songs mit denen schreibt. Wir haben ja unseren Stil, der ist einfach da und wir wissen, dass die Fans das wollen, wir bleiben also auf dieser Spur. Wir probieren da jetzt nicht mehr tausend Sachen aus. Die Fans können sich darauf verlassen, dass das nächste Album im März 2013 genauso sein wird wie dieses Album. Kein Schritt nach links oder rechts, Tradition, Accept, Axel Rudi Pell, den Kollegen folgen, dann kann man nichts falsch machen.

The-Pit.de: Jürgen, zum Abschluss möchte ich deine musikalischen TOP 5 hören.

Jürgen: Meine All-Time-Top-5 sind immer Dokken mit „Under Lock And Key“, wird es immer bleiben, Scorpions mit „Blackout“, wird immer bleiben und hat mich total beeinflusst, dann ganz klar das alte Axel Rudi Pell-Album „Oceans Of Time“, jeden Abend, wenn Johnny den Song singt, dann denke ich: Unfassbar geil. Dann ganz klar, was wir auf jeder Party gehört haben und noch immer tun: Deep Purple mit „Made In Japan“ und meine Nummer fünf, was ich gerne höre und was man in unserer Musik nicht vermuten würde ist so New-Country-Rock, und da gehört Keith Urban zu meinen Favoriten, da finde ich die Sachen gut, die er gemacht hat, bevor er so ein Megastar wurde. Drüben in den USA ist er ein Superstar, hier in Europa kennt man ihn kaum.

The-Pit.de: Von meiner Seite her sind wir dann durch…

Jürgen: Ganz wichtig noch: Sag mal allen Fans vielen vielen Dank, dass sie so zahlreich hier auf dieser Tour erschienen sind und auch uns jeden Abend abfeiern und mitgehen und so; ist nicht selbstverständlich, ganz klar, dass die Hallen auch voll sind, wenn wir spielen ist auch nicht selbstverständlich, man könnte ja auch Bier holen, dafür allen ganz herzlichen Dank und wir revangieren uns dann mit einem tollen nächsten Album und mit einem tollen Teil zwei der Tour im Oktober.

Und schon geht es auch zum Sound-Check, doch nach einem ersten Höreindruck geht es wohl nur noch um Feintuning, viel dürfte sich an den Einstellungen gegenüber den beiden anderen Zechentagen nicht getan haben… und die ersten Fans stehen auch schon am Eingang – das Barometer zeigt also auch für Mad Max unmittelbar auf ein Hoch.

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