Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Mad Max im Interview (Juni 2012)

Steht die Donnerkuppel jetzt in Münster?

Interviewpartner Jürgen Breforth

Zum Thema

Mit SPV ein neues Label, mit „Another Night Of Passion“ der neue Rückblick in die eigene Vergangenheit, dazu der Bonus als Support für Axel Rudi Pell vor tausenden Fans in ausverkauften Hütten – es scheint einfach so, dass sich die Münsteraner Hard Rocker Mad Max wieder im sonnigen Teil des Business wiederfinden. Und so ist es kein Wunder, dass in der Zeche Bochum am letzten Tage des ersten Teils der Tour ein sehr aufgedrehter Jürgen Breforth Rede und Antwort steht – dabei muss man ihn ständig bremsen, sonst würde das schnell in einer ultimativen Lobhudelei für ARP enden.

The-Pit.de: Der Konkurrenzdruck ist heutzutage deutlich höher als noch zu den Anfangszeiten von Mad Max. Wie versucht ihr dieses zu kompensieren?

Jürgen: Ich muss ganz ehrlich sagen, dass es für uns keine Konkurrenzsituation gibt. Wir sind happy, wir haben die beste Tour bekommen, die man bekommen konnte, Axel Rudi Pell und Mad Max, zwei SPV-Bands, wobei ARP so erfolgreich sind wie nie zuvor, die Besucherzahlen so hoch wie noch nie zuvor. Die Leute haben das Package angenommen und wir treten zu gar keinem in Konkurrenz. Ich glaube, dass die Leute es lieben, dass hier zwei Bands am Start sind, beides Original-Bands, ARP seit über 15 Jahren, wir jetzt wieder in Original-Besetzung. Im Endeffekt entscheidet der Zuschauer, für welches Package er sich die Tickets kauft, aber deswegen stehen wir nicht im negativen Konkurrenzdruck zu anderen Bands oder so.

The-Pit.de: Ich meinte jetzt hier nicht die Tour im Detail, sondern eher generell, weil sich der Musikmarkt ja geändert hat.

Jürgen: So wie wir das erleben, geht das immer in Wellen. Zurzeit ist diese Musik wieder oben, die Welle hat sie nach oben gespült mit Accept, ARP und uns und auch ein paar anderen Bands. Wir müssen versuchen, die Welle so lange wie möglich zu reiten. Und wenn es mal wieder ein bisschen weniger wird, dann sind wir gut aufgestellt, die Fans von Axel Rudi Pell sind die loyalsten, die es gibt, beide Bands sind nicht so abhängig von Trends.

The-Pit.de: Könnt ihr mittlerweile deutlich entspannter auf die Szene blicken als damals in den Achtzigern?

Jürgen: Es hat sich ja durch das Internet total verändert. Man muss heute täglich sehr viel präsenter sein, auch wir sind überall auf den ganzen Netzwerken vertreten. Du musst ja auch sehen, dass du den Fans die News ganz aktuell reinreichst. Vorher gab es halt nur Magazine, da war das dann viel entspannter, da machte man ein paar Interviews, die erschienen aber erst ein paar Wochen später. Häufig ist das heute aber so, dass du was machst und das noch am gleichen Tag im Netz steht. Von daher ist Promo-Arbeit ein bisschen intensiver geworden, aber wir sind noch genauso heiß wie wir es früher waren. Wir versuchen auch immer das Beste zu geben für die Fans, weil man ja auch dankbar sein kann, dass man überhaupt solch eine Tour bekommt. Da wäre es total fahrlässig, da muss jede Show ein Highlight sein, den Anspruch haben wir an uns selber, total.

The-Pit.de: Ihr müsst nur nicht aktuller sein, ihr bekommt aber auch schneller Rückmeldungen von den Fans…

Jürgen: Absolut. Auf den Fotos siehst du sofort, wie die Band präsentiert wird. Das ist hier natürlich für uns ein Traum, wir bekommen phantastisches Licht, wir haben einen super Sound, der Mischer von ARP, der Ralf, der mischt auch uns, der Sound ist einfach gigantisch und wir merken halt, dass es den Leuten gefällt. Die Reaktionen sind super, wir dürfen 50 Minuten spielen, was ja auch schon ein Privileg ist, denn oft hast du nur 20 oder 30 Minuten bei schlechtem Licht und schlechtem Sound, da ist es natürlich sehr schwer, dich gut darzustellen. Das ist hier ein Traum, das Feedback ist super. Wir waren ja jetzt auch in mehreren Ländern und auch in London, da waren dann auch viele Magazine da, an die du normalerweise als deutsche Band gar nicht dran kommst. Der Chefredakteur von Classic Rock UK war da und hat sich alles angeschaut – das ist schon allerhand, da sind wir schon echt happy.

The-Pit.de: Deine Begeisterung ist ja richtig rauszuhören. Lass uns mal den Fokus auf die drei Shows hier in Bochum legen, der Pott als Hochburg des Edelstahls sozusagen. Wie bewertest du die drei Tage hier, nachdem ihr schon zwei Gigs hinter euch habt?

Jürgen: Ich muss schon sagen, das macht Axel Rudi schon perfekt, dass er die Tour hier beendet, in seinem Wohnzimmer…

The-Pit.de: … ich wollte aber eher über Mad Max reden und nicht über ARP…

Jürgen: …füs uns ist das…wir haben schon öfters in der Zeche gespielt, aber auch wir sind stolz, dass wir hier dabei sein dürfen, dreimal ausverkauft hat auch Axel Rudi Pell noch nicht geschafft. Das sind wir natürlich happy, dass wir an diesen drei Tagen auch dabei sein dürfen, weil man schon merkt, dass hier eine andere Stimmung herrscht als meinetwegen in Erfurt oder Saarbrücken, hier sind die ARP-Fans der ersten Stunde, glaube ich. Die sind hier in Bochum.

The-Pit.de: Ist euch vor der Tour auch ein bisschen der Stift gegangen, weil ihr euch Gedanken dazu gemacht habt, ob ihr auch gut beim ARP-Publikum ankommt oder hattet ihr euch wieder genügend Routine angeeignet?

Jürgen: Ich muss ganz ehrlich sagen, dass wir vorher schon wussten, dass die Fans das mögen. Axels und unser Album sind am selben Tag herausgekommen und du bekommst über Amazon schon mit, dass sehr viele Axels Album gekauft haben und unseres gleich mitbestellt haben. Wir wussten also schon, dass die Fans das ganze Package positiv sehen. Nervös, da bin ich ganz ehrlich, waren wir beim ersten Auftritt. Die allererste Show war am 20. April in Hannover und da war die ganze Plattenfirma eingeladen. SPV komplett mit Gästen und Shake Hands und alle haben natürlich Wunderdinge erwartet. Und da muss ich ganz ehrlich sagen, da hilft dir auch die Routine nicht, da waren wir alle nervös und ich glaube, die Axel-Rudi-Jungs auch, aber wir waren sehr nervös, weil es auch unser erstes Album für SPV ist. Wir wollten da natürlich auch zeigen, dass sie auf die richtige Band gesetzt haben. Es war fantastisch besucht, 1400 Leute, so viele kommen selten ins Capitol bei dieser Art von Musik. Es ist auch alles gut gegangen und danach waren wir auch alle entspannter. Es war gewagt von der Tourplanung her, das Dingen in Hannover beginnen zu lassen.

Seite
comments powered by Disqus

Schritt für Schritt zu einem erfolgreichen Abend

„Singen ist Sport, egal was für einen Stil, da machen wir uns nichts vor...“

Ausverkauftes Café Nord im „Erste-Klasse-Gewalt“-Fieber